Mittwoch, 28. November 2012

Merkurberg


Aussicht vom Merkurberg bei Baden-Baden foto©siri
Manchmal … wenn es klein und eng wird im Leben und uns der Alltag bedrückt … dann tut es gut in die Weite zu schauen … auf einem Berg zu sitzen und in die Ferne zu blicken … am Meer spazieren zu gehen und den Rhythmus des Meeres zu spüren mit Blick auf den Horizont, den Wind um die Nase … und auf einmal weitet es sich im Kopf und Herzen und die Alltagsprobleme erscheinen einem doch bewältigbar … wir lüften den Geist und es wird ein wenig stiller. Da ich nicht am Meer wohne brauche ich einen Berg … mein Berg ist der Merkurberg, der Hausberg von Baden-Baden … mein Lieblingsberg und bei schönem Wetter auch der von vielen anderen. Man kann hochlaufen oder mit dem Bähnle fahren … ist man oben, schaut man auf die Rheinebene und hinüber nach Frankreich während die Gleitschirmflieger die Chance der guten Winde nutzen … oft befindet man sich über dem Dunst der Rheinebene und sitzt in der Sonne, wenn andere unten im Tal im Nebel hocken. Im Novembergrau eine sehr empfehlenswerte Maßnahme gegen Herbstdepression. Da in meinem Horoskop Merkur mein Geburtsherrscher ist, liegt mir der Merkurberg schon deswegen am Herzen. 

Karlsruhe Landesmuseum, römisches Relief,
Merkurstein vom Merkurberg bei Baden-Baden
Der Merkurberg hat seinen Namen von den Römern erhalten. Man findet dort eine Tafel mit folgendem Text: Merkur (Mercurius) altrömischer Gott des Handels, des Gewerbes und des Zufalls, dem von den Römern auf dem Gipfel dieses Berges ein Stein geweiht wurde. Der Merkurstein ist seit dem 16. Jahrhundert bezeugt. Außerdem soll er hier mit anderen Götterkollegen mit großen Steinen gewürfelt haben im Sinne von "Merkurs Würfel sind gefallen". Um dem auch visuell Ausdruck zu verleihen, wurden dieses Jahr 5 riesige Würfel aus unterschiedlichem Steinmaterial aufgestellt um die  geologische Vielfalt der Region aufzuzeigen.  "By the way" … mir gefallen die Würfel nicht wirklich ... freue mich aber trotzdem über das Aufgreifen des Themas.
Seit gestern ist Merkur wieder direktläufig … jetzt gestalten sich die Dinge wieder etwas geschmeidiger und nach vorne orientiert. Merkur als Gott der Zufälle lehrt uns den Zufall ernst zu nehmen … immer steckt eine Gelegenheit, eine Möglichkeit , eine Botschaft der Götter, eine Chance darin … ergreifen wir sie. Es ist eine besondere Kunst den Wert im Zufall zu erkennen und macht das Leben ungeheuer reich … wenn die Würfel fallen … sind wir neugierig und spielen wir das Spiel des Lebens. Merkur sei mit uns.
Herzliche Grüße von Siri

Mittwoch, 21. November 2012

And the Oscar goes to ...



