Mittwoch, 1. Oktober 2014

Veränderung

©Vladimir Kush
Liebe Freundinnen und Freunde der Astrologie,

der Astro-Salon stellt seine regelmäßigen Aktivitäten bis auf Weiteres ein. Zu viele Projekte beschäftigen mich derzeit. Es kann sein, dass ich nach Lust und Laune den einen oder anderen Gedanken hier mal wieder  poste, jedoch nicht mehr im wöchentlichen Mittwochsrhythmus. Insofern bleibt der Salon präsent und alle alten Postings sind weiterhin zugänglich. Ich bedanke mich sehr bei Euch fürs Lesen und das eine oder andere Feedback in den letzten Jahren. Es war richtig schön. DANKE.

Herzliche Grüsse Eure Siri

Mittwoch, 24. September 2014

Merkurs Wege (9)

Merkur - römischer Waffenschmuck
Merkur befindet sich bereits in seiner aktuellen Rückläufigkeitsphase. Hier die Stationsdaten:

14. September 2014:  17° Waage. Eintritt in die Schleife.
20. September 2014:  24° Waage. Am Rotlicht.
5. Oktober 2014:        3° Skorpion. Merkur wird stationär rückläufig.
16. Oktober 2014:      24° Waage. Merkur begegnet rückläufig der 

                                 Sonne.
26. Oktober 2014:      17° Waage. Merkur wird direktläufig.
4. November 2014:     24° Waage. Erinnerung an die 

                                 Sonnenkonjunktion.
10. November 2014:   3° Skorpion Neuanfang.


Beim Eintritt in die Schleife steht Merkur auf 17° Waage. Das sabische Symbol lautet: Ein pensionierter Kapitän beobachtet, wie Schiffe in den Hafen ein- und auslaufen. Ein Symbol, das mehrschichtig gedeutet werden kann. Es geht um das Beobachten. Ein pensionierter Kapitän ist ein erfahrener Mann, der sein Schiff durch die Meere navigiert hat, der viele Stürme überlebt, der gute und schlechte Erfahrungen gemacht hat, der Verantwortung für seine Besatzung, seine Gäste, seine Frachten, sein Schiff hatte. Im übertragenen Sinne ist es unser Lebensschiff, dessen Kapitän wir sind. Unsere Egoanteile sind unsere Besatzung, unsere Beziehungen sind unsere Gäste und unsere Erfolge sind unsere Fracht. Wir alle sind unterwegs auf dem Meer des Lebens, ein großes Auf und Ab, mal ankern wir, mal befinden wir uns im Sturm, mal denken wir, dass man das unmöglich überleben kann ... die Egomannschaft meutert, wir drohen unterzugehen. Und dann schaffen wir es doch, einen neuen Hafen anzusteuern, neue Länder zu entdecken, in Sicherheit zu sein und zu lieben. Im Zusammenhang mit der Merkurschleife, in der Merkur von der Waage in den Skorpion und wieder in die Waage wandert, sind es die Themen der Beziehungen und die Prüfungen der Beziehungen, die wir als erfahrener Kapitän beobachten und reflektieren können. Wir wissen im Grunde Bescheid ... wir können unser Ego beobachten. Wie ein Meditierender beobachten wir unseren Geist und unser Ego, unsere unermüdlichen Gedanken. Wir können diese Zeit nutzen, mit pensioniertem Abstand unsere Beziehungen zu prüfen und unser Ego zu beobachten. Wir sehen wie die Schiffe kommen und gehen, wir entdecken unsere gefühlsmäßigen Reaktionen auf all das, wir bemerken, dass alles nur ein ewiges Gemache ist. Ein hin und her von Besitzenwollen und Loslassen, von gelobt, bewundert und geliebt werden wollen, von Neid und Eifersucht, von Hingezogen- und Abgestoßensein, von Verletzen und Verletztwerden, von Kampf und Sieg. Der pensionierte erfahrene Kapitän hat seine psychischen Stürme wirklich überwunden, er hat den ruhigen Geist jenseits von Kampf und Sieg gefunden. Es ist eine Zeit der Reflektion, des Beobachtens der eigenen Egoanteile ... des Verstehens. Alles ist in Ordnung, wir verstehen alles, wir umarmen unser Ego, es ist wie es ist. Der Ego-Wille kann in jedem Alter "in Pension" gehen.


Mit dem Eintritt in die Schleife am 14. September und Austritt am 10. November befinden wir uns in diesem Prozess.

Der rückläufige Merkur beschreibt immer eine Zeit der Reflektion und Aufarbeitung. Er stürmt nicht nach vorne, sondern arbeitet das nicht Vollendete auf. Da sich die Schleife "von der Waage in den Skorpion" befindet, stehen wir an der Schwelle von der Liebe zur Reibung. Mächtige Egokräfte reiben sich hier auf. Im Sinne des Kapitäns können wir nun üben, weiser und verständnisvoller, liebevoller und zugewandter zu sein. Den Anderen zu nehmen wir er ist, und dem anderen sein Anderssein zu verzeihen. Beruhigen wir uns, beruhigen wir unser Ego, beobachten wir. 



Herzlich herbstliche Grüße sendet Euch Siri

Mittwoch, 17. September 2014

Ich und Du, Müllers Kuh ...

Bild©Siri
Solange Du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist Du weitab vom Weg der Weisheit. (aus China) ... lautet mein heutiger Spruch auf dem Kalenderblatt. Den Kalender hat mir mein Patenkind, der junge Widder, geschenkt, weil er mich für weise hält. Natürlich bin ich das nicht, aber ist ja schon mal gut, wenn man von anderen ab und zu für weise gehalten wird. Mir gefällt der Spruch sehr gut, steckt doch soviel von unserem Leid darin. Alles Beziehungsleid ... weil wir den Anderen nicht so nehmen können wie er ist, weil wir ihn anders haben wollen, weil wir uns ein Traumbild von ihm geschaffen haben ... weil er so sein soll, wie wir uns das vorstellen ... weil er uns nervt, nicht das tut was wir von ihm erwarten und, und, und.  Das, was uns begegnet,  prüft uns oft schwer. Der Andere ist wie er ist und nicht wie wir dachten, dass er wäre. Dumm gelaufen. Dem Anderen sein Anderssein verzeihen. Nicht nur respektieren, was ja schon ein Riesenschritt ist, nein … verzeihen. Dann können wir auch uns verzeihen, dass wir sind wie wir sind. Das ist der Schlüssel, dann ist es keine Arbeit mehr, sondern ein liebendes Hinschauen und Annehmen. Ganz großes Kino.
Im Horoskop wird dieses Andere, das uns begegnet durch den dritten Quadranten repräsentiert. Insbesondere durch das 7. Haus. Die Thematik dieses Hauses zeigt uns an, was uns anzieht. Aber auch, wenn die Phase des uneingeschränkten Angezogenseins vorbei ist, wie wir uns an diesem Prinzip sehr sehr reiben können, verzweifeln können und letztendlich nur üben können, dem Anderen, sein Anderssein zu verzeihen.


Da ich gerade mal wieder am Aufräumen bin (Jungfrau-Aszendent) finde ich eine Tabelle als wunderbare Anregung von Nicolas Klein aus der "Astrologie heute" von 1994 (jaaa … ich hebe Sachen 20 Jahre lang auf … mindestens) zum Thema "Verträglichkeiten der 12 Tierkreiszeichen-Grundenergien untereinander". 


Widder
Widder begegnet Widder: Der Leistungswettbewerb.
… Stier: Reiz und Beharrlichkeit
… Zwillinge: Pfadfinderromantik: Tat und Information.
... Krebs: Die Schwangere im Ferrari, Impuls und Reaktion.
... Löwe: Der Ritter des Königs. Wille und Ausstrahlung.
... Jungfrau: Das kalkulierte Risiko. Leistung und Ökonomie.
... Waage: Kampfkunst. Krieg und Frieden.
… Skorpion: Aktion bis zur Erschöpfung.
… Schütze: Der heilige Krieg.
… Steinbock: Hammer und Amboss. Geregelte Kraft.
… Wassermann: Der Testpilot. Tat und Idee.
… Fische: Eingreifen oder geschehen lassen. Täter und Opfer.


Stier:
Stier begegnet Stier: Dein oder mein?
... Zwillinge: Ruhe und Bewegung. Besitz und Handel.
... Krebs: Trautes Heim. Glück zu zwein. Speis und Trank.
... Löwe: Satter Prunk.
... Jungfrau: Genuss und Kalkül. Revier und Sicherung.
... Waage: Oper und Vernissage. Brauchtum und Ästhetik.
... Skorpion: Diesseits und Jenseits.
... Schütze: Revier und Weite. Bodenständigkeit und Fernweh. 
... Steinbock: Recht muss Recht bleiben. Was lange währt wird endlich gut.
... Wassermann: Das Ufo in Kleindingharting. Tradition und Fortschritt.
... Fische: der Regenbogen über den Hügeln. Bacchus und die Elfe.

Zwillinge:
Zwillinge begegnet Zwillinge: Die Zeitungsredaktion. Abteilung Klatsch.
... Krebs: Intellekt und Gefühl.
... Löwe: Der Kurier des Zaren.
... Jungfrau: Journalist und Wissenschaftler.
... Waage: Konversation und Diplomatie.
... Skorpion: Neugier und Tabu.
... Schütze: Relativität und Wertung. Bildung und Weisheit.  
... Steinbock: Vermittlung und Standpunkt.
... Wassermann: Neugier und Erfindungsgeist.
... Fische: In den Zeilen und zwischen den Zeilen. 

Krebs:
Krebs begegnet Krebs: Im Rückwärtsgang durch das Leben. Die Großfamilie.
... Löwe: Der Herrscher und sein Volk.
... Jungfrau: Brutpflege mit System.
... Waage: Scham und Charme.
... Skorpion: Das kleine Mädchen und der Tod.
... Schütze: Heimweh und Fernweh.
... Steinbock: Kindheit und Alter. Wandel und Ewigkeit. 
... Wassermann: Emotion und Esprit. Geborgenheit und Freiheit. 
... Fische: Stilleben. Teich mit Nymphe. Lyrische Gefühle.

