Mittwoch, 28. Mai 2014

Stundenastrologische Frage zum 9. Haus

foto © siri
Rom … ich möchte nach Rom, der Flug ist gebucht, der Mietwagen reserviert, tolles Hotel ausgewählt. Ahh … Vorfreude umfängt mich schon eine ganze Weile. Im privaten Umfeld allerdings gibt es Irritationen, die darauf hinweisen, dass ich diese Reise eventuell nicht antreten kann. Eventuell, vielleicht, könnte … eine Situation, in der man dann doch gerne konkret in die Zukunft sehen können möchte. Also stelle ich spontan die stundenastrologische Frage "Werde ich die Romreise antreten?" Am 18. Mai um 13:01 in Karlsruhe. Ich selbst bin die Fragestellerin und Astrologin. Eine einfache Frage, eine einfache Antwort, die mir schwerfällt anzunehmen. Sie lautet NEIN.

Wie deutet man so eine stundenastrologische Frage? Der Aszendent steht in der Jungfrau und der Herrscher der Jungfrau ist Merkur. Dies ist der Fragesteller … also ich. Merkur steht in den Zwillingen im 10. Haus. Merkur steht in den Zwillingen stark, weil dominant, befindet sich aber schon in seiner Verlangsamungsphase (siehe letztes Posting). Das 10. Haus stellt bezogen auf die Frage den Wissensprofit für den Fragesteller der Reise dar. Also ich, der Fragesteller, fühle mich gut, freue mich und erwarte von der Reise einen Wissenszugewinn. Wie steht es nun mit der Reise selbst? Diese wird durch das 9. Haus dargestellt. Das 9. Haus steht für große Reisen. Das 3. Haus für kleine Reisen. Jetzt kann natürlich für einen Globetrotter oder einen Miles-and-More-Sammler dies eine kleine Reise sein. Also fragt man den Fragesteller, ob es für ihn eine große oder kleine Reise ist. Für mich ist es eine große Reise, zumal ich auf den mythologischen Spuren der alten Römer wandeln will. Und dann ist es IMMER eine große Reise, weil dies ein 9. Haus-Thema ist. Das 9. Haus steht im Widder und der Herrscher Mars in der Waage im 2. Haus. Jetzt wird es erstmal verzwickt. Der Mars in der Waage steht im Exil, also schwach, und im 2. Haus der Werte, was einen Wertverlust bedeuten könnte. An der Spitze des 9. Hauses steht aber die Wohltäterin Venus im Widder in Rezeption mit Mars, was ihn wieder stärkt. Fragezeichen über Fragezeichen. Erstmal dachte ich, dass die Reise doch mit Venus gut bestrahlt wird und in meinem üblichen Optimismus … "Ach, das wird schon".


Allerdings muss man noch schauen ob der Signifikator für den Fragesteller "MERKUR" mit dem Signifikator für die Reise "MARS" einen Aspekt bilden wird, und zwar bevor einer der Signifikatoren, in meinem Fall Merkur oder Mars das Zeichen verlassen, indem sie stehen. Merkur steht auf 19° Zwillinge und Mars auf 9°Waage . Merkur ist der schnellere Planet und wird, trotz seiner zu erwartenden Rückläufigkeit, keinen Aspekt mehr zu Mars bilden bevor er sein Zeichen Zwillinge verlässt und in den Krebs wechselt. Also heisst die Antwort NEIN. Dann schaute ich noch, ob Merkur einen Aspekt zur Venus bilden wird, die ja an der Spitze des 9. Hauses steht. Venus steht auf 17° und wird auf den allerletzten Drücker noch einen Aspekt, ein Sextil auf 29°23´mit Merkur bilden. Ein Hoffnungsschimmer??? Verunsichert habe ich einen stundenstrologischen Profi gefragt, wie ich all das nun zusammen bekomme, denn wir wissen ja ... die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Profi meint, Merkur und Mars werden keinen Aspekt bilden, und das ist ein eindeutiges NEIN. In der Stundenastrologie muss man sich sehr konzentrieren und nicht soviel herumdeuteln, wie wir psychologisch inspirierten Astrologen das gerne tun. Es ist ganz einfach, Mars und Merkur bilden keinen Aspekt, also "NEIN", ohne wenn und aber. 

