Mittwoch, 21. Dezember 2016

Im Wendekreis des Steinbocks


Das Horoskop der Wintersonnenwende (dann wenn die Sonne in den Steinbock wandert) ist ein Horoskop mit dem kosmischen Auftrag für das nächste halbe Jahr, das seinen Höhepunkt in der Sommersonnenwende findet. Insofern ist es ein interessanter Blick in das nächste Jahr 2017. Mit all den Herausforderungen der Zeit schaut man doch immer wieder mit Besorgnis in die Zukunft. Auch der Astrologe. Doch alles hat immer zwei Seiten. Allem wohnt ein Anfang und ein Ende inne.

Mit einem Fischaszendent, der zudem Neptun am Aszendenten hat, können wir von einem Fischeauftrag ausgehen, einem Fischeweg. Fische ist als Zeichen dem Wasser zugeordnet und ist ein endendes Zeichen, dort findet alles seine Vollendung. In den Fischen ist alles mit allem verbunden. Fische ist das Meer, aus dem alles kommt. Für die Christen unter uns, ist Fische das Zeichen von Nächstenliebe und Mitgefühl. In den Fischen weiß man, dass alles eins ist, alles untrennbar miteinander verbunden, sowie wir durch alle Weltmeere miteinander verbunden sind. Da kann sich einer auf seiner britischen Insel nicht abtrennen, auch ihn umspült das gleiche Meer, das in Fukushima mit Radioaktivität durchdrungen ist,  sowie mit Plastik von allen Erdteilen, das im Meer neue Inseln bildet. Plastik, der sich in den Fischen wiederfindet, und sich in Form von „Fish and Chips“ als Kreislauf in uns vollendet.

Mit einem Fischeauftrag wird uns all das vielleicht endlich mal klarer, auch den Mächtigen, die den Weg des Saturn gehen. Saturn steht am MC. Es ist eine Zeit der Auflösung, die ganz natürlich eine Wirkung der Vergangenheit ist. Mit Saturn wehren wir uns vehement. Bauen Dämme, Zäune, Mauern, Grenzen. Doch auf Dauer werden diese Dämme nicht halten. Das Meer der Fische ist stärker. Der Herr der Fische ist Neptun/Poseidon. Er herrscht über das Meer und die Erde und wird in der griechischen Mythologie der Erderschütterer genannt. Die Menschen strömen aus Afrika und Kriegsgebieten über das Meer und Land nach Europa und erschüttern es weiterhin tief. Wie gehen wir mit dem all dem um? Sind wir bereit, Teil des Stromes zu werden, die Welle zu reiten, oder bauen wir Dämme? Die andere Seite der Fische ist, dass sich uns neue Träume auftun können, die das Ganze miteinbeziehen. Der Traum von Mitgefühl und Zusammengehörigkeit, wir schwimmen alle im selben Meer. Die einen sind Sardinen, die anderen Haie. Ich persönlich bin, so glaube ich, einer kleiner kurioser Fisch, der sitzt gerne in seinem Korallenriff und schaut, staunt und schreibt, ohne zu merken, dass sein Riff am absterben ist. Aber macht nichts, solange es hält. Andere sind unterwegs in einem Schwarm und tun sich zusammen, für dieses und jenes. Andere sind Delphine und versuchen zu retten, was zu retten ist. Andere sind Haie und versuchen zu fressen, was es zu fressen gibt. Es wird neue Ideen geben, die aus der Vernetzung entstehen. Die Möglichkeiten des Internets sind vom Einzelnen als Chance zu verstehen, die neuen Möglichkeiten des Teilens, Sharens und Verbindens. Wir sollten es nutzen und uns nicht in Angst und Panik versetzen lassen. Wir können schwimmen und wir können lieben.

Mit Jupiter in der Waage im 7. Haus wächst die Bereitschaft einander anzuerkennen. Ich hoffe es sehr. Lieber guter Jupiter, mach was draus.

Mit einem Text* aus einem Buch „Eine Frage der Würde“ von Gianrico Carofiglio , das ich momentan lese, wünsche ich Euch alles Gute.

Eure Siri

*„In Wahrheit lässt sich die Zeit nicht in Form von Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren messen. Die wahre Maßeinheit der Zeit besteht aus unerwarteten Ereignissen, die alles verändern und die Dir deutlich machen, dass viele Dinge vorher passiert sind, die Du nicht bemerkt hast, und die Du hättest bemerken sollen, während viele andere Dinge, die Du für selbstverständlich gehalten hast, nie mehr geschehen werden“.