Löwe:
Löwe begegnet Löwe: Wer ist der oder die Größte im ganzen Land.
... Jungfrau: Herr und Diener. 
... Waage: Ausdruck und Ästhetik.
... Skorpion: Direktheit und Indirektheit. Macht und Magie.
... Schütze: König und Priester. Großmäuler unter sich.
... Steinbock: Pracht und Kargheit. Kraft und Ausdauer.
... Wassermann: Zentrum und Peripherie. Der Narr am Königshof.
... Fische: Der Regenbogen. Show und Tarnung.

Jungfrau:
Jungfrau begegnet Jungfrau: Bescheidwisser unter sich. 
... Waage: Zweckmäßigkeit und Ästhetik. Pädagogik und Künstlertum.
... Skorpion: Die Gouvernante und der Rocker. Hygiene und Fäulnis.
... Schütze: Kleinkariert und großkariert. Wissenschaft und Religion.
... Steinbock: Wer Ordnung hält, hat mehr vom Leben. Skepsis und Widerstand.
... Wassermann: Anpassung und Exzentrizität. Restauration und Erneuerung.
... Fische: Prosa und Lyrik. Vernunft und Intuition.

Waage:
Waage begegnet Waage: Wer ist die oder der Schönste im Land?
... Skorpion: Morbide Ästhetik. Kompromiss und Exzess.
... Schütze: Die heile Welt. Diplomatie und Toleranz.
... Steinbock: Die Eisblume. Kunst auf dem Reissbrett. 
... Wassermann: Vernissage mit Feuerwerk. Beziehung zu dritt.
... Fische: Harmonie und Spiritualität. Lauwarmes Chaos.

Skorpion:
Skorpion begegnet Skorpion: Was sich liebt, das quält sich. 
... Schütze: Der Fakir und der Pastor. Verzicht und Fülle.
... Steinbock: Ideologie und Prinzip. Perfektionismus und Konsequenz.
... Wassermann: Hochspannung. Sog und Befreiung.
... Fische: Pan und Elfe. Stille Wasser gründen tief.

Schütze:
Schütze begegnet Schütze: We are wonderful. Paris, London, New York.
... Steinbock: Expansion und Beschränkung. Begeisterung und Beschränkung.
... Wassermann: Der Priester und der Narr. Dynamik und Eigenwille.
... Fische: Werbung und Fantasie. Religion und Täuschung.

Steinbock:
Steinbock begegnet Steinbock: Gelobt sei, was hart macht. Es geht ums Prinzip.
... Wassermann: Prinzip und Ausnahme. Zwang und Freiheit.
... Fische: Realität und Traum. Konzentration und Meditation.

Wassermann: 
Wassermann begegnet Wassermann: Genie und Wahnsinn. Brüder und Schwestern im Geist.
... Fische: Intuition und Ahnungsvermögen. Der Geist über den Wassern.

Fische:
Fische begegnet Fische: Bin ich Du? Oder bist Du ich?

Aus dem Buch "Partnerschaft im Horoskop" von Nicolas Klein. Diese Stichworte stehen auch für Verträglichkeit von Wesensnaturen wenn man Sonne und Partnersonne vergleicht ... oder die Gefühlslage, wenn man Mond und Partnermond vergleicht ... oder die erotische Anziehung bei Venus ... oder die sexuellen Energien bei Mars ...  oder Wertvorstellungen und Ideale bei Jupiter ...  oder das Bedürfnis nach Sicherheit und Struktur bei Saturn. Egal wie, es geht immer darum, das Andere anzuerkennen und zu integrieren und dem Anderen sein Anderssein zu verzeihen. 

In dem Sinne viel Spass beim Vergleichen und Verzeihen.
Herzliche Grüße von Siri

Mittwoch, 10. September 2014

Reisen und Astrologie

foto©siri
Ein schönes Thema. Reisen und Astrologie. Gebannt schauen die Teilnehmer der kleinen Astrogruppe auf ihre Astrokartografiekarten. "Meine Mondlinie geht durch Japan. Das passt total. Da habe ich mich so willkommen und geborgen gefühlt", "… und meine Jupiterlinie geht durch Griechenland, dort hatte ich das erste Mal Berührung mit Astrologie", "ja, und meine Saturnlinie geht direkt durch Teheran. Da wollte ich aber auch nie hin", waren die diversen Feststellungen. Das eigene Horoskop auf die Welt übertragen, ist eine interessante Information. Es gibt Orte auf der Welt die förderlich für uns sind, die uns besonders inspirieren, Orte an denen wir uns womöglich besser entfalten können als an anderen Orten. Orte, an denen wir das Leben ganz besonders genießen können. Meine Merkurlinie geht durch die Bretagne, in der ich dieses Jahr meinen Urlaub wandernd auf dem Fernwanderweg GR34 verbracht habe. Die bretonischen Küsten sind wild und verzaubert, das Licht und das Meer in allen Tönen von Blau und Grau, der Himmel viel größer als bei uns, blassrosa Hortensien wo man hinschaut, Möwen, Steine und Felsen, Menhire und Dolmen, Meerjungfrauen und Druiden. Jeder Felsen und jeder Stein scheint hier eine Geschichte zu erzählen. Ebbe und Flut schaffen ständig neue Landschaften und bringen neue Ansichten hervor, alles scheint in Bewegung. Land und Meer sind in beständigem Austausch. Die Touristen in die obligatorischen Ringelpullis gekleidet genießen Galette und Cidre, Muscheltöpfe und sanft in Butter gebratene Seezungen. Einfach herrlich schön.

Eine Merkurlinie ist eine Hinweis darauf, dass man an solchen Orten voller Neugierde gerne neue Erfahrungen macht, interessante Menschen und Situationen kennenlernt, Geschichten hört, und etwas lernt auf seinen Reisen, indem man neue Wege geht, und sich einlässt auf das, was einem begegnet. Mir fällt bei mir selbst auf, dass ich auf einer Merkurlinie immer Aktivurlaub gemacht habe, also immer in Bewegung war und viel rumgereist bin … zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto.
Auf einer Sonnenlinie kann man sich gut entfalten und sich selbst näher kommen, auf einer Venuslinie das Leben genießen, auf einer Marslinie etwas bewegen. Auf einer Jupiterlinie macht man womöglich großartige Erfahrungen, Erfahrungen die den Geist erweitern und die Spiritualität in einem fördern. Auf einer Saturnlinie lernt man sich zu konzentrieren, womöglich auch ein Ort um erfolgreich zu arbeiten. Auf einer Neptunlinie kann man sich voller Vertrauen dem Leben überlassen, auf einer Uranuslinie sich überraschen lassen und auf einer Plutolinie sich seinen inneren Themen stellen. Wer seine Astrokartografiekarten mal eben schnell und sofort anschauen will, kann dies hervorragend bei www.astro.com tun. Man muss sich natürlich anmelden und unter seinem eigenen Account  bei Gratishoroskope (unter der Rubrik Astro Click Reisen) sich seine Karte anschauen. Indem man auf einen bestimmten Ort klickt, erscheint sogar ein Deutungstext. Danke Astro.com … ihr seid toll. 


Mit der Merkurstellung im Horoskop erfährt man aber auch, was für ein Reisetyp man ist. Merkur, der unterwegs ist, der alle Wege kennt zwischen Himmel und Erde. Er ist der, mit dem wir auf Reisen gehen:


Merkur im Schützen: will weg, in die Fremde, die ganze Welt kennenlernen. Das muss kein bestimmter Ort sein. Hauptsache weg, und interessant, und abenteuerlustig, und fremd und neu. Man will einfach seinen Horizont erweitern.
Merkur im Skorpion: will sich selbst erfahren. Ihn reizen die grenzwertigen Erfahrungen, dort wo es ein bisschen gefährlich ist. Vielleicht mal direkt in einen Vulkan gucken und ein bisschen mysteriös darf es auch sein.
Merkur im Steinbock: mag vielleicht die Berge, will hoch hinaus, mag sich anstrengen. Mag einem konkreten Reiseplan folgen, den er selbst ausgearbeitet hat. Die Hotels sind vorgebucht. Die Strecke steht fest. Der Etat auch. Oder doch mit Studiosus?
Merkur im Wassermann: reist gerne individuell, aber auch mit Gleichgesinnten in der Gruppe. Ungewöhnliche Ziele reizen ihn und ein bisschen verrückt darf es auch sein. Und voller Überraschungen.
Merkur in den Fischen: reist gerne ans Meer, träumt von einsamen Inseln mit Palmen, lässt sich treiben und von dem begegnen was kommt. Orte, die die Fantasie anregen, Künstlerorte, Mediation und schöne Sonnenuntergänge. Am liebsten eine Hängematte, danach ein bisschen schnorcheln. Ein Cocktail an der Bar.
Merkur im Widder: reist gerne spontan, ist kein Frühbucher und mag von einem auf den nächsten Tag entscheiden was er macht. Vielleicht nach Monaco zum Autorennen oder doch den Wüstentrip, oder tauchen mit Haien.
Merkur im Stier: reist bequem. Schön muss es sein, das Essen gut, die Menschen nett und freundlich. Herrliche Natur und Gärten, schöne Blumen, wandern. Alles 4 Sterne mindestens oder doch lieber 5.
Merkur in Zwillinge: reist gerne mit anderen. Reden ist wichtig. Neue interessante Begegnungen. Filmfest in Locarno, Eventwandern in Italien oder Schriftstellerkurs in der Provence und immer etwas zum Auskundschaften. Einer, der sich durchfragen kann. Anregend und kommunikativ, vielleicht auch eine Kreuzfahrt?
Merkur im Krebs: reist gerne kulturell … gemeinsam singen in der Tschechei oder Yoga in Ibiza. Alles was Seele und Magen guttut. Nicht zu laut und nicht zu leise in einem schönen Haus am See. Überhaupt ein hübsches Häuschen mit einer kleinen Küche und es sich heimelig machen.
Merkur im Löwen: reist gerne im großen Stil. Shoppen gehen, ein wenig luxuriös mit einem dicken Schlitten mal die Route 66 fahren. Groß, schön und glamourös.
Merkur in der Jungfrau:reist gut organisiert und ist bestens vorbereitet. Denn sie passt sich den Gepflogenheiten des Landes an. Man will ja nicht anecken. Und lernt damit besonders gut Land und Leute kennen. 
Merkur in der Waage: will gerne auf Reisen Beziehungen knüpfen und pflegen. Nette Leute kennenlernen, Kultur genießen. Das Savoir vivre, in Rom auf einer schönen Piazza sitzen, ein bisschen flirten, sich ein bisschen verlieben ins Leben und alles was schön ist. Ach *seufz*.