Das Leben kann nur rückwärts verstanden, muß aber vorwärts gelebt werden. (Søren Kierkegaard)

Ganz kann ich die Hoffnung trotzdem nicht aufgeben. Werde also mit diesem Horoskop meine Erfahrungen machen und anschließend, je nachdem wie die Angelegenheit ausgeht, Euch berichten. Wir können ja nur lernen. Ich habe übrigens das sabische Symbol für Merkur in der Frage herausgesucht "Ein großes, altes Buch offenbart traditionelle Weisheit". Lernen werde ich also auf jeden Fall. Reise ich,  begegne ich den Mythen ... reise ich nicht, lerne ich über traditionelle Astrologie. Ein Zugewinn ist es immer. 

Herzliche Grüße von Siri


PS: Mein Lieblingsnachschlagewerk in Sachen Stundenastrologie ist "Die wahre Stundenastrologie. Das Lehrbuch. John Frawley"


NACHTRAG: Heute, am 10. Juni, ist die Frage nun geklärt. Ich fahre tatsächlich nicht nach Rom, weil die Freundin, mit der ich reisen wollte, schwerwiegende familiäre Angelegenheiten zu regeln hat. Erst überlegte ich, allein zu reisen. Aber jemand wie ich, der Mars und Venus in der Waage hat, reist lieber mit einem angenehmen Mitmenschen. Und da kam freiwillig der junge Schütze auf den Plan, der nun doch nichts in den Pfingstferien vorhat und "ganz Schütze", Lust auf die Ferne hat. Da reist er sogar mit seiner *steinalten* Mutter. Aber es ist Mailand, wohin es ihn zieht, und ich liebe Italien, egal wo. Also ... hat die Venus an der Spitze des 9. Hauses doch noch für mich gearbeitet. Immerhin reise ich in mein geliebtes Land mit meinem geliebten Sohn. 

Mittwoch, 21. Mai 2014

Merkurs Wege (8)

foto©siri Location Palermo-Sizilien
Merkur bereitet sich wieder auf seine nächste Rückläufigkeitsphase vor. Hier exklusiv für euch die Stationsdaten der aktuellen Merkurschleife:

(1)
23. Mai 2014: 25° Zwillinge. Eintritt in die Schleife. Hier passiert etwas Entscheidendes.  Schauen wir nach, welcher Konflikt uns heute am meisten beschäftigt hat. Dies ist ein Schlüsselthema für uns.
(2)
27. Mai 2014: 29° Zwillinge. Am Rotlicht ... dies ist ein kritischer Grad. Hier verbrennt man sich evtl. die Finger.
(3) 
8. Juni 2014: 4° Krebs. Merkur wird stationär rückläufig. Dies ist der Punkt der Umkehr. Hier sollte man die Angelegenheiten prüfen, einen anderen Blickwinkel einnehmen, analysieren, den Sinn des Konfliktes erkennen lernen.
(4)
20. Juni 2014: 29° Zwillinge. Merkur begegnet rückläufig der Sonne. Hier muss man jetzt langsam die Angelegenheiten bearbeitet haben. Man wird womöglich von der Vergangenheit eingeholt, verteidigt sich, hat Stress.
(5)
2. Juli 2014: 25° Zwillinge. Merkur wird direktläufig und ist wieder am Eingang der Schleife angekommen, der nun zum Ausgang wird. Man erkennt die Ausgangslage, wertet aus und orientiert sich neu.
(6) 
11. Juli 2014: 29° Zwillinge. Auf diesem Grad erinnert Merkur die Sonnenkonjunktion rückblickend. Erinnerung an alte Wunden, die letzten Wehen einer Angelegenheit.
(7)
16. Juli 2014. Neuanfang, Öffnung, Neuland betreten. 

