Mittwoch, 25. Dezember 2013

Weihnachten

foto©siri


Ich sehn´mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit.
Ich glaub´, ich hab´s einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel
weit und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal, das alles:
Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei´s Sonnenstrahl,
dass Regen, Schnee und jede Wolk,
dass all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön.
Ich muss gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen,
spür die Tön´ein´s jeden Dinges,
nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaub, das war der Moment,
den sicher jeder von sich kennt,
in dem der Mensch zur Lieb´bereit:
ich glaub´, da ist Weihnachten nicht weit!

Hermann Hesse

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Vollmondtime

foto©siri
So schön können wir derzeit den Mond anschauen. Ein klarer Abendhimmel nach einem herrlichen Tag. Ein Genuss. Vollmond war gestern am 17.12. um 10Uhr28 ... ein kommunikativer freundlicher Vollmond auf 26° Zwillinge. Da der exakte Vollmond auch immer die exakte Opposition zur Sonne darstellt, steht die Sonne auf 26° Schütze. Die Achse von Wissen und Weisheit, von Vielem und Einem, von Erfahrung und Erkenntnis, von Detail und Überblick, von Suchen und Finden. Bis zum nächsten Neumond am 1. Januar 2014 eine gute Zeit, sich mit den religiösen Themen zu beschäftigen, oder sich abzulenken mit Glühweingetöse. Eine Zeit, in der wir aus den Erfahrungen des Jahres rückblickend Erkenntnis gewinnen können. Das sabische Symbol des Vollmondes lautet: Rauhreifbedeckte Bäume vor einem Winterhimmel. Ein ungewöhnliches Symbol für eine Zwillingethematik. Aber es weist uns darauf hin, dass wir das WESENTLICHE erkennen können. Die Reifungsprozesse sind abgeschlossen, die Kühle der Gedanken legt sich wie Raureif auf das Gewesene und wir schauen auf den Winterhimmel (Schütze) um das, für uns Wesentliche des Jahres, als Erkenntnis zu gewinnen. Nicht umsonst die Zeit der Jahresrückblicke. Wir können unseren eigenen persönlichen Jahresrückblick machen: Was war das Tollste was ich gesehen habe? Was das Großartigste, das ich gehört habe? Was das Außergewöhnlichste, das ich gemacht habe? Was das Schönste, das ich erlebt habe? Wer hat mich am meisten beeindruckt? Was war das Unerhörteste? Was die größte Herausforderung? Was das Schicksalhafteste? Was das Ungewöhnlichste?

 
Dieser aktuelle Vollmond am Himmel steht direkt an der Spitze des Horn des Stiers und symbolisiert somit einen Punkt des Angriffs. Etwas auf die Hörner nehmen heißt auch immer "es anpacken" … Erkenntnis nicht nur Erkenntnis sein lassen, sondern umwandeln in konkrete Vorsätze und Taten. 
Vollmond, 17.12.2013, 10Uhr28, Berlin
Die neue Bundesregierung will ja jetzt auch wieder arbeiten … gut so … wird auch Zeit. Das Vollmondhoroskop mit einem Wassermann-Aszendenten lässt Überraschungen vermuten und siehe da, wir haben eine Verteidigungsministerin. Wenn das mal keine Überraschung ist … doch dazu ein ander Mal mehr.