Wenn man mit anderen verreist, reist man sehr gut mit gleichgesinnten Merkuren. Das ist wirklich wirklich so. In dem Fall gesellt sich gleich und gleich sehr gern.


Herzlich merkurische Grüße von Siri
(jetzt wieder am Platz, jeden Mittwoch hier im Astro-Salon)

Freitag, 1. August 2014

Sommerpause

foto©siri

Liebe Freunde der Astrologie,

der Astro-Salon macht Sommerpause. Am 10. September 2014 geht es hier wieder weiter. Bis dahin wünsche ich Euch einen wundervollen Sommer, tolle Ferien und alles Liebe.

Herzliche Grüße von Siri

Mittwoch, 30. Juli 2014

Arts of Gegenwart

Ausstellung "40 Jahre Sammlung - 10 Jahre Museum Frieder Burda", fotos©siri
Baden-Baden hat wieder eine tolle Ausstellung. "40/10 - 40 Jahre Sammlung, 10 Jahre Museum Frieder Burda". Vom 12. Juli bis 26. Oktober 2014. Und es ist mal wieder ganz große Klasse. Gerade das rechte Maß an Kunst, nicht zu viel und nicht zu wenig. Perfekt platzierte Bilder im rechten Licht und immer im Austausch mit der Umgebung. Baselitz, Picasso, Pollock, Warhol, Rothko … um nur einige zu nennen. Es haut einen um. Details zur Ausstellung siehe HIER. Die wertvollsten Bilder und Skulpturen der Moderne des 20. Jahrhunderts … da fliegen einem die Millionenwerte nur so um die Ohren. Mir gefällt Andy Warhol. Er hat die drei Burda-Söhne, in jungen Jahren, gutgelaunt, gutaussehend, nachdenklich in positives Licht gestellt. Sympathische junge Männer damals … die Farbe Lila. Aenne Burda, die Mutter, dagegen leicht giftiggrün und hexig. Ich kenne auch das Bild, das er vom Vater Franz Burda gemalt hat, in mächtigem finsterdunklem Grün. Faszinierend, wie Warhol die Energie erfasst hat. Die Söhne, die es nicht leicht hatten aus dem Schatten des Vaters zu treten, werden in gewisser Weise hervorgehoben in etwas Helleres, Leichteres … als wenn Warhol ihnen etwas Last abnehmen wollte. Aber den Schwerpunkt bildet Gerhard Richter, enger Freund der Familie Burda. Neptunbilder … in verschleiernd entschleiernder Methode. Das dunkle Unbewusste ist immer spürbar in seinen Bildern, sie haben etwas magisch Unerklärliches und ich mag mich nicht als Kunstexpertin aufführen, die ich nicht bin. Es sind meine Wahrnehmungen. Und auch hier bin ich fasziniert ... von Grün und Grau … man muss es selbst gesehen haben. 

Gerhard Richter, 9.2.1932, 7:30 Uhr, Waltersdorf (D)

Gerhard Richter, mit genial künstlerischer Wassermanndominanz, bewahrt sich seine Unabhängigkeit und beklagt den Kunstexpertenmarkt und alle, die immer Erklärungen suchen und verschwurbelte Expertenworte fabrizieren. Er ist im Reich der Fische unterwegs mit Fischemond, Fischevenus und aufsteigendem Mondknoten in den Fischen. Neptun in inspirierendem Aspekt zu Wassermannmerkur. Die Verwischtechnik als Stilmittel der Fische. Er arbeitet mit dem Zufall, lässt die Bilder entstehen, "die Bilder sind klüger als er", sagt er. In der einsamen Unabhängigkeit seines eigenen Kosmos (Wassermann) lässt er die Bilder sich selbst entstehen (Fische). Das Horoskop spricht für sich.


Interessante astrologische Betrachtung Richters in seinem Familienkontext findet ihr HIER.

 
Herzliche Grüße von Siri

Mittwoch, 23. Juli 2014

Löwezeiten

Tierkreiszeichen Löwe von ©Johfra *
Die herrlichen Löwezeiten brechen an. Die Sonne ist heute ins Tierkreiszeichen des Löwen gewechselt und bildet mit Jupiter eine Konjunktion, d.h. die Sonne überquert den Jupiter im Löwen. Die Sonne, die generell für Lebenskraft und Entfaltung steht verbindet sich mit Jupiter, der für Expansion, Mut und Weisheit steht. Viele Astrologen verbinden mit ihm auch das Glück. Glück in dem Sinne, dass das, was geschieht, richtig ist und uns Menschen in unserer Entfaltung fördert. Das ist Jupiterglück. Diese beiden Prinzipien der Entfaltung stehen nun im Löwen. Verbinden wir uns mit dieser Kraft, verbinden wir uns mit großem schöpferischem Potenzial, mit Lebensbejahung, mit Großzügigkeit, mit Mut zu großen Taten. Stellen wir uns aufs Siegen ein und verbannen wir all die kleinen Ängsterlein, die Kannnichts, die Traumichnichts ... holen wir die Lichter unter den Scheffeln hervor und lassen wir die Sonne in uns strahlen, denn jeder von uns ist richtig, so wie er ist. Also trauen wir uns was, ergreifen wir Initiative, machen wir jetzt das, wozu uns bisher der Mut fehlte. Jetzt ist die richtige Zeit dafür. 


Am 27.7.2014 beginnt mit dem Löweneumond ein neuer Mondzyklus. Sonne, Mond UND Jupiter in Konjunktion. Also ein Monat lang, in dem die Löwepost abgehen könnte. Das sabische Symbol auf diesem Neumond auf 4° Löwe lautet: Ein sorgfältig gekleideter, älterer Herr steht vor Jagdtrophäen, die er von einer Expedition zurückgebracht hat. Es geht darum, unsere Leistungen gut darzustellen. Das Licht unterm Scheffel hervorzuholen, und der Welt zu zeigen was man geleistet hat, welche Erkenntnisse man gewonnen hat, welche Trophäen wir errungen haben. Sind wir tolle Mütter und Väter, super Berater, hervorragende Handwerker, haben wir exzellente Gedichte in unserer Schubladen, die leckersten Rezepte für Käsekuchen entwickelt, die beste Nase für Schnäppchen, einen wirklich grünen Daumen … können wir klasse Yoga oder Astrologie … jeder ist in etwas sehr sehr gut. Zeigen wir es, machen wir was draus, sind wir stolz drauf, präsentieren wir es, machen wir einen Beruf draus. Egal … mit dem Besten von uns heraustreten ins Licht der Welt .... und wir können nur gewinnen. Also, gute Zeiten etwas anzufangen mit den eigenen Jagdtrophäen.


Im Neumondhoroskop zeigt ein Stieraszendent an, dass wir den Weg der Verwurzelung gehen. Festigen wir und verwirklichen wir unsere großartigen Vorhaben. Die Neumond-Jupiter-Konstellation steht im 4. Haus, der Verinnerlichung. Dort verbinden wir uns mit dem, was uns wirklich am Herzen liegt … mir dem wir in Resonanz sind … mit dem wir uns wohl fühlen … wo das Bauchgefühl stimmt … wo es uns warm ums Herz wird, wenn wir uns vorstellen, wie unsere Idee Wirklichkeit wird. Vielleicht sind wir im Urlaub und kommen zurück mit einer reifen Idee für ein solches Vorhaben, denn wir hatten Zeit uns abzukoppeln vom Einfluss unseres Alltagsumfeldes, konnten besser als sonst in uns hineinhören, in unser Herz. 


Je nachdem, welches Haus Ihres Radixhoroskopes im Löwen steht, ist dieses nun besonderer Förderenergie ausgesetzt. In diesem Bereich stehen Ihre Trophäen. Stehen die Trophäen zum Beispiel im 12. Haus, stehen sie vielleicht heimlich hinter verschlossenen Türen, und man sollte mal ein Türchen für die Welt öffnen und Licht reinlassen. Oder stehen die Trophäen im 11. Haus? Vielleicht sollten wir in der Gruppe mehr glänzen. Im 10. Haus sollte man sich eingestehen, dass einem die Rolle des Chefs zusteht .... und so weiter durch den Häuserkreis. 