Derzeit brennt es … ihr erinnert euch an den Skorpionmond des letzten Postbeitrages mit der aggressiven Thematik des Jägers … und wir sehen ja wie schwer es ist, Frieden in Israel/Palästina zu erwirken … deshalb widme ich mich heute einer recht banalen Thematik … aber das muss auch mal sein: 
Dem Oscar … der wird nun bald, am 24. Februar 2013,  zum 85-igsten Mal vergeben. 85 Jahre bester Film … der Filmpreis mit der größten Strahlkraft weltweit.
Eigentlich heißt der Oscar "Academy Award of Merit" und wird jährlich durch die amerikanische "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" (AMPAS) in 30 Kategorien für die besten Filme des Vorjahres vergeben, hauptsächlich für amerikanische Filme. 
Der Filmpreis wurde in den 20-iger Jahren nur aus einem Grund ins Leben gerufen: man wollte der in der Krise befindlichen Filmindustrie Bedeutung einhauchen und den Erfolg ankurbeln … also eine geniale Marketingidee, die sich so durchgesetzt hat, dass die Oscarnacht 85 Jahre später weltweit ein Event darstellt. Filme, die nominiert werden, bringen Gewinn … und … da MUSS man ja reingehen. Mein erster oscargekrönter Film war "Vom Winde verweht". Mit 10 Oscars 1940 ausgezeichnet wurde er für mich noch 25 Jahre später zum Hit … hingeschmolzen sind meine Freundin und ich als 12-jährige Teenies, als Rhett seine Scarlett schnappte und über die rote Treppe hinauf ins Schlafzimmer schleppte. Mensch, so was wollten wir auch erleben. Als wir dann später erfuhren, dass der tolle Clarke Gable schwul war, waren wir nachträglich noch schwer enttäuscht … aber was solls, schön war´s … und die Filmwelt ist nunmal eine des neptunischen Scheins.
Wer eintauchen will in die Welt der Oscars kann dies nun in Frankfurt tun. Anlässlich der "85 Jahre Oscar" zeigt das "Deutsche Filmmuseum Frankfurt" eine Ausstellung vom 14. November 2012 bis 28. April 2013  unter dem Titel "And the Oscar goes to …." Näheres siehe HIER
Am 16. Mai 1929 fand die erste Oscarverleihung statt … bester Schauspieler war damals der deutsche Schauspieler "Ernst Jannings" … damals blühte die deutsche Filmkunst vom Feinsten.  Kann man den Oscarerfolg auch im Horoskop sehen? JA  ... kann man … da freut sich die Astrologin. 
Erste Oscarverleihung am 16. 5. 1929, 20 Uhr,  LA/USA
Die Sonne im Stier zeigt uns schon mal, dass es um die Kunst und deren Verwirklichung geht … in Konjunktion mit Jupiter … dem Wohltäter und Förderer und dem großen Glück zugeordnet … sehr gut aspektiert. Im Quadrat zu Neptun, dem Illusionsplaneten und dem Glückspunkt ist die schöne Scheinwelt der Filmkunst gut dargestellt. Gradgenau auf Neptun steht der Fixstern Regulus und gradgenau auf der Sonne Algol. Fixsterne, die so genau stehen, adeln das Projekt. Ob man wohl damals bei der Terminwahl einen Astrologen zu Rate gezogen hat?

Regulus … Cor Leonis … das Herz des Löwen, ist der hellste Stern im Sternbild Löwe. Er ist der Inbegriff des Löwen, das löwigste vom Löwen. Dieser Fixstern ist sehr vielversprechend für materiellen Erfolg … er bringt nicht unbedingt Glück, aber Erfolg. Und in einer Oscarnacht geht es um die Löwen auf der Bühne, die Schauspieler die sich feiern lassen, bewundert werden, eine ganze Löwebranche feiert sich das es kracht. Mit den tollsten Dekolletés, den schönsten Freudentränen, dem größten Applaus, den größten Lobhudeleien, den tollsten Dankesreden und der größten Ehre. 

Algol allerdings … Medusas Kopf … gilt als der unglücklichste unter den Sternen, steht er doch fürs "Kopfverlieren". Des einen Glück ist des anderen Unglück. Alle, die den Oscar erhofft und nicht bekommen haben, die ihre Tränen still weinen und versteinert in ihren Sesseln sitzen. Ja wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Da Algol im Stier steht hat er aber trotzdem viel Würde … trage es mit Würde, würden wir dem Verlierer sagen.
Und nun ... mein herzlichster Gruß goes  ... to YOU. 
Siri