Herzliche Grüße Siri

Freitag, 13. Dezember 2013


Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott. 
Werner Heisenberg 



Mittwoch, 11. Dezember 2013

Kapitän seiner Seele

fotos©siri
"To be free is not merely to cast off one´s chains, but to live in an way that respekts and enhances the freedom of others". Worte von Nelson Mandela am Eingang des Apartheid Museums in Johannesburg. In dieses Museum konnten wir durch die Tür "nur für Weiße" oder "nur für Schwarze" eintreten, um einen Eindruck von der krassen Rassentrennung zu gewinnen, um dann in die Geschichte von Südafrika und die Befreiung von Apartheid einzutauchen. Eindringlich, nachdrücklich, bedrückend, laut und eng, immer wieder wie in einem Gefängnis, Galgenstricke hängen von der Decke, Filme, Reden, Kämpfe, Texte, Plakate. Sehr ehrlich, sehr nah und nicht nur pathetisch, sehr beeindruckend und nachdenklich machend. Auf unserer Reise durch Südafrika in diesem Sommer, war uns die Befreiungs- und Symbolfigur Nelson Mandelas allgegenwärtig. Die Menschen lieben ihn, er ist ihr Erlöser, Befreier und Versöhner. Ein Mensch, ein Berufener … einer, der ein ganzes, langes, großes Leben in den Dienst eines Ideals gestellt hat, dem Ideal von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Sehr gut gefiel mir die Rede Barack Obamas, anlässlich der Trauerfeier im Soccer City Stadion von Johannesburg … er sprach von der Macht von Ideen, Visionen und Träumen und er sprach auch von der Macht der Taten, von Wirklichkeit, Geduld und Beharrlichkeit. Er sprach von Disziplin, von gemeistertem Zorn, von jemandem der in der Lage war, Konsequenzen zu tragen. Er sprach von einem Band von Menschlichkeit, vom Teilen und der Sorge um andere. Er war beeindruckt von der tiefen Empathie Mandelas. Er sprach von einer Ikone, die nicht dem Alltag enthoben war, die nicht nur Gesetze geändert hat sondern auch Herzen. Er sprach von einem, der tatsächlich in der Lage war, Versöhnung Wirklichkeit werden zu lassen und an das Beste in uns Menschen appellierte. Er appellierte auch an das Beste in Barack Obama, der wie er zugibt, noch auf dem Weg ist. Und er zitierte zu guter Letzt Nelson Mandela mit dem Satz "Ich bin der Kapitän meiner Seele". Das beeindruckt mich auch … Kapitän meiner Seele zu sein. Nelson Mandela war ein Krebs. Für mich drückt dieser Satz den vollkommen erlösten Krebs aus. Krebs, das Zeichen der Seele.

Das Horoskop von Nelson Mandela stelle ich hier ein, möchte aber nicht groß daran herumdeuten. Meiner Überzeugung nach, versuchen wir unser Horoskop zu leben … manche aber ... wachsen über ihr Horoskop hinaus.

Nelson Mandela, geboren am 18. Juli 1918, 15 Uhr in Umtata, South Africa

Für die Freunde der Fixsterne habe ich zudem, die beiden Sterne des heliakischen Auf- und Untergangs zum Zeitpunkt der Geburt Nelson Mandelas errechnet.

Der Stern des heliakischen Aufgangs ist der Stern, unter dem man geboren wird, er beschreibt den Lebensauftrag der Seele, es ist der Auftrag, der diese Inkarnation begleitet. Nelson Mandelas Geburtsstern ist Capella - der Wagenlenker. Capella ist der Hauptstern im Sternbild des "Fuhrmanns". Ich zitiere wortwörtlich nach Bernadette Brady: "Capella wird mit dem Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit auf nichtaggressive Art und Weise assoziiert" und beschreibt den Lebensauftrag Nelson Mandelas.
Der Stern des heliakischen Untergangs beschreibt das Werkzeug, mit dem man seine Aufgabe meistert. Der Stern Nelson Mandelas, sein Werkzeug, ist Facies - der Blick des Bogenschützen.  Facies liegt vor dem Gesicht des Sternbildes Schütze. Er symbolisiert das Ziel des Schützen. Ein absolutes Ausgerichtetsein voller Durchschlagkraft. Dieser Stern kann Führungspersönlichkeiten und Diktatoren hervorbringen. Er repräsentiert Konzentration und visionäre Fähigkeiten. Facies bedeutet auch für jemanden, dass er sich nicht von seinem Ziel abbringen lässt, unermüdlich und immer wieder seine Ziel anvisiert, verfolgt und in gewisser Weise unbestechlich ist.

Nun ist er gegangen, dieser großartige Mensch … ein Unsterblicher ist gestorben … lebt weiter in unseren Herzen und Gedanken. "Niemand wird geboren um einen anderen zu hassen … der Mensch lernt zu hassen … er kann auch lernen, zu lieben."