Ich wünsche euch echte Löwezeiten und genießt den Sommer in vollen Zügen. Siri

*In der bildlichen Darstellung des Löwen bei Johfra (siehe oben), steht der Löwe im Zentrum. "Im Löwen steht das Ich im Zentrum. Der Löwe strahlt, wie die Sonne. Er ist das königliche Herz, denn Löwe wie Sonne herrschen im menschlichen Körper über das Herz. Der Löwe überstrahlt alles mit seinem goldenen Glanz, denn Gold ist das Metall der Sonne. Ausserdem sehen wir rechts unten im Bild den Kampf des Herakles mit dem Löwen von Nemea (den Kampf mit dem Ego), ein Kampf auf Leben und Tod mit den negativen und unerlösten Löwekräften. Siegt er, dann geht er zu Apollo (links unten im Bild) dem Sonnengott, der mit dem Spiel der Leier die ganze Welt verzaubert. Auch in der üppigen Landschaft wird das Königliche dieses Zeichens durch die Palmen, Zypressen, Sonnenblumen und Zitrusfrüchte betont." Teilzitiert aus der Bildbeschreibung von Johfra.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Neptun in Brasilien

Streetart Favela Brasilien ©jr
Gestern hat es Brasilien den Boden unter den Füßen weggerissen. Traurige Gesichter im vollen Stadion von Belo Horizonte, Ungläubigkeit und Fassungslosigkeit ... ein riesengroßes Blackout der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft. Der junge Schütze wollte einen großen Kampf sehen mit gleichwertigen Gegnern, wollte Spannung und Würde. "Die armen Brasilianer, da kann man sich ja gar nicht mehr freuen, wenn man gewinnt". Nein, so etwas haben wir noch nie gesehen. Vor den Augen der ganzen Welt so einen Untergang. Die Expertenmeinungen sind fast alle ähnlich. Auf den Schultern der brasilianischen Spieler lastete zu viel Druck, die Hoffnungen und Träume von fast 200 Millionen Menschen. Die Droge Fussball sollte sie doch trösten, aber selten wurde ein Traum derart in den Boden gestampft und vernichtet. Unvergessen in die Seele der Brasilianer eingebrannt 7:1, am 8.7.2014 in Belo Horizonte.

Brasilien ist ein unruhiges Land, voller Rebellion und Zukunftsfreude. Eine unbändige kreative Energie aber auch voller Rauschhaftigkeit. Nach Diktatur und Staatsbankrott in den achtziger Jahren gelang Brasilien ein rasanter wirtschaftlicher Aufstieg, dessen Risse und Schattenseiten im Blickfeld der Großereignisse wie der Fussball-WM offen zu Tage treten. Da will man sich wenigsten mit einem WM-Sieg trösten, damit das alles Sinn macht und das Volk durch diese Spiele besänftigt wird. 2016 finden ja auch noch die olympischen Spiele dort statt. Brot und Spiele, so war es schon immer. Aber diesmal funktioniert es nicht. Das Symbol dieser Niederlage ist eindeutig. Neptun, der uns einerseits in diese unrealistische Rauschhaftigkeit führt, kann uns genauso gut den Boden unter den Füßen wegreißen, die Erde erschüttern, aufrütteln. All der Ärger über soziale Ungerechtigkeit, über Korruption und Verschwendung öffentlicher Mittel angesichts der katastrophalen Situation von Krankenhäusern, Schulen und Universitäten treten wieder hervor aus dem Rausch … in die Sichtbarkeit. Neptun kann verschleiern, aber auch Schleier wegziehen.



In der Flagge Brasiliens ist der Sternenhimmel über Rio de Janeiro abgebildet, er zeigt die Sternenkonstellation zum 15.11.1889, als in Rio die Republik ausgerufen wurde. Und darüber steht das Motto "ordem e progresso" … Ordnung und Fortschritt. Der Stern, der über dem Spruchband steht ist Spica, der Hauptstern der Jungfrau. Spica … das Geschenk der Göttin, zeigt ein Potential von Brillanz und Begabung an. Brasilien, das sich direkt unter den Sternenhimmel stellt ist ein großartiges Land, mit einem Megapotential und Talent. Dieser sportliche Untergang in der Fussball-WM ist ein Symbol ... ist im Grunde genommen eine große Chance seine Talente in Richtung "Ordnung und Fortschritt" zu entfalten, und sich nicht zu sehr mit dem Rauschhaften abzulenken. Lebensfreude und Emotionen sind große Stärken der Brasilianer, müssen aber in Einklang gebracht werden mit Ordnung und Fortschritt. 


Brasilien: Adaption der neuen Verfassung am 5.10.1988 in Brasilia

Transite 9.7. 2014
Das mundane Horoskop von Brasilien zeigt sehr schön die neptunischen Einflüsse. Verbunden mit dem großen Ganzen, dem Sternenhimmel und dem All, aber auch verbunden mit Unsicherheit, Rausch- und Illusionshaftem. Wir sehen einen Fische-Aszendenten, über den Neptun im Transit wandern wird. Viele Auflösungsprozesse werden hier angeregt. Auch die Waage-Sonne im 8. Haus der Reibungen, Konflikte und Wandlungen im Quadrat-Aspekt zu Neptun auf der Spitze des 11. Hauses, wird durch diesen Neptun-Transit ausgelöst. Der Mond (das Volk) im Löwen will sich großartig fühlen und seine Gefühle ausleben, kreativ sein und Spass haben. Mit Mars im Widder im 1. Haus will man kämpfen und sich durchsetzten. Da bekommt eine derartig eindrückliche Niederlage dem Selbstbewusstsein überhaupt nicht gut, Schuldige werden gesucht.

Die Heilung liegt in den Fischen. Dieses Volk lernt Gottvertrauen, es lernt Niederlagen als Chancen zu begreifen, es lernt die Schuld nicht bei den anderen zu suchen, es lernt mehr zu sein als zu scheinen, es lernt sich zu vertrauen, egal was passiert. Es lernt vor allen Dingen der eigenen Kraft zu vertrauen, es lernt, dass Ordnung im Chaos steckt. Dass man große Träume braucht
, dass die Welt untergehen kann, aber auch aufgehen.

Herzliche Grüße von Siri 

PS: Wahrscheinlich muss ich auch mal nach Brasilien reisen. Der Vater vom jungen Schützen liebte dieses Land und seine Möglichkeiten, aber weil dort alles so groß ist ...  auch die Insekten *grusel* ...  bin ich, bezogen auf Brasilien, jungfräulich geblieben. 

Sonntag, 6. Juli 2014

Wassermanngedanken ...

... gelesen im "Kompass neues Denken" von Natalie Knapp, Philosophin und Autorin. Ihr persönliches Interesse gilt der Frage, was wir von Weisheitstraditionen verschiedener Kulturen für die Gestaltung der Zukunft lernen können. Als philosophische Beraterin leitet sie Seminare und hält Vorträge in Deutschland, der Schweiz sowie in weiteren europäischen Ländern. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Thema Bewusstseinswandel im 21. Jahrhundert. Aus meiner Sicht exzellente und auch praktische Gedanken zu dem Thema, wie wir in Zukunft besser miteinander überleben. Wir müssen neu denken lernen, alles was im Moment geschieht und hauptsächlich dem materiellen Denken entspringt, gehört dem Denken der Vergangenheit an.

"Unser persönliches Glück hängt davon ab, ob die Lebensgemeinschaft auf diesem Planeten gelingt. So etwas wie Massentierhaltung oder sklavenartige Arbeitsbedingungen in asiatischen Textilfabriken sind Zeichen für richtig zerstörerische Beziehungen mit anderen Lebewesen. Der Wohlstand, den wir brauchen, ist deshalb ein Wohlstand an gelingenden Beziehungen. Nur wenn wir den Beziehungswohlstand über den materiellen Wohlstand stellen, kann sich das Netz des Lebens erholen und entfalten." 


Dies sind uranisch-jupiterhafte Gedanken, und im Sinne des beginnenden Wassermannzeitalters ungemein wertvoll. Beziehungswohlstand … was für ein gutes Wort. 

Sonntägliche Zwischendurchgrüße von Siri

Mittwoch, 2. Juli 2014

Jupiter im Löwen

foto©siri Location: Palermo Teatro Massimo
Jupiter wird am 16. Juli 2014 in das Zeichen Löwe eintreten. Für ein gutes Jahr, bis zum 12. August 2015 wird sich Jupiter in diesem Zeichen aufhalten, um dann ins Zeichen Jungfrau zu wechseln. Jupiter wird am 9. Dezember 2014 rückläufig auf 23° Löwe und am 9. April 2015 auf 13° Löwe wieder direktläufig. Im Löwen ist Jupiter besonders großartig. Löwe ist der letzte und einzige Titan im Tierkreis, und nur im Löwen dürfen wir titanisch sein … dann, wenn es ums Lieben geht. Wenn wir etwas mit ganzem Herzen tun, wenn wir Großartigkeit entwickeln, wenn wir mit Mut und ganzem Tateinsatz handeln. Das dürfen wir 1000 prozentig und zwar ... ganz oder garnicht. Löwe ist nicht das Zeichen der Halbheiten. Die große Weisheit des Löwen sitzt im Löwenherz. Ein Löwenherz ist groß, weit und mutig, es ist nachsichtig und liebt mit ganzer Kraft. Es ist keine egoistische Liebe … sondern eine freigiebige, großzügige, alles anerkennende bedingungslose Liebe. Wer mit einem Löwenherz liebt, liebt ganz und gar und ist mutig. Löwenmut, Löwenherz, Löwenkraft und … Löwenhöhle. Die Löwenhöhle gibt es auch ... da brauchen wir Mut … Mut, uns selbst zu begegnen … unseren egoistischen, anerkennungsheischenden Anteilen, unseren Schatten und Ängsten. In der Überwindung und Begegnung mit dem kleinen Löwen in uns ... dem, der sich verkriecht, der sich fürchtet, der die anderen braucht, der faul und mutlos rumhängt, der nicht an die eigene Großartigkeit glaubt ... gewinnen wir die wahren Löwenkräfte und entwickeln wahre Größe. In der Löwenhöhle erwürgte Herakles diesen kleinen Löwen … sonst wird das nichts mit König Löwenherz in uns. Es geht um die Entwicklung von wahrer Größe. Nur so kann Löwe-Weisheit wachsen. Dort wo Jupiter steht, haben wir schon Erfahrungen gemacht und Jupiter ist bestrebt, diese auszudehnen. Im Falle des Löwen sind dies Löweerfahrungen.  Der unvergängliche Rat des Jupiters im Löwen ist "Überwinde Deine Angst, Dein Ego darf sein, darf dich aber nicht beherrschen. Du wirst nicht vernichtet, habe Mut dich zu zeigen, liebe aus ganzem Herzen, handle mit ganzem Tateinsatz, sei ein strahlender, großartiger und liebender Mensch".

