Mittwoch, 27. April 2011

Vesta - Hüterin des Feuers


Am 3. Mai 2011 um 8Uhr48 ist wieder Neumond. Neumond auf 13° Stier. Das sabische Symbol lautet: Ein Träger schleppt schwere Gepäckstücke. Der Schlüssel: Eigenmobilisierung zum Nutzen der Gesellschaft. Das Ganze hat etwas mit Lasten, die bewegt werden müssen, zu tun, womöglich Altlasten. Den Mythos zum Stier und die damit verbundene Opferthematik habe ich bereits im vorangegangenen Blog-Artikel erzählt. Es ist insgesamt eine Zeit des Aufarbeitens, des Anpackens, des Tragens, des Umsetzens um Veränderungen Platz zu machen, und das ganz konkret. Jetzt müssen halt mal die atomaren Endlager gefunden werden.


Für heute wollte ich aber einen Schlenker zur Vesta einbauen. Im Horoskop des Neumondes ist ein Quadrat der Vesta zur Neumondkonstellation zu sehen. Vesta steht im Wassermann im 9. Haus. Vesta ist in der Mythologie die Göttin des Herdes und Hüterin der heiligen Flamme. Sie hütet auch das Feuer des Olymp. Dort wo Vesta steht, behütet man sein Selbst, die innere Flamme, das wofür man brennt, sein Innerstes, sein Heiligstes, das was ganz besonders geschützt und behütet werden muss.


Vesta, die Leuchtende, griechisch Hestia genannt, hatte als eine der 12 olympischen Götter einst große Bedeutung. Vesta war das erstgeborene Kind von Saturn und Rhea. Sowie das letzte das wiedergeboren wurde, nachdem Jupiter sein Geschwister aus dem Magen des Saturn befreit hatte. Sie entschied sich, trotz der Werbungen des Hades und Poseidon, gegen die Ehe für das Dasein als Jungfrau. Als Hüterin des heiligen Herdfeuers wurde sie verehrt. Die Flamme symbolisierte den Zusammenhalt von Staat und Familie. Die Kraft der Vesta ist eine bewahrende und behütende Kraft. Sie hütet das Feuer, das nie ausgehen darf. Vesta wird archetypisch dem Tierkreiszeichen der Jungfrau zugeordnet.


Im Neumond-Horoskop steht Vesta im Wassermann (die Flamme) , im 9. Haus (dort steht der Tempel). Die Wassermannflamme brennt für Freiheit und Unabhängigkeit, dann wenn es darum geht, Idealen, Glaubensfragen und Überzeugungen Ausdruck zu verleihen (9. Haus).

Die Quadratstellung zum Neumond könnte einen Konflikt ausdrücken, zwischen den vermeintlich erdrückenden konkreten Erfordernissen und einem Freiheitsbedürfnis das für die Einheit und den Zusammenhalt wichtig ist. Es wird wichtig sein, Handlungen nicht gegen die Ideale des Volkes durchzusetzen.


Kleine Anregungen fürs persönliche Horoskop:


Die heilige Flamme unser inneres Feuer ...


im Widder , brennt für den Neuanfang, das Neue, für Ideen.

im Stier, brennt für Sicherheit und Verwirklichenwollen. Für Hab und Gut und Sinnenfreude.

im Zwilling, brennt fürs Wissenwollen und den Austausch, Intellekt und Logik.

im Krebs, brennt für Geborgenheit und seelische Erfüllung.

im Löwen, brennt für die Kreativität und persönliche Verwirklichung.

in der Jungfrau, brennt für Klarheit und Anpassung an die höhere Ordnung.

in der Waage, brennt für ein ausgeglichenes Beziehungsleben.

im Skorpion, brennt für Wandlung und Leidenschaft.

im Schützen, brennt für die Weisheit und Horizonterweiterung. Für Visionen und Ideale.

im Steinbock, brennt für Pflicht und Ehre. Für Verantwortung und Gesetze. Für Traditionen und für Führerschaft.

im Wassermann, brennt für Freiheit und persönliche Unabhängigkeit.

in den Fischen, brennt für das Schicksal und Verschmelzung.


Wird das Feuer nicht gut gehütet, geht das mit einem Stück Selbstentfremdung einher.


Jungfräuliche Grüße von Siri


PS: Buchtipp: "Vesta - das innere Feuer. Claus D. Stahl."