Mittwoch, 14. November 2012

Novemberneumond


Am 13. November 2012  … sprich gestern … war wieder Neumond. Und diesmal mit der besonderen Spezialität einer Sonnenfinsternis … diese war allerdings nur bei unseren Freunden Down-Under zu sehen. Ein Neumond beschreibt eine neue Entwicklungsphase, die durch die Sonnenfinsternis eine größere und stärkere Bedeutung bekommt. 
Der Neumond ist im Skorpion auf 22° … im 4. Haus, der inneren Angelegenheiten angesiedelt. Das sabische Symbol lautet: Jäger schießen Wildenten. Schlüssel: Die gesellschaftlich anerkannte Äußerung aggressiver Instinkte eines einzelnen oder einer Gruppe. Es geht also um anerkannte Möglichkeiten Druck abzulassen … wie zum Beispiel Demonstrationen und Streiks und Krieg. Jagen war schon immer eine anerkannte Form, töten zu dürfen. Zum einen dient Jagen der Nahrungsbeschaffung, zum anderen aber auch einem archaischen Trieb in uns. Es könnte eine nicht ungefährliche Zeit werden … kommt ganz drauf an, ob wir die Wildente oder der Jäger sind. Wir befinden uns in einer Zeit großer Unruhen … weltweit. Dieser Neumond eröffnet sozusagen die Jagdsaison … und zwar was Deutschland betrifft … im vierten Haus … dem Haus der Heimat, der inneren Angelegenheiten, der Identifikationen und Zugehörigkeiten … aber auch der Familie und des Grundeigentums. Deshalb muss man sich bei diesem Neumond folgende Fragen stellen … wie gehen wir mit unseren ausländischen Mitbürgern um? Die Tendenz zur Aggression gegenüber ihnen wächst. Wie gehen wir mit unserer Streitkultur um? Wie gehen wir mit unserem Fleischkonsum um?  Wir essen zuviel Fleisch und schaden damit unserer Umwelt. Wie verhalten wir uns gegenüber unserer Heimat und der Natur? Beschützen wir sie oder töten wir sie?
Neumond 13.11.2012, 23Uhr08, Karlsruhe
Für den Einzelnen könnten diese speziellen Skorpionzeiten auch Zeiten der inneren Einkehr bedeuten … wir beschäftigen uns mit unseren Gefühlen und mit dem was zu uns gehört. Womöglich sollten wir aufpassen wie wir mit Reibung und Konflikten umgehen … bezogen auf Familienthemen und mit allem was zu uns gehört. Beschützen wir es. 
Bildmotiv von Ernst Ferdinand Oehme: Prozession im Nebel 1828
Wer sich mit den dunklen Seiten des Menschseins beschäftigen mag, dem kann ich die Ausstellung "Schwarze Romantik", die bis 20. 1. 2013 im Städel Museum Frankfurt zu sehen ist, ans Herz legen. Eine großartige Ausstellung, die uns das Abgründige im Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise zeigt.
Hier ein Auszug aus dem Ausstellungskatalog: Kennzeichen romantischer Kunst und Literatur sind unerfüllte Sehnsucht, leidenschaftliche Hingabe und ein universeller poetischer Ansatz, der dem Visionären, Irrationalen und Erhabenen Raum gibt. Symbolische Maler wie Arnold Böcklin, Franz von Stuck oder Carlos Schwabe setzten in der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts einem zunehmend naturwissenschaftlich-technisch geprägten Weltbild die von der Romantik entdeckte Nachtseite des Lebens entgegen. Die Surrealisten verleihen diesem Aspekt nach dem ersten Weltkrieg eine neue ästhetische Dimension, indem sie Traum- und Rauscherlebnisse zu Quellen künstlerischen Schaffens machten. Die fantastisch-beunruhigenden Bildwelten eines Max Ernst, René Magritte oder Salvador Dalí beschworen den Geist der "schwarzen Romantik". 
Alle … die den Skorpion in sich nähren wollen … werden diese exzellente Ausstellung genießen. Nach drei Stunden in den dunkel inszenierten Räumen der Sonderausstellung im Städel bin ich nach großem Kunstgenuss aber auch gerne wieder ins Taggeschehen eines Cafés eingetaucht … ein leichter Grusel noch im Nacken … ach, wie gut schmeckt doch so ein intensiver schwarzer Espresso ... und das Leben ist so schön.