Jupitereintritt in den Löwen am 16.7.2014, 12Uhr31, Berlin
Jupiter, der Herr der Weisheit und des unvergänglichen Rates, führt uns immer ins Wachstum und in die Entfaltung. Dort wo Jupiter steht, dürfen wir mit seinem Segen rechnen. Im Horoskop zum Jupitereintritt im Löwen sehen wir, dass Jupiter im 10. Haus steht. Im 10. Haus geht es um unsere Verantwortung in der Gesellschaft. Wahrscheinlich werden wir prüfen müssen, wie sehr wir nur an unser Eigenes denken, an unser Ego, dass vor diesem und jenem Angst hat. Vor dem Verlust von Geld, Gold und sorgenfreiem Leben. Das Ego, das rumheult und jammert und meint, es komme zu kurz, die anderem wollen ihm ans Leder, das sich aufbläht und eine Megatheater macht und nur sich und nicht die anderen sieht. Die, die flüchten ... die, die Hunger haben ... die, die Krieg fürchten ... die, die auch Freiheit wollen ... die, die ein Löwenherz brauchen, damit sich etwas für uns alle verändert. "Wahre Größe" sieht die anderen und kann abgeben. Wahre Größe will uns Jupiter im Löwen lehren. Gott verteilt die Karten, aber wie wir sie spielen ist unsere Sache. Ich hoffe sehr, wir spielen sie gut und bleiben nicht in der Löwenhöhle stecken.

Venus, die Herrscherin des Aszendenten in der Waage steht im 9. Haus in den Zwillingen. Mit Waage-Aszendent setzen wir uns mit unseren Beziehungen auseinander, unseren Beziehungen mit der Welt. Und Venus setzt in den Zwillingen auf verbale Verständigung, auf Austausch, auf diplomatische Art den kleinen Löwen im Zaum halten und das Löwenherz wachsen lassen. Die richtigen Worte finden und großartige Taten sprechen lassen.

Im persönlichen Horoskop können wir schauen, welches Haus und welche Planeten von Löwe-Jupiter im Transit tangiert werden. In diesem Bereich können wir großartiger, tatkräftiger und mutiger werden. Können wir unserem kleines Löwe-Ego Löwenherzimpulse geben und wahre Größe entwickeln.


Löwenherzliche Grüße von Siri


Samstag, 28. Juni 2014

Italienische Weisheit

Aus "The Power Deck" von ©Rob Schouten
Auf dem Geburtstagsfest einer lieben Freundin diskutierten wir irgendwann die Frage … wie alt sind wir eigentlich wirklich?  Einer meinte, er wäre bei 26 stehen geblieben (in echt ist er 65), jemand anders "ich fühle mich genauso alt wie ich jetzt bin, und das ist gut so" … und wahrscheinlich bleiben wir gefühlsmäßig bei einem Alter stehen. Womöglich das Alter, bei dem wir am meisten bei uns angekommen sind, uns am stärksten als uns selber fühlen ... ich bin 40 ... und das nicht, weil wir heutzutage jünger aussehen, sondern weil unsere Seele sich dort am wohlsten fühlt. Oft denke ich bei meiner Mutter, "sie ist eigentlich ein junges Mädchen", sie ist begeisterungsfähig und innerlich immer noch auf Wunder wartend. Wenn der Körper nicht wäre, der uns erinnert, dass wir irdisch gesehen 80 sind, wir würden es nicht merken. Im Nachgang zu den Altersgedanken fiel mir diese italienische Weisheit von Marc Aurel in die Hände.

Herzliche Zwischendurchgrüße von Siri

Vom Stein der Jugend bei der grossen Eiche
Inschrift im Parco Giardino Sigurta bei Verona


Die Jugend ist nicht ein Abschnitt des Lebens,
sie ist ein Zustand der Seele,
der in einer bestimmten Form des Willens besteht,
in einer Bereitschaft zur Phantasie,
in einer gefühlsmäßigen Kraft;
im Überwiegen des Mutes über die Zaghaftigkeit
und der Abenteuerlust über die Liebe zur Bequemlichkeit.

Man wird nicht alt wegen der einfachen Tatsache,
dass man eine bestimmte Zahl von Jahren gelebt hat,
sondern nur, wenn man sein eigenes Ideal aufgibt.
Wenn die Jahre ihre Spuren auf den Körper zeichnen,
so zeichnet der Verzicht auf die Begeisterung sie auf die Seele.

Der Abscheu, der Zweifel, das Fehlen von Sicherheit,
die Furcht und das Misstrauen
sind lange Jahre, die das Haupt beugen
und den Geist zum Tode führen.

Jung sein bedeutet, mit sechzig oder siebzig Jahren
die Liebe zum Wunderbaren zu bewahren,
das Erstaunen für die leuchtenden Dinge
und die strahlenden Gedanken;
den kühnen Glauben,
den man den Ereignissen entgegenbringt,
den unstillbaren Wunsch des Kindes für alles, was neu ist,
den Sinn für die angenehmen und fröhlichen Seiten des Daseins.

Ihr werdet so lange jung sein, wie euer Herz die Botschaft
der Schönheit, der Kühnheit, und des Mutes aufnehmen wird;
die Botschaft der Größe und der Stärke,
die euch von der Welt, von einem Menschen
oder von der Unendlichkeit geschenkt werden.

Wenn alle Fasern eures Herzens zerrissen sein werden,
und wenn sich auf ihnen der Schnee des Pessimismus
und das Eis des Zynismus gehäuft haben werden,
erst dann werdet ihr alt sein,
und dann möge sich Gott eurer Seele erbarmen.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Reisemitbringsel aus Milano

Milano - Ausblick auf Santa Maria delle Grazie -  foto©siri
Milano ist eine großartige Stadt … sehr lebendig, kreativ und über 2000 Jahre alt. Sie ist mehrmals zerstört worden und wieder auferstanden … zu immer wieder neuer Größe. Und man kann dort Leonardo begegnen. Leonardo da Vinci. Das "Letzte Abendmahl" konnten wir uns nicht anschauen, da man bereits Wochen vorher dessen Besichtigung buchen muss. Entstaubt und entsmogt kann man dann allerdings, wenn man ein angemeldeter Besucher ist, dieses Kunstwerk 15 Minuten lang mit 25 anderen Gästen bewundern. Aber auch an der Stadtplanung war er beteiligt, schließlich lebte er fast 20 Jahre dort. Und welch Wunder, wir logierten in dem Haus, in dem Leonardo damals wohnte als er das "Letzte Abendmahl" im Refektorium von Santa Maria delle Grazie erschuf. Er wohnte direkt daneben, in der Corso Magenta 65. Nicht, dass ich das vorher gewusst hätte. Der reine Zufall ließ mich dort ein Apartment mieten, es war zentrumsnah und günstig. Und als ich den jungen Schützen "Stellll Dir vor, hier, ja genau hier hat Leonardo gewohnt" mit meiner Begeisterung überschüttete, kam ein lahmes …"echt, ist ja cool, übrigens, gleich spielt Deutschland gegen Portugal" zurück … selig begab ich mich daraufhin auf Fotosafari. Für mich sind solche "Zufälle" ganz tolle Geschenke. Übrigens … nächstes Jahr findet in Milano die EXPO statt, mit dem Thema "Feeding the Planet, Energy for life (Den Planeten ernähren, Energie für das Leben)". Und weil die ganze Welt zu Gast ist, werden auch 1400 Zeichnungen, Planungsentwürfe und Skizzen von da Vinci ausgestellt, der sogenannte "Codice Atlantico".


Hier das Horoskop von Leonardo da Vinci. Ins Auge springt einem der Fische-Mond in Jupiterkonjunktion (Jupiter Herrscher des Aszendenten) mit einem Aspekt zu Neptun. Ein großer intuitiver Zugang zum großen Ganzen. Und eine Stiersonne, die es konkret auf die Erde bringen kann. Hier der lesenswerte Artikel einer Kollegin zum Thema der Darstellung des "Letzten Abendmahles" mit astrologischen Bezügen.


Aber um noch ein wenig Astrologie hier anzubringen … mich interessiert in Horoskopen immer der Energiekreislauf von Venus und Mars. Dieser Energiekreislauf beschreibt, wie ein Mensch reagiert und agiert. Mit Venus wovon er sich anziehen lässt und mit Mars wie er agiert. Venus im Stier bei da Vinci reagiert auf Schönheit, Harmonie und konkrete Kunst. Eine echte Architekten-Venus. Denn mit Stier gefällt einem das rechte Maß im Konkreten, ist Schönheit das Maß der Dinge, ist die Natur in ihrem ganzen Sein faszinierend, geht es um die irdische Schönheit. Da kann einer schon mal auf eine Mona Lisa reagieren. Mit Mars im Wassermann (bei da Vinci) agiert man schöpferisch, originell und findet neue noch nie da gewesene Wege um etwas zu realisieren. In diesem Kreislauf von Reaktion auf das Schöne folgt eine kreatives Agieren, das neue Schönheit schafft. 


Herzliche Grüße von einer, die Mars und Venus in der Waage hat und immer (Venus) in Beziehung auf das Du reagiert und (Mars) in Beziehung mit Diplomatie agiert. Hmh … also keine Da-Vinci-Konstellation. Welcher Energiekreislauf ist denn euch zu eigen?


Eure Siri

Mittwoch, 18. Juni 2014

Auf Reisen

... alter Skorpion mit jungem Schützen in Mailand (soll eine Krebs-Stadt sein). Leonardos Abendmahl ist dort anzuschauen, der wunderschöne Duomo aber auch Mode shoppen. Wir Astrologiefreunde treffen uns wieder hier ... nächste Woche.