Beim Eintritt in die Schleife steht Merkur auf 25° Zwillinge. Das sabische Symbol lautet: Ein Gärtner beschneidet große Palmen. Ein Symbol, das mehrschichtig gedeutet werden kann. Dane Rudhyar sieht den Intellekt des Menschen wie eine tropische Pflanze,  die dazu neigt, wild in alle Richtungen zu wuchern. Es bedarf des Zurechtstutzens durch den großen Gärtner. Der große Gärtner ist in dem Fall für mich ein Saturn- oder auch Chironprinzip. Damit der menschliche Intellekt gute Früchte trägt, bedarf es der Kultivierung durch Beschneidung, damit Kraft in die Triebe kommt. Ich mag Palmen total gerne. In meiner Phantasie bin ich in Sizilien, oder der Südsee … esse saftig süße Datteln oder erfrischende Kokosnüsse … Schattenspender in der milden Brise sonnengewärmter Luft, majestätisch schön, königlich und golden, Cannes … ihr merkt schon … ich bin schon wieder am träumen. Wäre wohl gerne jetzt in Cannes auf den Filmfestspielen. Also zurück zum Thema … damit wir prachtvolle geistige Palmen erschaffen, bedarf es der Überprüfung und Kultivierung. 

Mit Eintritt des Merkur in seine Rückläufigkeitsschleife findet sowieso eine Art intellektuelles Zurückrudern statt. In dieser Phase geht es nicht ums geistige Voranpreschen, sondern um Reflektion, Korrektur und Überprüfung. Alles, was wir in kommunikativen Zusammenhängen denken und tun, alles was mit Handeln und Geschäftsmäßigkeiten einhergeht, verlangsamt sich und sollte auf Fehlerquellen, gedankliche Fehleinschätzungen, Verzettelungen überprüft werden. Ins fruchtlose Nichts wuchernde Triebe sollten abgeschnitten werden … es geht um Effektivität, Konzentration der Kräfte, gebündeltes Handeln und Geduld. Die Früchte der Palmen sind großartig, voller Energie und in vielen Kulturen unersetzlich … erschaffen aus Sonne. Es ist für diesen Zyklus ein Merkur-Saturn-Chiron-Geschehen. Ein beherrschtes Denken und Handeln. Erst denken, dann handeln sagte mein Vater immer. Unnötige alte Zöpfe, alles was nichts bringt sollte gekappt werden, damit wir in den Himmel wachsen können. Wir sollten diese Arbeit in dieser Phase tun, bevor es andere für uns tun. Überprüfen wir unsere Worte, unsere Gedanken, unsere Emotionen auf Überflüssiges. Meistens reden wir zuviel, unsere Gedanken drehen sich im Kreis, immer dasselbe Rad. Halten wir diesen Kreislauf auf und klären wir unsere Realitäten, verschieben wir es nicht auf morgen, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche und unsere ganze Kraft. Mit dem Eintritt in die Schleife am 23. Mai und Austritt am 2. Juli 2014 befinden wir uns in diesem Prozess.

Der rückläufige Merkur beschreibt eine Zeit der Reflektion und Aufarbeitung. Er stürmt nicht nach vorne, sondern arbeitet das nicht Vollendete auf. Da sich die Schleife "von den Zwillingen in den Krebs" befindet, stehen wir an der Schwelle vom vielseitigen Interesse zur Herstellung von Resonanz. Was von dem, was wir alles kennengelernt haben, gehört zu uns? Konzentrieren wir uns auf das, was zu uns gehört, mit dem wir im Innen klingen, wo wir seelisch mit verbunden sind. Aus den vielen Erfahrungen und Gedanken das aussortieren und das nehmen was jeweils unseres ist, das wo das Bauchgefühl reagiert, ist das Richtige. Genau da sind wir richtig, der Rest kann abgeschnitten werden, und die ganze Kraft geht ins Zweifellose.