Herzliche Grüße von Siri

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Götter in Karlsruhe

Heute habe ich die Götter besucht im Badischen Landesmuseum, Karlsruhe. Ausstellung "Imperium der Götter. Isis, Mithras, Christus. Kulte und Religionen im römischen Reich". Ein Must have für Astrologen. Gleich beim Eintreten in diese umfangreiche Ausstellung werden wir mit dem Götterstammbaum des Götterpaares Jupiter und Juno konfrontiert … und ich war in meinem Element. Wir begegnen Dionysos und seinen Mysterien, sehen wie Demeter den Herakles in die Mysterien von Eleusis einweiht, begegnen der astrologischsten Religion unter den Religionen, dem Mithraskult. Dann die wunderbaren Göttinnen Isis und Kybele, der großartige Jupiter ... um uns dann mit dem monotheistischen Juden- und Christentum zu beschäftigen. Alles hängt zusammen, hat seinen Ursprung und ich stelle fest, dass mein Geburtstag ursprünglich ein Isiskulttag war, die Jakobinermützen der französischen Revolution auf die phrygische Mütze des Mithras zurückzuführen sind … weil eben jede Zeit die Symbole benutzt und für sich neu deutet. Wenn wir doch nur immer dieses Bewusstsein hätten, dann würden sich die Religionen besser verstehen und wir müssten einander nicht bekämpfen oder missionieren, soll doch jeder die Kopfbedeckung tragen die er will. Etwas näher eingehen möchte ich auf die Mithras-Philosophie. Sie entstand zeitgleich mit dem Christentum und war im ganzen römischen Imperium verbreitet. Mithras war ein Gott des Werdens und Vergehens, verbunden mit dem Rhythmus der Natur, des Jahreszyklus und des Kosmos. Er teilte sich mit dem Sonnengott die Herrschaft. Zur Tag-und-Nachtgleiche im Herbst übernahm er den Sonnenwagen, um das Licht sicher durch die dunkle Zeit zu bringen. Die Anhänger des Mithraskultes waren Suchende, auf dem Weg der Selbsterkenntnis und sie gingen einen Einweihungsweg, der sie durch 7 Planetenstufen führte. Durch die 1. Planetenstufe, der Merkurstufe bis zur letzten, der 7. Planetenstufe, der Saturnstufe. Es war ein siebenstufiger Abstieg der Einweihung um letztendlich wieder aufzuerstehen. Das Altarbild ist die berühmte Stiertötungsszene.

Ein nachgebautes Mithräum innerhalb der Ausstellung mit der Stiertötungsszene als Wandfresko. foto©siri
Relief mit Stiertötungsszene: Rom, Museo Nationale Romano ausgeliehen für die Ausstellung in Karlsruhe 
Wir sehen, wie Mithras den Stier am Kopf hält, und ihm ein Kurzschwert in die Halsschlagader sticht, das Blut des Lebens fließt heraus. Diagonal gegenüber des Kopfes, an den Hoden, ist der Skorpion, der ihm den Samen aussaugt. Der Astrologe weiß, dass es sich um die Achse Stier-Skorpion dreht. Der Stier, das Symbol für das Irdische, das Fruchtbare, das Mondhafte … denn der Stier ist ein weißer Stier … muss sterben. Jedes Jahr im November stirbt der Stier. Der Skorpion bewahrt den Samen, um im nächsten Jahr transformiert wieder aufzuerstehen.  Es geht um Stirb- und Werdeprozesse der Seele, um Auferstehung, um einen Weg den der Mithrant geht. Am Fuß der Tötungsszene ist die Schlange, das weiseste aller Tiere, das Symbol für den Weg der Erkenntnis. Auf der Darstellung des hier abgebildeten Reliefs, verbindet die Schlange den Stier  mit dem Skorpion und bildet somit die Achse noch deutlicher ab.
Wie sinnig ist es da doch, dass wir mundan die Mondknotenachse Stier-Skorpion haben. Der Stier am absteigenden Mondknoten und der Skorpion am aufsteigenden Mondknoten. Es geht um Wandlung, um die Wandlung von Werten, um Loslassen und Opferbereitschaft, um Begegnung mit der Bereitschaft zur Erneuerung.