Mittwoch, 20. April 2011

Sonne im Stier



Bilder von oben nach unten:

Venus auf dem Stier von Johfra
Horoskop Sonne Ingress in Stier am 20.04.2011, 12Uhr17

Heute um 12Uhr17 betrat die Sonne das Tierkreiszeichen Stier. Stier ist die Energie, die die Ideen des Widders ins Konkrete bringt. Hier wird geackert und verwurzelt. Wenn im Widder noch "die Idee" von einem Haus existierte, wird es im Stier gebaut, realisiert. Die Kunst, es zu machen. Jeder Künstler braucht etwas vom Stier, sonst bleiben die Werke im Kopf und werden nicht gewerkt. Hier findet die Begegnung mit den Gegebenheiten der Erde statt. Sie wird in Besitz genommen und bearbeitet und kultiviert. Es bedarf des Einsatzes aller Sinne. Die Stierenergie ist sehr dem Sinnlichen zugetan und beansprucht das "in Besitzgenommene" als Eigentum. Sie schafft Werte. Sie liebt das Wertvolle und das Schöne.

Die dem Stier zugeordnete Aufgabe des Herakles gibt uns vertiefte Auskunft über das Wesen des Stiers:
Es ging um einen wunderschönen prachtvollen weißen Stier, den der König von Kreta nur auf Zeit bekommen hatte. Nach Ablauf dieser Zeit sollte er den Stier dem Meeresgott Poseidon opfern. Der König aber dachte, "nein diesen schönen weißen Stier möchte ich behalten, den opfere ich nicht, es wird schon nichts passieren, vielleicht vergisst es Poseidon ja", und er blieb Poseidon das Opfer schuldig. Die Folge war, der Stier wurde wild und zerstörte Häuser, Gärten, Olivenhaine … und er trieb sein Unwesen auf der Insel und war durch niemanden zu bändigen. Herakles sollte nun diesen Stier einfangen, ihn reiten, über das Festland bringen und bei den einäugigen Zyklopen abliefern. Was ihm auch gelang.
Der Stier ist ein Symbol für die Materie und die Liebe zu ihr. Wir kennen den Stier als Symbol für Europa, als Symbol der Börse für das Ansteigen der Kurse, wir kennen die Geschichte vom goldenen Kalb. Für eine Zeitlang dürfen wir dem Stier folgen, aber wenn die Zeit gekommen ist, müssen wir ihn opfern. Aber wir tun das nicht, genau wie der kretische König wollen wir das schöne Tier behalten. Der wildgewordene Stier heutzutage verursacht Weltwirtschaftskrisen, Börsenkräche, Armut auf der einen Seite, übertriebener Reichtum auf der anderen Seite, Klimakatastrophen, Umweltkatastrophen usw. Wildgeworden, weil wir nicht opfern wollen. Weil wir immer und immer mehr besitzen wollen, weil wir nicht teilen wollen. Die Stieraufgabe lehrt uns, über den eigenen Tellerrand (die eigene Insel) hinausschauen und den Stier zu reiten, damit wir begreifen, dass man manchmal das Persönliche für das Größere opfern muss. Wer Stierthemen hat, hat also auch immer das rechtzeitige Loslassen als Thema. Und wenn wir an die "lieben, sinnlichen, genussvollen, besitzergreifenden Stiere" denken, die wir so kennen, ist es gut zu wissen, dass es auch die wilde Wut des Stieres gibt.

Im aktuellen Sonnenhoroskop haben wir einen Löweaszendent. Der Herrscher - die Sonne - steht im Stier im 1o. Haus (der Öffentlichkeit). Die Sonne hat zudem ein Sextil zu Neptun-Poseidon. Durch den Aszendenten ist die Sonnethematik hervorgehoben. Und Poseidon klopft schon mal an. Es geht um unsere Entscheidungen in der Gesellschaft und in der Politik. Reiten wir den Stier, oder lassen wir ihn wild herumlaufen? Denken wir größer? Oder weiterhin klein-klein, bis zur nächsten Wahl?