Herzliche Grüße von Siri


Mittwoch, 11. Juni 2014

Vollmond im Schützen

foto©siri Vollmond über dem Drakenstein Gebirge Südafrika
Am Freitag ist Vollmond, ein sommerlicher Vollmond im Schützen auf 23°. In momentan sommerlicher Atmosphäre, wenn wir bei Weinschorle und glühendem Grill draußen sitzen, wir uns vor den Mücken in Acht nehmen, die Jugend sich im naheliegenden See abkühlt, ist ein strahlender, die Nacht erhellender Vollmond eine schöne Sache. Das Horoskop des Vollmondes hat einen Krebsaszendent, also kann er als Herrscher des Aszendenten voll zum Zug kommen. Obwohl … der rückläufige Merkur am Aszendenten könnte ein Hinweis darauf sein, dass wir vorsichtiger sind mit den nach vorne orientierten Kräften des Schützemondes, und überlegter handeln, bevor uns die Gefühle übermannen.

Die Energie des Mondes will auf der fühlenden Ebene, dass wir uns ganz mit etwas verbinden. Er ruft Bedürfnisse wach. Im Schützen sind diese Bedürfnisse der Schützeenergie zugewandt und der Zwillingeenergie abgewandt. Das Mondprinzip ist immer einseitig … so wie der Mond, der uns immer nur eine Seite, die mit dem bekannten Mondgesicht, zeigt. Die Bedürfnisse eine Schützemondes sind zielorientiert. Man will Ziele erreichen, etwas erreichen, man braucht Visionen, man gibt sich ungern mit den Kleinigkeiten ab, die große Linie zählt, man braucht Erkenntnisse und Erfahrungen, das Fremde und die Fremde reizt. Menschen mit Schützemond bringen sich des öfteren stark unter Druck, da wird man auch mal ein Gehetzter, da muss man sein Ziel erreichen und bringt auch gerne starke Bewertungen mit. Die abgewendete Seite des Mondes in den Zwillingen wird ignoriert. Toleranz und das Wissen um die vielen Möglichkeiten sowie eine gewisse Zwanglosigkeit … könnte einem Schützemondinhaber abgehen.



Bei aktuellem Schützemond könnte man also fantasieren, dass wir an besagtem Grillfeuer sitzen und das eine oder andere rechthaberische Gespräch führen, und nach der 7. Weinschorle wird es hitzig. Je nach eigener Mondstellung natürlich. Waagemonde geben dem Rechthaber Recht, Jungfraumonde lenken ein, Skorpionmonde legen sich an, Steinbockmonde belehren, Löwemonde setzen sich erstmal ins richtige Licht, Krebsmonde gehen nach Hause, Widdermonde streiten, Stiermonde nehmen sich noch ein Weinchen, Zwillingemonde versuchen alles runterzuspielen (was den Schützemond noch mehr reizt) der Wassermannmond geht auf eine andere Party … der einzige, der diesen Abend an den Himmel schaut, den Vollmond sieht ... und träumt ... ist der Fischemond.

Ich wünsche Euch eine wunderbare Woche, und wer nicht schlafen kann, der himmelt ein bisschen den Mond an, vielleicht offenbaren sich ihm neue Einsichten, vielleicht betritt die Seele ein neues Land. Denn das sabische Symbol auf diesem Vollmond lautet: Eine Gruppe von Einwanderern erfüllt die erforderlichen Einreiseformalitäten beim Einzug in ein neues Land.

 
Herzliche Grüße von Siri

Mittwoch, 4. Juni 2014

Chiron und der Wolf

"Die stärkste Emotion des Menschen, ist die Angst" … höre ich gerade aus dem Hörbuch "Angst" von Robert Harris. Dabei schneide ich Zwiebeln, koche und putze. Es ist eine Freude, mit einem gut vorgelesenen Hörbuch seine langweiligen Hausarbeiten zu verrichten. Ein sehr spannender Thriller um einen genialen Wissenschaftler, der eine Software entwickelt hat, die an den Börsen der Welt Milliardengewinne erzielt. Er hat eine revolutionäre Form des algorhythmischen Aktienhandels entwickelt. Künstliche Intelligenz und das Sammeln von Angstparametern im globalen Internet werden zu einer hochgeheimen Software verknüpft, die mit geradezu unheimlicher Präzision die Bewegungen der Finanzmärkte voraussagen kann.

Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen mehr Angst haben, als jemals zuvor. Wie kann das sein? Weil wir in einer Zeit leben, in der wir in einer nie da gewesenen Schnelligkeit Veränderungen ausgeliefert sind. Veränderungen und das Ungewisse machen jedem Menschen Angst. Wenn es um die Themen der Angst geht beschäftige ich mich, astrologisch gesehen, gern mit Chiron. Chiron der Heiler, der unheilbar Verletzte, der der uns lehrt, wie wir mit Verletzung und Angst umgehen können. 

Die Geschichte Chirons ist schon von Anbeginn tragisch. Saturn, sein Erzeuger, der sich normalerweise nie von den Trieben hinreißen ließ, konnte der Nymphe Philyra nicht widerstehen. Sie war so schön, dass es mit ihm durchging, er sich ihr in Gestalt eines Hengstes näherte und sie vergewaltigte. Das Kind, dass sie daraufhin gebar, war halb Pferd, halb Mensch. Es war Chiron, der einzige Halbgott unter den Kentauren. Chiron wuchs bei Apollon auf und wurde von den Göttern unterrichtet. Schon in seiner Zeugung liegt die Urverletzung des Chiron. In seinem Körper sind die unkontrollierbaren Triebe (Pferdeunterleib) und die Ausrichtung auf das Göttliche (menschlicher Oberkörper) vereint … die Zurückweisung der Eltern … ein Pflegekind der Götter. Seine unheilbare Wunde allerdings erhielt er aus Versehen in einem Kampfgemenge von einem Pfeil des Herakles, dessen Pfeilspitze mit dem Gift der Hydra (Skorpionenergie) getränkt war. Chiron beschäftigte sich mit der Heilkunde und wurde Lehrer der Helden und Götter. Er war der Lehrer von Achill, Herakles, den Argonauten, den Zwillingen. Er lehrte sie das Können, dass sie etwas beherrschen. Und das Ergebnis von Beherrschen ist das Üben. Er selbst konnte sich nicht heilen, aber er lernte, damit zu leben. Chiron, als Unsterblicher, opferte seine Unsterblichkeit für Prometheus, der nur so vom Felsen und dem leberfressenden Adler erlöst werden konnte. Durch diesen Akt ein Sterblicher geworden, konnte er endlich sterben und wurde somit von seinem Schmerz erlöst. Zeus, tief angerührt von seinem Opfer, hob ihn als Sternbild des Centaurus an den Himmel. 


Wenn wir uns dieses Sternbild anschauen sehen wir, wie Chiron mit den Füßen in der Milchstraße steht, die wie aufgewühlt seine Hufe umnebelt, er selbst hat eine Speer in den Händen und richtet die Speerspitze auf die Kehle des Sternbildes Wolf. Wir können nun mit diesem wunderbaren Mythos und dem Sternbild in viele Deutungsmöglichkeiten hineingehen. Mythen und Sternbilder sind ein unglaublicher Input für die Astrologie. Und heute gehen die Gedankenwanderungen zum Wolf. Wieso der Wolf? Wenn Chiron der Heiler ist und er auf die Kehle des Wolfes zielt … was hat uns das zu sagen? Chiron bändigt und heilt den Wolf in uns. Der Wolf, den wir aus den Märchen kennen ist einer, der Kreide frisst und mit schmeichelnder Stimme spricht, der im Schafspelz daherkommt, der die Großmutter frisst. Der Wolf der uns Angst macht, uns fressen will und wir merken es nicht, weil er sich verstellt. Der sich anschleichende Wolf der Worte (Chiron zielt auf die Kehle des Wolfs), Worte die uns glauben lassen, dass wir im Recht sind, wenn wir andere Völker überfallen … die uns glauben lassen, dass wir uns nehmen können was wir wollen, andere ausbeuten dürfen … es ist ja die Natur des Menschen, was sollen wir machen … retten wir unseren Pelz. Die uns glauben lassen, dass die alten Wunden nie heilen können, die uns Angst machen vor der Zukunft, die uns unsere Ängste vorführen … die uns immer in den gleichen Mustern reagieren lassen, die uns abhalten Veränderungen zuzulassen. ANGST vor Veränderung … sonst fress ich Dich.

Chiron der Heiler, ist ein Lehrer des Übens. Er lehrt uns die Tiernatur zu beherrschen und er lehrt uns, unsere Angst zu überwinden, damit wir reifen und wachsen … und die werden, die wir wahrhaft sind.


Im Horoskop können wir Chiron finden, im Tierkreiszeichen und Haus zum Zeitpunkt unserer Geburt. Er ist unser ganz persönlicher Coach, der uns hilft zu üben … unser ganz persönlicher Heldenlehrer. Hier mal wieder als kleine Gedanken-Anregung für das eigene Horoskop, Chirondeutungsmöglichkeiten in den Tierkreiszeichen.

Mit Chiron im Widder üben wir zu kämpfen. Hier lernen wir die wahre Kampfkunst. Wir kämpfen, ohne zu verletzen. Wir lernen mit Aggression angemessen umzugehen. Wir lernen, mit der Angst zu unterliegen, umzugehen.


Mit Chiron im Stier üben wir das rechte Maß des Besitzes. Wir besitzen, ohne andere zu berauben. Wir lernen mit Werten angemessen umzugehen. Wir lernen, mit der Angst wertlos zu sein, umzugehen.


Mit Chiron in Zwillinge
üben wir angemessene Kommunikation. Wir tauschen uns aus, ohne andere auszunutzen. Wir lernen Worte ohne Kreide zu sprechen und zuzuhören. Wir lernen, mit der Angst nicht verstanden zu werden, umzugehen.


Mit Chiron im Krebs üben wir, für uns zu sorgen. Wir stillen unsere Bedürfnisse, ohne die der anderen zu vernachlässigen. Wir lernen die echten Bedürfnisse von den verzichtbaren zu unterscheiden. Wir lernen, mit der Angst vernachlässigt zu werden, umzugehen. 