Herzliche Grüße von Siri

Freitag, 29. November 2013

Geheimnisvolle Mondknoten

Die Mondknotenachse überspannt unsere gesamte Inkarnation wie ein Regenbogen.
Bild: Caspar David Friedrich

In unserer Astrogruppe haben wir die "Mondknoten" zum Thema. Alle lieben die Mondknoten, denn wer sich mit den Mondknoten beschäftigt, erkennt oft überrascht, dass sie eine weit größere und vor allem tiefer greifende Aussage haben, als irgendein anderer Faktor im Horoskop. Wenn wir uns rückblickend fragen, warum sich unser Lebensweg so oder so gestaltet und was uns im Hintergrund bewegt, so geben uns die Mondknoten frappierend zutreffende Aussagen. Umso interessanter, da Mondknoten am Himmel nicht sichtbare, sondern mathematisch errechnete Faktoren sind. Sie werden manchmal auch Drachenpunkte genannt … der Kopf des Drachens ist der aufsteigende, und der Schwanz des Drachen, der absteigende Mondknoten. Ich mag gerne mir den Drachen vorstellen … dann gibt es immer was zu meistern, zu besiegen. Der Drache ist eine Aufgabe, und er symbolisiert den Ort der Begegnung von Sonne und Mond im Inneren.


Die Mondknoten sind die Schnittpunkte der Mondbahn mit der scheinbaren Umlaufbahn der Sonne um die Erde. Hier treffen sich die Bahnen der beiden großen Lichter. Es gibt einen südlichen, den sogenannten absteigenden Mondknoten und einen nördlichen, den aufsteigenden Mondknoten. Beide stehen sich immer genau gegenüber und das Ganze wird Mondknotenachse genannt. Die Mondknotenachse gibt Auskunft über das Lebensthema, den sich daraus ergebenden Lebensweg und sie berichtet von der Vergangenheit und Zukunft der menschlichen Seele. Man kann sie deuten als großen und in sich geschlossenen Weg. Die erste Phase im Leben ist der Abstieg in die alten Muster und Gewohnheiten … zum absteigenden Mondknoten, und die zweite, die bewusstere Phase, ist der Aufstieg zu den noch fehlenden, neuen Mustern und Fähigkeiten ... zum aufsteigenden Mondknoten. Ergebnis des Weges ist eine ausgewogene Mitte zwischen den beiden polaren Prinzipien, die von der Mondknotenachse als Thema angeschnitten sind. Bildlich könnten wir sagen, dass die Mondknotenachse unsere gesamte Inkarnation wie ein Regenbogen überspannt und zeigt uns Herkunft, Absicht und Ziel. Zwischen den beiden Polen sucht die Seele die harmonische Mitte. Gedeutet werden Zeichen und Häuserstellung. Aber auch der Rhythmus ist von Bedeutung. Der Umlauf der Mondknotenachse beträgt 18,6 Jahre und alle 9,3 Jahre ist das Mondknotenthema angesprochen, es vollzieht sich somit alle 9,3 Jahre ein Themenwandel, und wir werden jeweils mit Abstiegs- oder Aufstiegsthemen konfrontiert.  
 
Dieter Hildebrandt, geb. am 23. Mai 1927, 6:00 Uhr in Bunzlau
Am Beispiel von Dieter Hildebrandt können wir ja mal schauen, wie so eine Mondknotendeutung funktionieren könnte. Er hatte den absteigenden Mondknoten im Schützen und den aufsteigenden in den Zwillingen. An der Aszendenten/Deszendenten-Achse dominant. Die Schütze/Zwillinge- wie auch die Zwillinge/Schütze-Achse, nennt sich die Erkenntnisachse. Die Seele will Erkenntnis ins Leben bringen. Mit dem absteigenden Mondknoten im Schützen werden die alten Schützemuster "Die Suche nach einem höheren Ziel", "Das Ausgerichtetsein auf das Wissen", das "Rechthabenmüssen" angesprochen. Er war einer, der es besser wusste. Wenn wir den Knoten noch im 6. Haus ansiedeln, trat Dieter Hildebrandt mit der Mentalität, "Ich diene anderen mit meiner Wahrheit", an. Der aufsteigende Mondknoten in den Zwillingen im 12. Haus weist den kreativen Weg. In den Zwillingen geht es darum, auch die Weisheit der Anderen zur Kenntnis zu nehmen, und es leichter und spielerischer anzugehen. Die Anderen sein zu lassen wie sie sind, und zwangloser zu werden. Dieses in die Zwanglosigkeit kommen, hat er gut zum Ausdruck gebracht, indem er seine Weisheiten auf lustige und kabarettistische Art kommunizierte. Er war ein Meister der vermeintlich leichten und lustigen Kommunikation, hat dabei aber seine Wahrheiten auf den Punkt gebracht und provoziert. Da war er ganz in der Mitte der Achse.