Herzliche Grüße sendet Euch Siri

Mittwoch, 14. Mai 2014

Ukrainische Gedanken

Heute war ich beim Friseur. Eine neue Mitarbeiterin, jung, sympathisch und mit russischem Unterton in der Sprache. "Wo kommen Sie denn her?" frage ich, nachdem wir ausgiebig Haare besprochen haben. Ihr Blick wird sehr ernst … "aus der Ukraine." Und sie fängt an zu erzählen, kann nicht mehr aufhören. Ihre ganze Familie ist dort und sie ist wegen ihres Mannes seit sechs Jahren hier. Niemals hätte sie gedacht, dass Krieg in die Nähe von Realität kommen könnte. "Wissen Sie, wir haben nicht mal eine Krankenversicherung, die Lebenskosten steigen ununterbrochen, die jungen Leute haben keine Arbeit". "Was meinen sie wie es weitergeht?" frage ich. "Es ist egal", meint sie, "Hauptsache es gibt keinen Krieg". "Und Obama, der die alte Feindschaft wieder aufleben lässt, wir sind so enttäuscht". Sie ist blass geworden vor Sorge. "Die Spaltung von Ost- und Westukraine, das kann doch nicht funktionieren. Im Osten sitzt das Geld, die Industrie und im Westen sind nur Bauern, wovon sollen die denn dann leben?". Meine Haare sind inzwischen ab, sonderbar geföhnt, sie war wohl nicht ganz bei der Sache, ich sehe irgendwie uranisch aus … ich verstehe, zahle und gehe. Ich erinnere mich an meine Mutter, die in Schlesien geboren ist und als junges Mädchen davon träumte, Gutssekretärin zu werden in der Ukraine. Ihre Ukraine der Träume war ein reiches Land, mit Feldern voller Sonnenblumen und Getreide, soweit das Auge reicht. Ein Paradies. Aber alles ist anders geworden.

Astrologisch wurde bereits ausführlich berichtet über den Ukraine-Konflikt. Sehr gut HIER von Claude Weiss bei Astrologie-Heute. Aber die Sorge der jungen Frau hat mich ganz anders berührt, so sehr persönlich. Es sind die Menschen, das Volk, sie wünschen sich Frieden, eine Krankenversicherung, Arbeit, dass sie mit ihren Familien würdig leben können. Mehr nicht und doch ist es alles und alles so schwer, wenn alte Mächte ringen.


Es gibt zwei Horoskope der Ukraine. Das erste Horoskop der Ukraine vom 22.1.1918, Kharkov, Quelle: Campion, Buch der Welthoroskope. Seit dem Mittelalter wurde die Ukraine von Polen, Litauen, Russland und der Türkei regiert. Nach der russischen Revolution im Frühjahr 1917 entwickelte sich eine nationalistische Bewegung, doch der Weg zur völligen Unabhängigkeit war beschwerlich. Am 22. Januar 1918 erklärte das ukrainische Parlament die Unabhängigkeit.