Mit Chiron im Löwen
üben wir, uns groß zu machen. Wir lernen in unsere Größe zu kommen, ohne andere als Bestätigung zu brauchen. Wir lernen zu uns zu stehen. Wir lernen, mit der Angst nicht beachtet zu werden, umzugehen.


Mit Chiron in der Jungfrau üben wir, uns in Ordnung zu bringen. Wir lernen unsere Eigenart zu entwickeln, ohne den anderen die eigene Ordnung aufzudrängen. Wir lernen, mit der Angst nicht okay zu sein, umzugehen.


Mit Chiron in der Waage üben wir, ins Gleichgewicht zu kommen und Konflikte auszuhalten. Wir lernen, uns nicht aus dem Gleichgewicht bringen zu lassen, ohne den anderen zu verletzen. Wir lernen, mit der Angst vor Beziehung umzugehen.


Mit Chiron im Skorpion üben wir Konfliktfähigkeit und uns einzulassen. Wir lernen Macht zu übernehmen, ohne andere ohnmächtig zu machen. Wir lernen, mit der Angst vor Untergang und Ohnmacht, umzugehen.


Mit Chiron im Schützen üben wir Weitsicht. Wir lernen was wirklich wichtig ist, ohne andere zu missionieren. Wir lernen, mit Angst vor Bedeutungslosigkeit umzugehen.


Mit Chiron im Steinbock üben wir den eigenen Weg zu gehen. Wir lernen Verantwortung zu übernehmen, ohne die anderen zu bevormunden. Wir lernen, mit der Angst eingeschränkt zu werden, umzugehen.


Mit Chiron im Wassermann
üben wir wahre Freundschaft. Wir lernen der Gruppe zu dienen, ohne etwas zu erwarten. Wir lernen, mit der Angst nicht dazuzugehören, umzugehen.


Mit Chiron in den Fischen
üben wir, das Schicksal anzunehmen. Wir lernen mit allem was ist, einverstanden zu sein, ohne zu hadern. Wir lernen, mit der Angst vor der Vergangenheit umzugehen.


Das sabische Symbol des Chiron bei seiner Entdeckung am 1.11.1977 um 10:00 PST, in Pasadena auf 4° Stier lautet: Ein goldgefülltes Gefäß am Ende eines Regenbogens. Ist das nicht toll?

Herzliche Grüße von Siri

Wenn der Wind des Wandels weht,
bauen die einen Schutzmauern,
die anderen bauen Windmühlen.
Aus China

Mittwoch, 28. Mai 2014

Stundenastrologische Frage zum 9. Haus

foto © siri
Rom … ich möchte nach Rom, der Flug ist gebucht, der Mietwagen reserviert, tolles Hotel ausgewählt. Ahh … Vorfreude umfängt mich schon eine ganze Weile. Im privaten Umfeld allerdings gibt es Irritationen, die darauf hinweisen, dass ich diese Reise eventuell nicht antreten kann. Eventuell, vielleicht, könnte … eine Situation, in der man dann doch gerne konkret in die Zukunft sehen können möchte. Also stelle ich spontan die stundenastrologische Frage "Werde ich die Romreise antreten?" Am 18. Mai um 13:01 in Karlsruhe. Ich selbst bin die Fragestellerin und Astrologin. Eine einfache Frage, eine einfache Antwort, die mir schwerfällt anzunehmen. Sie lautet NEIN.

Wie deutet man so eine stundenastrologische Frage? Der Aszendent steht in der Jungfrau und der Herrscher der Jungfrau ist Merkur. Dies ist der Fragesteller … also ich. Merkur steht in den Zwillingen im 10. Haus. Merkur steht in den Zwillingen stark, weil dominant, befindet sich aber schon in seiner Verlangsamungsphase (siehe letztes Posting). Das 10. Haus stellt bezogen auf die Frage den Wissensprofit für den Fragesteller der Reise dar. Also ich, der Fragesteller, fühle mich gut, freue mich und erwarte von der Reise einen Wissenszugewinn. Wie steht es nun mit der Reise selbst? Diese wird durch das 9. Haus dargestellt. Das 9. Haus steht für große Reisen. Das 3. Haus für kleine Reisen. Jetzt kann natürlich für einen Globetrotter oder einen Miles-and-More-Sammler dies eine kleine Reise sein. Also fragt man den Fragesteller, ob es für ihn eine große oder kleine Reise ist. Für mich ist es eine große Reise, zumal ich auf den mythologischen Spuren der alten Römer wandeln will. Und dann ist es IMMER eine große Reise, weil dies ein 9. Haus-Thema ist. Das 9. Haus steht im Widder und der Herrscher Mars in der Waage im 2. Haus. Jetzt wird es erstmal verzwickt. Der Mars in der Waage steht im Exil, also schwach, und im 2. Haus der Werte, was einen Wertverlust bedeuten könnte. An der Spitze des 9. Hauses steht aber die Wohltäterin Venus im Widder in Rezeption mit Mars, was ihn wieder stärkt. Fragezeichen über Fragezeichen. Erstmal dachte ich, dass die Reise doch mit Venus gut bestrahlt wird und in meinem üblichen Optimismus … "Ach, das wird schon".


Allerdings muss man noch schauen ob der Signifikator für den Fragesteller "MERKUR" mit dem Signifikator für die Reise "MARS" einen Aspekt bilden wird, und zwar bevor einer der Signifikatoren, in meinem Fall Merkur oder Mars das Zeichen verlassen, indem sie stehen. Merkur steht auf 19° Zwillinge und Mars auf 9°Waage . Merkur ist der schnellere Planet und wird, trotz seiner zu erwartenden Rückläufigkeit, keinen Aspekt mehr zu Mars bilden bevor er sein Zeichen Zwillinge verlässt und in den Krebs wechselt. Also heisst die Antwort NEIN. Dann schaute ich noch, ob Merkur einen Aspekt zur Venus bilden wird, die ja an der Spitze des 9. Hauses steht. Venus steht auf 17° und wird auf den allerletzten Drücker noch einen Aspekt, ein Sextil auf 29°23´mit Merkur bilden. Ein Hoffnungsschimmer??? Verunsichert habe ich einen stundenstrologischen Profi gefragt, wie ich all das nun zusammen bekomme, denn wir wissen ja ... die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Profi meint, Merkur und Mars werden keinen Aspekt bilden, und das ist ein eindeutiges NEIN. In der Stundenastrologie muss man sich sehr konzentrieren und nicht soviel herumdeuteln, wie wir psychologisch inspirierten Astrologen das gerne tun. Es ist ganz einfach, Mars und Merkur bilden keinen Aspekt, also "NEIN", ohne wenn und aber. 

Das Leben kann nur rückwärts verstanden, muß aber vorwärts gelebt werden. (Søren Kierkegaard)

Ganz kann ich die Hoffnung trotzdem nicht aufgeben. Werde also mit diesem Horoskop meine Erfahrungen machen und anschließend, je nachdem wie die Angelegenheit ausgeht, Euch berichten. Wir können ja nur lernen. Ich habe übrigens das sabische Symbol für Merkur in der Frage herausgesucht "Ein großes, altes Buch offenbart traditionelle Weisheit". Lernen werde ich also auf jeden Fall. Reise ich,  begegne ich den Mythen ... reise ich nicht, lerne ich über traditionelle Astrologie. Ein Zugewinn ist es immer. 

Herzliche Grüße von Siri


PS: Mein Lieblingsnachschlagewerk in Sachen Stundenastrologie ist "Die wahre Stundenastrologie. Das Lehrbuch. John Frawley"


NACHTRAG: Heute, am 10. Juni, ist die Frage nun geklärt. Ich fahre tatsächlich nicht nach Rom, weil die Freundin, mit der ich reisen wollte, schwerwiegende familiäre Angelegenheiten zu regeln hat. Erst überlegte ich, allein zu reisen. Aber jemand wie ich, der Mars und Venus in der Waage hat, reist lieber mit einem angenehmen Mitmenschen. Und da kam freiwillig der junge Schütze auf den Plan, der nun doch nichts in den Pfingstferien vorhat und "ganz Schütze", Lust auf die Ferne hat. Da reist er sogar mit seiner *steinalten* Mutter. Aber es ist Mailand, wohin es ihn zieht, und ich liebe Italien, egal wo. Also ... hat die Venus an der Spitze des 9. Hauses doch noch für mich gearbeitet. Immerhin reise ich in mein geliebtes Land mit meinem geliebten Sohn. 

Mittwoch, 21. Mai 2014

Merkurs Wege (8)

foto©siri Location Palermo-Sizilien
Merkur bereitet sich wieder auf seine nächste Rückläufigkeitsphase vor. Hier exklusiv für euch die Stationsdaten der aktuellen Merkurschleife:

(1)
23. Mai 2014: 25° Zwillinge. Eintritt in die Schleife. Hier passiert etwas Entscheidendes.  Schauen wir nach, welcher Konflikt uns heute am meisten beschäftigt hat. Dies ist ein Schlüsselthema für uns.
(2)
27. Mai 2014: 29° Zwillinge. Am Rotlicht ... dies ist ein kritischer Grad. Hier verbrennt man sich evtl. die Finger.
(3) 
8. Juni 2014: 4° Krebs. Merkur wird stationär rückläufig. Dies ist der Punkt der Umkehr. Hier sollte man die Angelegenheiten prüfen, einen anderen Blickwinkel einnehmen, analysieren, den Sinn des Konfliktes erkennen lernen.
(4)
20. Juni 2014: 29° Zwillinge. Merkur begegnet rückläufig der Sonne. Hier muss man jetzt langsam die Angelegenheiten bearbeitet haben. Man wird womöglich von der Vergangenheit eingeholt, verteidigt sich, hat Stress.
(5)
2. Juli 2014: 25° Zwillinge. Merkur wird direktläufig und ist wieder am Eingang der Schleife angekommen, der nun zum Ausgang wird. Man erkennt die Ausgangslage, wertet aus und orientiert sich neu.
(6) 
11. Juli 2014: 29° Zwillinge. Auf diesem Grad erinnert Merkur die Sonnenkonjunktion rückblickend. Erinnerung an alte Wunden, die letzten Wehen einer Angelegenheit.
(7)
16. Juli 2014. Neuanfang, Öffnung, Neuland betreten. 