Das sabische Symbol auf 30°Schütze absteigender Mondknoten lautet: Der Papst segnet die Gläubigen. Das sabische Symbol auf 30° Zwillinge aufsteigender Mondknoten lautet: Eine Parade von Badeschönheiten vor großem Strandpublikum. Ein bisschen hatte man das Gefühl, dass man sich oft mit dem Papst in ihm konfrontiert sah, wenn er uns mit seinen Wahrheiten segnete. Aber wir sahen ihn auch vor großem Publikum, mit einer Parade von schönen Lach- und Schießgeschichten. 


Ich mochte ihn sehr und erinnere mich, dass ich als Kind auf dem Sofa saß … damals … die Mutter die Erdnüsse rausgeholt hat, und wir die "Münchner Lach- und Schießgesellschaft" geschaut haben. Und wenn die Eltern gelacht haben, habe ich auch gelacht, denn ich wollte mir nicht die Blöße geben, dass ich den Witz noch nicht verstand. Ich habe ja auch den absteigenden Mondknoten im Krebs und war ganz das liebe Kind.  So hat Dieter Hildebrandt mein Leben bis jetzt begleitet, einer der bei seiner Wahrheit blieb, aber uns alle großartig merkurisch unterhalten hat. Möge er die Erkenntnisse gewonnen haben, die er in dieser Inkarnation gewinnen wollte.

Herzliche Grüße von Siri

Mittwoch, 27. November 2013

Herbststimmung

November in den Rheinauen foto©siri
Liebe Freunde der Astrologie,
heute nur ein schönes Herbstfoto. Dafür am Freitag etwas über Mondknoten.