Grüße von Siri

Mittwoch, 6. April 2011

Neumond im Widder





Neumond vom 3. April 2011, 15Uhr32 MEZ. Eine neue Runde im kosmischen Ring. Eingeläutet auf 14° Widder. Das sabische Symbol lautet: Eine Schlange windet sich in der Nähe eines Mannes und einer Frau. Der Schlüssel: Die Überwindung der Polarität durch Erkenntnis. Die Schlange, ist das weiseste aller Tiere. Und unschwer erkennen wir die Adam-und-Eva-Symbolik. Durch die Schlange werden sie auf den Weg der Erkenntnis gebracht, denn sie essen vom Baum der Erkenntnis. Der Weg führt sie in die Trennung und Mensch sucht im Schweiße seines Angesicht die Überwindung dieser Trennung. Sucht die perfekte Ergänzung im Partner, sucht Erlösung im Sex, sucht im Anderen. Dies ist der Weg der Venus.
Nach dem letzten FischeNeumond ist "Sicheinlassen" auf den Anderen, auf das Fremde angesagt. Nicht Abgrenzung, sondern lernen durch die Begegnung. Alles was uns begegnet und uns berührt, sei es nun angenehm oder unangenehm dient diesem Weg. Sich einlassen auf all die Fremden aus Tunesien, sich einlassen auf neue Sichtweisen in der Politik, sich einlassen auf das Neue.

Dem Widder ist mythologisch die Heraklesaufgabe "das Einfangen der menschenfressenden Stuten" zugeordnet:
Die erste Aufgabe für Herakles bestand darin, die menschenfressenden Stuten des Diomedes (Sohn von Ares) einzufangen. Diomedes hatte 4 dieser Stuten gezüchtet. Aber alles geriet außer Kontrolle, die Pferde vermehrten sich vehement und verwüsteten das ganze Land. Herakles nahm seinen Freund Abderis mit, welcher ihm helfen sollte. Abderis war aber von ängstlicher Natur. Sie fingen die Herde ein, indem sie nach einem wohl überlegten Plan handelten. Herakles war so stolz, dass sie die Aufgabe bis dahin so gut gemeistert hatten, dass er den Rest der Aufgabe, nämlich die Pferde dem Diomedes zurückzubringen, dem Freund Abderis allein überließ. Abderis war allerdings völlig überfordert, die Pferde wurden wild, trampelten ihn tot und entkamen. Herakles, tief betroffen, musste nun nochmals die Herde einfangen, zähmen und Diomedes überbringen.
Übersetzt in die Bedeutung für uns: Die Pferde symbolisieren die Wildheit der Ideen und Einfälle, bringen ständig neue Ideen hervor, man kann sie nicht mehr abschalten. Die Kraft des eigenen Willens, mit dem Kopf durch die Wand, das hat menschenfressende Qualitäten, den Freund niedertrampelnde Qualitäten. Die Meisterung der Aufgabe: Es geht darum den Kopf (den Widderkopf) unter Kontrolle zu bringen, Ordnung in die Gedanken, und sich unter Kontrolle zu bringen. Dazu bedarf es eines wohl überlegten Planes. Herakles machte aber dann noch zwei entscheidende Fehler: er war gedankenlos (als er dem ängstlichen Freund den Rest der Aufgabe überließ, er hätte sich nämlich denken können, dass er das allein nicht schaffen konnte) und war somit Schuld an seinem Tod. Und er erledigte die angefangene Aufgabe nicht zu Ende, weil er ungeduldig und stolz war. Erst als er das erkannte, brachte er die Aufgabe zu Ende.

Die Widderkräfte sind sehr sehr stark, wenn wir uns das obige Horoskop anschauen. Zum einen natürlich die Sonne/Neumondkonstellation, dann Jupiter im Widder (lerne den Neuanfang zu lieben), Merkur im Widder (bringt uns die neuen Ideen), Mars/Uranus-Konjunktion im Widder (durchbrechende wilde Energien) und alles im 8. Haus, dem Haus der Wandlungen und der Konflikte. Da mutet es einen gut an, wenn Saturn im 2. Haus erhöht in der Waage steht, um diese Pferdeherde ein wenig zu zügeln.

Für uns heißt es, in dieser widdergeprägten Zeit zu versuchen: Erst denken, dann handeln. Angefangene Projekte zu Ende bringen. Gedankenlosigkeit und falschen Stolz vermeiden. Sich trotzdem einlassen auf das Neue, das uns begegnet. Und guten Mutes zu sein.

Grüße von Siri