Beim Eintritt in die Schleife steht Merkur auf 25° Zwillinge. Das sabische Symbol lautet: Ein Gärtner beschneidet große Palmen. Ein Symbol, das mehrschichtig gedeutet werden kann. Dane Rudhyar sieht den Intellekt des Menschen wie eine tropische Pflanze,  die dazu neigt, wild in alle Richtungen zu wuchern. Es bedarf des Zurechtstutzens durch den großen Gärtner. Der große Gärtner ist in dem Fall für mich ein Saturn- oder auch Chironprinzip. Damit der menschliche Intellekt gute Früchte trägt, bedarf es der Kultivierung durch Beschneidung, damit Kraft in die Triebe kommt. Ich mag Palmen total gerne. In meiner Phantasie bin ich in Sizilien, oder der Südsee … esse saftig süße Datteln oder erfrischende Kokosnüsse … Schattenspender in der milden Brise sonnengewärmter Luft, majestätisch schön, königlich und golden, Cannes … ihr merkt schon … ich bin schon wieder am träumen. Wäre wohl gerne jetzt in Cannes auf den Filmfestspielen. Also zurück zum Thema … damit wir prachtvolle geistige Palmen erschaffen, bedarf es der Überprüfung und Kultivierung. 

Mit Eintritt des Merkur in seine Rückläufigkeitsschleife findet sowieso eine Art intellektuelles Zurückrudern statt. In dieser Phase geht es nicht ums geistige Voranpreschen, sondern um Reflektion, Korrektur und Überprüfung. Alles, was wir in kommunikativen Zusammenhängen denken und tun, alles was mit Handeln und Geschäftsmäßigkeiten einhergeht, verlangsamt sich und sollte auf Fehlerquellen, gedankliche Fehleinschätzungen, Verzettelungen überprüft werden. Ins fruchtlose Nichts wuchernde Triebe sollten abgeschnitten werden … es geht um Effektivität, Konzentration der Kräfte, gebündeltes Handeln und Geduld. Die Früchte der Palmen sind großartig, voller Energie und in vielen Kulturen unersetzlich … erschaffen aus Sonne. Es ist für diesen Zyklus ein Merkur-Saturn-Chiron-Geschehen. Ein beherrschtes Denken und Handeln. Erst denken, dann handeln sagte mein Vater immer. Unnötige alte Zöpfe, alles was nichts bringt sollte gekappt werden, damit wir in den Himmel wachsen können. Wir sollten diese Arbeit in dieser Phase tun, bevor es andere für uns tun. Überprüfen wir unsere Worte, unsere Gedanken, unsere Emotionen auf Überflüssiges. Meistens reden wir zuviel, unsere Gedanken drehen sich im Kreis, immer dasselbe Rad. Halten wir diesen Kreislauf auf und klären wir unsere Realitäten, verschieben wir es nicht auf morgen, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche und unsere ganze Kraft. Mit dem Eintritt in die Schleife am 23. Mai und Austritt am 2. Juli 2014 befinden wir uns in diesem Prozess.

Der rückläufige Merkur beschreibt eine Zeit der Reflektion und Aufarbeitung. Er stürmt nicht nach vorne, sondern arbeitet das nicht Vollendete auf. Da sich die Schleife "von den Zwillingen in den Krebs" befindet, stehen wir an der Schwelle vom vielseitigen Interesse zur Herstellung von Resonanz. Was von dem, was wir alles kennengelernt haben, gehört zu uns? Konzentrieren wir uns auf das, was zu uns gehört, mit dem wir im Innen klingen, wo wir seelisch mit verbunden sind. Aus den vielen Erfahrungen und Gedanken das aussortieren und das nehmen was jeweils unseres ist, das wo das Bauchgefühl reagiert, ist das Richtige. Genau da sind wir richtig, der Rest kann abgeschnitten werden, und die ganze Kraft geht ins Zweifellose.

Herzliche Grüße sendet Euch Siri

Mittwoch, 14. Mai 2014

Ukrainische Gedanken

Heute war ich beim Friseur. Eine neue Mitarbeiterin, jung, sympathisch und mit russischem Unterton in der Sprache. "Wo kommen Sie denn her?" frage ich, nachdem wir ausgiebig Haare besprochen haben. Ihr Blick wird sehr ernst … "aus der Ukraine." Und sie fängt an zu erzählen, kann nicht mehr aufhören. Ihre ganze Familie ist dort und sie ist wegen ihres Mannes seit sechs Jahren hier. Niemals hätte sie gedacht, dass Krieg in die Nähe von Realität kommen könnte. "Wissen Sie, wir haben nicht mal eine Krankenversicherung, die Lebenskosten steigen ununterbrochen, die jungen Leute haben keine Arbeit". "Was meinen sie wie es weitergeht?" frage ich. "Es ist egal", meint sie, "Hauptsache es gibt keinen Krieg". "Und Obama, der die alte Feindschaft wieder aufleben lässt, wir sind so enttäuscht". Sie ist blass geworden vor Sorge. "Die Spaltung von Ost- und Westukraine, das kann doch nicht funktionieren. Im Osten sitzt das Geld, die Industrie und im Westen sind nur Bauern, wovon sollen die denn dann leben?". Meine Haare sind inzwischen ab, sonderbar geföhnt, sie war wohl nicht ganz bei der Sache, ich sehe irgendwie uranisch aus … ich verstehe, zahle und gehe. Ich erinnere mich an meine Mutter, die in Schlesien geboren ist und als junges Mädchen davon träumte, Gutssekretärin zu werden in der Ukraine. Ihre Ukraine der Träume war ein reiches Land, mit Feldern voller Sonnenblumen und Getreide, soweit das Auge reicht. Ein Paradies. Aber alles ist anders geworden.

Astrologisch wurde bereits ausführlich berichtet über den Ukraine-Konflikt. Sehr gut HIER von Claude Weiss bei Astrologie-Heute. Aber die Sorge der jungen Frau hat mich ganz anders berührt, so sehr persönlich. Es sind die Menschen, das Volk, sie wünschen sich Frieden, eine Krankenversicherung, Arbeit, dass sie mit ihren Familien würdig leben können. Mehr nicht und doch ist es alles und alles so schwer, wenn alte Mächte ringen.


Es gibt zwei Horoskope der Ukraine. Das erste Horoskop der Ukraine vom 22.1.1918, Kharkov, Quelle: Campion, Buch der Welthoroskope. Seit dem Mittelalter wurde die Ukraine von Polen, Litauen, Russland und der Türkei regiert. Nach der russischen Revolution im Frühjahr 1917 entwickelte sich eine nationalistische Bewegung, doch der Weg zur völligen Unabhängigkeit war beschwerlich. Am 22. Januar 1918 erklärte das ukrainische Parlament die Unabhängigkeit.


Ukraine, 22.1.1918, Kharkov

Ukraine, 24.8.1991, 17:59, Kiew
Als zweites Horoskop gilt aktuell die Unabhängigkeitserklärung der Ukraine am 24.8.1991 um 17:59 in Kiew … nach der Auflösung der Sowjetunion. Im ersten Horoskop steht bereits die Entfaltungsenergie der Sonne im Wassermann, der Unabhängigkeitsenergie. Mit dem zweiten Horoskop von 1991, steht der Aszendent und der Mond im Wassermann. Das Volk, der Mond, möchte frei, selbstbestimmt und unabhängig sein und bringt entsprechend revolutionäre Bereitschaft mit. Mit Saturn in Aszendentennähe wirken die konservativen und alten Kräfte deutlich hemmend auf die Unabhängigkeitsbestrebungen ein. Trotzdem will ein Wassermannaszendent entfaltet werden. Im Wassermann geht es im höheren Sinn um die Entfaltung von Brüderlichkeit. Es wäre schön, wenn es diesem Land gelingen würde hier etwas Neues zu vollbringen. Das sabische Symbol des Aszendenten auf 7° Wassermann lautet: Ein Kind wird aus einem Ei geboren. Es geht tatsächlich um etwas Neues. Vielleicht überwindet man in der Ukraine irgendwann die alten Weltbilder der Trennung von Ost und West, die so gerne in gut und böse eingeteilt werden. Wie immer bin ich jemand, der voller Hoffnung ist. Auch wenn solchen Prozessen oft etwas vorausgeht, das zerstörerisch ist. Welche Heldentat muss hier vollbracht werden?
Der Mythos und die Heldentat des Herakles in seiner Zuordnung zum Wassermann ist: Die Säuberung des Augiastalls. All der Mist der Vergangenheit, der alten Denkmuster, alten Strukturen und Verwicklungen, all das muss mit einem Akt der intelligenten Umleitung eines Flusses hinfortgespült werden. Hier nochmal zur Erinnerung der Herakles-Mythos zum Wassermann:

Die Aufgabe des Herakles bestand darin, einen Viehstall auszumisten, indem sich der Mist und Dreck vieler Jahre angesammelt hatte. Der Besitzer des Stalls - König Augia - hatte sich nie um seine riesige Viehherde gekümmert. Herakles sollte die Aufgabe an einem Tag, zwischen Sonnenaufgang und -untergang erledigen. Eigentlich unmöglich für Herakles, dies mit den herkömmlichen Mitteln zu erreichen. Aber ... er hatte eine geniale Idee: er brach den Stall an beiden Enden auf und leitete einen vorbeifließenden Fluss durch den Stall. Das durchströmende Wasser trug den Mist fort und die Arbeit war schon gegen Mittag erledigt. 

Wir wissen nicht, wie diese Arbeit in der Ukraine aussehen wird. Und wenn ich an Viktoria denke, die nette Friseurin aus der Ukraine, dann hoffe ich sehr, dass es einen menschlichen und brüderlichen Weg geben wird, für uns alle.

Herzliche Grüße von Siri