Euch einen schönen sonnigkalten Tag. Siri

Mittwoch, 20. November 2013

Keine Macht für Niemand


Jan Andreesen als Rio Reiser im Musical des Badischen Staatstheaters Karlsruhe
In Karlsruher Staatstheater spielt derzeit das Musical "Rio Reiser". Eigentlich kein Musical-Fan, bin ich trotzdem hin … weil es gut sein soll. Und tatsächlich, es hat mich umgehauen. Unglaublich was die Künstler da life abgeliefert haben. Mit diesem Stück wurde der Zeitgeist der 70er gerufen, mit all dem Rebellengeist von "Ton Steine Scherben". Der Rio-Reiser-Darsteller "Jan Andreesen" ist Spitzenklasse und  hat alles gegeben, ist über sich selbst hinaus gewachsen, war Rio Reiser. Wäre ich 20 … ääh 40 Jahre jünger … ich wäre am Bühnenausgang gestanden und hätte um Autogramme gebettelt *grins*. Selbst war ich damals nicht Teil der Szene, eher der Feind, als ich noch an der Fachhochschule für Wirtschaft, Marketing und Werbung studiert habe. Und ich erinnere mich gut an die abendlichen Kneipendiskussionen, in denen ich mich rechtfertigen musste, weil ich dem Klassenfeind diente. Umso mehr beeindruckt es mich heute, welcher Geist von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit … welcher Wassermanngeist uns damals beeinflusste. Was würden wir nur ohne unsere Künstler machen, die bereit sind, ihren idealistischen Impulsen zu folgen, die es in Worte der Poesie und in Musik fassen, die uns begeistern können mit ihrer Hingabe an ihre Kunst. Mir war nicht klar, welche wunderbaren Texte Rio Reiser verfasst und vertont hat. Vieles im Geiste des Wassermanns mit "Keine Macht für Niemand" aber auch vieles im Geiste der Liebessehnsucht. Ein Mensch, auf der Suche nach Liebe und Gerechtigkeit. Und es gab sogar direkt astrologische Hinweise während der Aufführung. "Unsere Band wird vom Steinbock regiert" … aha … Rio ist Steinbock. Also, muss ich Horoskope schauen. Es wird auch berichtet, dass die Tarotkarten ihm als Inspiration für einige Songs dienten. Ja, so war das damals … in den Ardennen … wir waren auf der Suche nach Sinn und Selbsterkenntnis, nach neuen Lebensmustern, nach Frieden und Gerechtigkeit, nach dem Flow, dem Anderssein, nach Bewusstseinserweiterung … und da war auch Kartenlegen und Astrologie völlig NORMAL. Echt wahr. 
Hier das Horoskop von Rio Reiser. Mit einem Löwe-Aszendenten und Pluto im ersten Haus musste er sich in die Welt bringen und Finger in Wunden legen … gab es Texte wie "Wenn ich König von Deutschland wär". Mit Steinbocksonne im 6. Haus und Saturntrigon, einer, dem die gesellschaftlichen Themen am Herzen liegen. Mit Merkur, Jupiter und Venus im Wassermann im 7. Haus kam seine Liebe, seine Suche und seine Art sich rebellisch auszudrücken zum Tragen. Da ist man eben anders und fühlt sich auch verloren in dieser Welt.
Rio Reiser, 9. Januar 1950, 17:25 Uhr, Berlin
Die Zeit ist wieder reif für rebellische Gedanken … keine Macht für Niemand … all die jungen Schützen, jungen Löwen und Steinböcke, die jungen Wassermänner, Zwillinge, Waagen, Stiere, Fische und Krebse … all die jungen Jungfrauen, Widder und Skorpione … sie stehen schon in den Startlöchern, mit ihrer Bereitschaft sich für mehr Gerechtigkeit in der Welt einzusetzen. Mit Uranus im Widder, Neptun in den Fischen und Pluto im Steinbock ist es so vorgesehen. Ich glaube an unsere Jugend, die werden es gut machen, auch reifer und globaler denkend, als wir damals. 
Herzliche Grüße Siri
PS: Für die Fixstern-Fans (nach Brady) unter euch … inzwischen weiß ich, dass es ein paar gibt … hier die Fixsterne des heliakischen Auf- und Untergangs zum Horoskop von Rio Reiser. Der aufgehende Fixstern ist Aculeus. Einer der Stacheln des Skorpions. Ja, da wird gestochen, angegriffen, kritisiert und problematisiert. Nicht nur physisch, sondern auch mental, verbal und geistig-spirituell. Aculeus steht für konstruktive Kritik, Kritik, die einen stärkt und einem hilft, sich weiter zu entwickeln, die einen abhärtet und über sich hinauswachsen lässt. Da der Stern des heliakischen Aufgangs die Lebensaufgabe beschreibt, könnte ich mir vorstellen, dass Rio Reiser die Aufgabe hatte, einer zu sein, der Kritik übt, der aufrüttelt, der hinweist, der protestiert, der auch mal sticht und für andere Vorreiter ist. 
Der Stern des heliakischen Untergangs, das Werkzeug, ist El Nath. Horn des Stiers und symbolisiert einen Punkt des Angriffs, etwas auf die Hörner nehmen. Das hat er doch, der Rio … er hat ne Menge auf die Hörner genommen. Würden wir sonst heute, nachdem er schon lange nicht mehr unter uns ist, ein biografisches Musical von ihm aufführen? Der Saal mit uns Oldies hatte jedenfalls stehende Ovationen geliefert und ich habe danach seine Texte gesucht, gelesen, bewundert. 
PPS: Meiner Freundin Denara ging es wie mir, hier nachzulesen in ihrem Blog