Ukraine, 22.1.1918, Kharkov

Ukraine, 24.8.1991, 17:59, Kiew
Als zweites Horoskop gilt aktuell die Unabhängigkeitserklärung der Ukraine am 24.8.1991 um 17:59 in Kiew … nach der Auflösung der Sowjetunion. Im ersten Horoskop steht bereits die Entfaltungsenergie der Sonne im Wassermann, der Unabhängigkeitsenergie. Mit dem zweiten Horoskop von 1991, steht der Aszendent und der Mond im Wassermann. Das Volk, der Mond, möchte frei, selbstbestimmt und unabhängig sein und bringt entsprechend revolutionäre Bereitschaft mit. Mit Saturn in Aszendentennähe wirken die konservativen und alten Kräfte deutlich hemmend auf die Unabhängigkeitsbestrebungen ein. Trotzdem will ein Wassermannaszendent entfaltet werden. Im Wassermann geht es im höheren Sinn um die Entfaltung von Brüderlichkeit. Es wäre schön, wenn es diesem Land gelingen würde hier etwas Neues zu vollbringen. Das sabische Symbol des Aszendenten auf 7° Wassermann lautet: Ein Kind wird aus einem Ei geboren. Es geht tatsächlich um etwas Neues. Vielleicht überwindet man in der Ukraine irgendwann die alten Weltbilder der Trennung von Ost und West, die so gerne in gut und böse eingeteilt werden. Wie immer bin ich jemand, der voller Hoffnung ist. Auch wenn solchen Prozessen oft etwas vorausgeht, das zerstörerisch ist. Welche Heldentat muss hier vollbracht werden?
Der Mythos und die Heldentat des Herakles in seiner Zuordnung zum Wassermann ist: Die Säuberung des Augiastalls. All der Mist der Vergangenheit, der alten Denkmuster, alten Strukturen und Verwicklungen, all das muss mit einem Akt der intelligenten Umleitung eines Flusses hinfortgespült werden. Hier nochmal zur Erinnerung der Herakles-Mythos zum Wassermann:

Die Aufgabe des Herakles bestand darin, einen Viehstall auszumisten, indem sich der Mist und Dreck vieler Jahre angesammelt hatte. Der Besitzer des Stalls - König Augia - hatte sich nie um seine riesige Viehherde gekümmert. Herakles sollte die Aufgabe an einem Tag, zwischen Sonnenaufgang und -untergang erledigen. Eigentlich unmöglich für Herakles, dies mit den herkömmlichen Mitteln zu erreichen. Aber ... er hatte eine geniale Idee: er brach den Stall an beiden Enden auf und leitete einen vorbeifließenden Fluss durch den Stall. Das durchströmende Wasser trug den Mist fort und die Arbeit war schon gegen Mittag erledigt. 

Wir wissen nicht, wie diese Arbeit in der Ukraine aussehen wird. Und wenn ich an Viktoria denke, die nette Friseurin aus der Ukraine, dann hoffe ich sehr, dass es einen menschlichen und brüderlichen Weg geben wird, für uns alle.

Herzliche Grüße von Siri

Dienstag, 6. Mai 2014

Putin der Bildhauer

Liebe Leser des Astro-Salons,

heute darf ich Euch einen weiteren Gastbeitrag präsentieren. Cornelia Kaul, befreundete Astrologin und Friend des Salons aus Karlsruhe, hat sich im Rahmen unserer monatlich stattfinden astrologischen Montagsgespräche, Gedanken zur aktuellen Marsaktivierung von Wladimir Putin gemacht. Enjoy oder auf gut russisch Naslazhdat'sya (hoffentlich stimmt das *grins*)

Herzliche Grüße von Siri


Vladimir Putin, geboren am 7.10.1952, 6:30 (UT) in St. Peterburg
Wladimir Putin, der rückläufige Mars und die Sabischen Symbole
In Vorbereitung auf unsere monatlich stattfindenden astrologischen Montagsgepräche (dieses Mal zum Thema „Bildhafte Horoskopdeutung“) habe ich nach einem Promi-Beispiel für die Deutung und Interpretation der Sabischen Symbole gesucht. Dabei bin ich, aus aktuellem Anlass in Hinsicht auf die Krise in der Ukraine, auf das Horoskop von Wladimir Putin gestoßen.

Mars bewegt sich durch seine Rückläufigkeit von Dezember 2013 bis Ende Juli 2014 durch das Waage-Zeichen und aspektiert damit 3 Mal Radixplaneten von W. Putin (Sonne/Saturn, Merkur/Neptun in Waage) sowie Uranus, Pluto, Mars und die Mondknoten-Achse. Damit sind fast alle Radix-Planeten von Putin über ca. 8 Monate hinweg aktiviert.