Herzliche Novembergrüße von Siri 

Mittwoch, 7. November 2012

4 MORE YEARS … YES HE CAN


Heute kann es ja nur ein Thema geben … Obama hat gesiegt und sein Amt verteidigt. Um 5Uhr17 twitterte er seinen Sieg im Netz. Die astrologischen Kollegen im Netz … die sich im Vorfeld versiert mit der Prognose über den Wahlausgang auseinandersetzten … hatten  … wenn auch vorsichtig … den Sieg als Tendenz in Richtung Obama gedeutet. Einen Kollegen möchte ich hier hervorheben … Olaf Staudt … Seine Deutung nachzulesen HIER 
Ich persönlich habe auch gehofft, dass Obama siegt … und habe mich richtig gefreut, dass er es geschafft hat. Wenn man bedenkt, dass die Bürger der USA sehr stark personenbezogen wählen, konnte ich mir einen anderen Wahlausgang fast nicht vorstellen. In seiner politischen Verkörperung wirkt er sehr modern, charismatisch, authentisch, mit einer Mission und Vision, familienfreundlich, supersympathisch, humorvoll, gutaussehend, vertrauenswürdig, souverän und menschlich. Wenn er all dies nicht verkörpern würde, hätte er die letzte Wahl schon nicht gewonnen. Mitt Romney hingegen wirkte in gewisser Hinsicht profillos, ungeschickt, zu anpassungsbereit in gewissen Phasen, glanzlos und altherkömmlich. Im Land der Ideale, der Helden und Träume, in dem JEDER sein Glück machen kann, wo Gute um Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfen und die Bösen besiegen … und die Guten immer die Amerikaner sind … lieben die Amerikaner einen, der das Potenzial zum Helden hat. So beschwört Obama in seiner Siegerrede auch den amerikanischen Traum … "Wir sind eine amerikanische Familie, die zusammen aufsteigt oder fällt, als eine Nation unter Gott" … "Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir leben in dem großartigsten Land der Welt" … "Egal, woran Du glaubst, wo Du herkommst, ob Du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen." 

In der Horoskopsynastrie USA-Obama sehen wir diese gegenseitige Liebe … USA liebt Obama und Obama liebt die USA … in der Venuskonstellation … Venus (Obama) Konjunktion Venus-Jupiter (USA).
Horoskop innen USA ... außen Obama
In den Zeiten der großen Herausforderungen will Obama den Worten Taten folgen lassen … was nach wie vor nicht leichter wird für ihn, da voraussichtlich die Republikaner weiterhin das Repräsentantenhaus dominieren. 
Horoskop innen USA ... außen die Transite vom 6.11.1012
Horoskopdaten USA 4.7.1776, 16Uhr50, Philadelphia PA (US)
Die Zeit der großen Herausforderungen für die USA spiegelt sich astrologisch im aktuellen Transit des Pluto im Steinbock. Im Durchlauf durch das Zeichen Steinbock wird Pluto die Sonne der USA als Opposition aspektieren. Da Pluto der Planet für grundlegende Veränderungen und Wandlungen ist, bedeutet dies für die Identität der USA Veränderungen auf vielen Ebenen. Mit vier Planeten im Krebs … Sonne, Venus, Merkur und Jupiter incl. des Glückspunktes … ist die USA ein Land mit großer Ichbezogenheit und Emotionalität, das Eigene will verwirklicht werden, die inneren Angelegenheiten sind von großer Bedeutung, empfindlich und auf das eigene Wohlergehen bedacht. All dies wird durch Pluto einer Wandlung unterzogen, der amerikanische Traum wird sich verändern und geprüft. Als dieser Aspekt das letzte Mal stattfand befand sich Amerika im Bürgerkrieg. Ein astrologischer Hinweis darauf, dass die Wandlungen im inneren stattfinden werden. Deshalb ein schwarzer Präsident. Oder wie man z.B. jetzt auch schon weiß, dass die USA die "eigenen" riesigen Rohstoffvorkommen (Pluto im Steinbock ... die Resourcen) im Sinne von Selbstversorgung in Zukunft nutzen will, um unabhängiger zu werden.
Es geht auch um Neubewertung von Beziehungen mit anderen Nationen … mit USA-Sonne im Beziehungsquadranten der USA … um eine Neufindung der eigenen Ideale in Bezug auf Auslandbeziehungen. Wir dürfen einiges erwarten und wahrscheinlich werden wir uns auf uns selbst beziehen müssen, weil der große Bruder sich zurückzieht und verstärkt nach innen und in seinen Westen nach China schaut. 
USA erlebt zudem …wenn Pluto das Zeichen im Steinbock durchlaufen hat … eine Plutowiederkehr, d.h. Transit-Pluto trifft auf Radix-Pluto. Abschluss eines 240 Jahre andauernden Prozesses und nun Neustart. Die Wandlungskräfte in den USA sind mächtig. Da bedarf es eines charismatischen Führers. Wir werden sehen, was Obama erreichen wird, der allein durch seine Hautfarbe schon viel im Bewusstsein der Amerikaner verändert hat. 
Herzliche Grüße von Siri 

Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden. Was wir können und möchten, stellt sich unserer Einbildungskraft außer uns und in der Zukunft dar. Wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im Stillen besitzen. So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausgreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliches. (Johann Wolfgang Goethe)