Mittwoch, 13. November 2013

Top of the lake


Hello … my Computer is working again. Aber, es war auch mal wieder interessant zu spüren, dass alles ohne die Welt der Netze funktioniert … und man hat auf einmal Zeit. Echt … ganz viel Zeit. Obwohl … ich habe Fernsehen geguckt. Eine ganz tolle Serie in arte "Top of the lake". Serien sind in, und es gibt wirklich gute. Angefangen habe ich mit "Mad men", spielt in der Welt der Werbeagenturen in New York in den 60er Jahren. Dann "Downton Abbey", spielt in England in der Zeit des Umbruchs vom Herrentum zur Emanzipation der Klassen. Dann "Homeland", megaspannender Spionthriller, amerikanisch und panisch … aber gut, und sagt viel aus über die amerikanische Seele. Dann "Borgen", Politik hautnah in Dänemark. Allen Serien ist zu eigen, dass ihnen nicht mehr ausschließlich die klassische Einteilung von Gut und Böse zu Grunde liegt, sowie damals Dallas mit dem bösen JR und dem guten Bobby. Heute gibt es Helden, Frauen wie Männer, die facettenreich und tiefgründig mehrere Seiten spielen  … es sind Geschichten die das Gute aber auch das Dunkle im Menschen zeigen. Und nun aktuell "Top of the lake". Eine Minikrimiserie die in Neuseeland spielt. Vor dem Hintergrund fantastischer und überwältigender Natur leben Menschen. Rauh, verletzlich, schräg, gebrochen aber auch magisch. Frauen und Männer einander ausgeliefert. 12 jährige Mädchen sind schwanger und verschwinden. Hilflosigkeit, Bessenheit, aber auch Liebe. Sehr dunkel, verzweifelt und grausam, aber es gibt auch Liebe. Verwirrend. Wir Menschen scheinen unseren Trieben und unserer Hilflosigkeit ausgeliefert, auf diesem fantastischen Planeten ausgesetzt  zu sein und versuchen das Beste und Schlechteste draus zu machen. Verletzungen, Ängste, Heimat, Gewalt, Alkohol, Liebe, Flucht, Wahnsinn. Eine dunkle Triebnatur aber auch eine Sehnsucht nach Heilung. Ganz weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll … eigentlich wollte ich immer mal nach Neuseeland.  Astrologisch ist diese Serie ein Musterbeispiel für Neptun und Chiron. Neptun in den Fischen. Chiron ist auch in den Fischen. In den Fischen ist alles … der Meister und der Mörder. Wir begegnen in den Fischen allem was Menschsein ausmacht …. jeder menschlichen Erfahrung. Wir schwimmen durch diesen Ozean von Wasser und wissen nicht, ob uns ein Hai oder ein Seepferdchen begegnen wird, eine Feuerqualle oder ein Schwarm Sardinen. Wir müssen überlegen mit wem wir schwimmen wollen, ob wir allein unterwegs sind, in warmen oder kalten Gewässern, Strömungen folgen, oder in Korallenriffen bleiben. In den Fischen lösen sich die Grenzen auf, schließen sich Kreise. Das Leben kommt aus dem Urozean und kehrt erfahrener und bewusster zurück. Wenn wir ins Wasser gehen, kehren wir zurück. Mit Chiron, dem Heiler, in den Fischen werden wir vertrauter mit unserem Schicksal, lernen aber auch zu handeln, ohne dabei dem Schicksal und den sich ergebenden Konsequenzen aus dem Weg zu gehen.
Neptun bleibt bis 2025 in den Fischen. Eine Zeit, in der wir beobachten können, wie uns Meister und Mörder begegnen. Wie wir lernen mit unseren Erfahrungen umzugehen und sie umsetzen in Mitgefühl und Mitmenschlichkeit. Ob wir in der Lage sind, den Klimawandel als menschengemacht zu begreifen und zu handeln. Damit all die Menschen auf den Philippinen nicht umsonst gestorben sind. All die Kinder, die nun umherirren im Chaos, die ihre Eltern begraben, die traumatisiert sind, die auf Hilfe hoffen, die ausgeliefert sind. All die Tränen der Mütter und Väter. Ob wir begreifen, dass wir alle zusammengehören, dass wir Mitgefühl entwickeln und helfen, dass wir begreifen, dass wir alle eins sind. Und wenn die Welt untergeht, wir gemeinsam untergehen. Wenn radioaktiv verseuchtes Wasser in den Ozean läuft wir womöglich verstehen, dass das Auswirkungen für alle hat, und das Wasser nicht vor Japan stehen bleibt. Wenn wir Fische aus dem Meer ziehen und sie voll Plastikmüll stecken und sie uranverseucht sind. Wie können wir nichts tun, hilflos auf Konferenzen sitzen und uns nicht einigen, warum dauert alles so lange? Immer wieder die Hopi-Prophezeiung hörend: "Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann." 
Ja, jetzt habe ich mich ein wenig verloren in der Trauer um die armen Menschen, aber auch das ist Fische.

Herzliche Grüße von Siri

PS: "Top of the Lake" morgen am Donnerstag auf arte ab 20:15. Näheres HIER

PPS: Loop beleuchtet auch die involvierten Schauspieler in Bezug zur Serie. Sehr interessant. Näheres HIER.