Da es der Planet Mars ist, der im wahrsten Sinne des Wortes, hier alles mobilisiert und in Kampfbereitschaft versetzt, habe ich mir das Sabische Symbol zum Mars aus dem Geburtshoroskop von Wladimir Putin angesehen. Putin hat seinen Mars auf 26°31 Schütze. Da bei der Anwendung der Sabischen Symbole immer auf die nächste Gradzahl aufgerundet wird, haben wir bei Putin das Symbol von 27 ° Schütze: „Ein Bildhauer bei der Arbeit“ – Bei diesem Symbol geht es um die Fähigkeit des Menschen, seinen Vorstellungen und Visionen durch die Gestaltung von Materie Ausdruck zu verleihen. Es geht um die Selbstprojektion in ein Werk. 


Was ist es nun, welchem Werk er seinen Vorstellungen und Visionen Gestalt verleihen will?  Putin hat viele Jahre bis 1990 als führender Politoffizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB in Dresden gelebt und gearbeitet. Mit vier Planeten im 12. Haus Sonne/Saturn, Merkur/ Neptun mit Sicherheit eine gute Konstellation, um hinter den Kulissen die Fäden zu ziehen und geheimdienstlichen Tätigkeiten nachzugehen. Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die friedliche Revolution in der damaligen DDR stellten für Putin ein traumatisches Erlebnis in Form von Macht- und Kontrollverlust dar, das ihn von heute auf morgen seiner individuellen Selbstverwirklichung und seiner Berufung beraubt hatte. Er ging zurück nach St. Petersburg und musste sich dort neu erfinden. Er schlug dann die uns bekannte politische Laufbahn ein und wollte es nie wieder so weit kommen lassen, solch einen Macht- und Kontrollverlust hinnehmen zu müssen.  Durch den Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion und die Abspaltung einiger Sowjetrepubliken als nunmehr autonome Staaten, ist der Macht- und Einflussbereich seines Staates, den er diktatorisch als Alleinherrscher regiert, stark zurückgegangen. Putin’s Mars steht im 2. Radix-Haus im Trigon zu Pluto am MC. Man kann also davon ausgehen, dass er es als seine Berufung ansieht, seinen Werteanspruch (2. Haus) durch Machtausübung zu sichern. Wenn man nun das Sabische Symbol „Ein Bildhauer bei er Arbeit“ auf den Mars, und somit die Art zu handeln, von Putin überträgt, so kann man davon ausgehen, dass er Russland zu alter Macht und altem territorialem Zustand zurückführen will und er sich kämpferisch, jedoch sich selbst im Hintergrund haltend (12.Haus) dafür einsetzt, dass Russland unter seiner Führung wieder ein so mächtiges und einflussreiches Land wird, wie zu Zeiten der Sowjetunion.
Mars greift bei seiner Rückläufigkeit häufig Themen auf, die sich vor längerer Zeit ereignet haben und nun nochmals zu überdenken sind. Begonnen hatte die Krise in der Ukraine auf der Krim. Hierzu muss man wissen, dass die Krim bis zum Jahr 1954 fest zu Sowjetrussland gehörte. Erst Nikita Chruschtschow, der selbst seine Kindheit und Jugend in der Ukraine verbracht hat, überschrieb die Krim aus nationaler Loyalität der Ukraine.

Der rückläufige Mars in Waage könnte nun also Wladimir Putin dazu veranlassen, Russland zu altem Glanz und in den Grenzen vor 1990 zu verhelfen und damit den Macht- und Einflussbereich Russlands wieder neu zu definieren. Politische Beobachter schließen nicht aus, dass seine Hand auch nach der restlichen Ukraine und den baltischen Staaten (Estland, Lettland usw.) greifen wird, um sie Russland wieder zuzuführen.

Saturn wird im Herbst Putin’s Pluto am MC und seine Mondknoten-Achse im Quadrat aspektieren. Schauen wir mal, was dann die Konsequenzen seines derzeitigen Handelns sein werden. Lassen wir uns überraschen, welches Werk „Der Bildhauer“ dann der Weltöffentlichkeit als seine Vorstellung und Vision von sich präsentiert.

Cornelia Kaul, Astrologin aus Karlsruhe