Mittwoch, 30. April 2014

Spuren

Gestern im Kino gewesen. "Spuren". In den 70er Jahren bricht eine 27jährige junge Frau auf, um mit vier Kamelen und einem Hund Australien zu durchqueren. Ein wahre Geschichte. Und ich erinnere mich gut daran … damals, jaaaa daaamaaals … das Buch gelesen zu haben. Eine Geschichte, die ich fast nicht glauben konnte. Welchen unfassbaren Mut muss man denn da aufbringen? Heute - nach dem Film - wird mir einiges klarer. Es war eine Bestimmung, eine Suche, ein innerer Auftrag, es ging gar nicht anders. Eine sehr talentierte, aber durch den Selbstmord der Mutter traumatisierte Frau will nur eins … allein sein. Eine Sehnsucht nach Wüste, Weg und Klarheit treibt sie an. Die Tiere sind ihre Begleiter, besonders ein geliebter Hund. Allein von Menschen wollte sie sein. Der Film bringt all das und die Reise zu sich selbst sehr gut rüber und kommt ohne Crocodile-Dundee-Attitüden aus. Er ist einfach wahrhaftig, die Schauspielerin brillant, und so ist der Film auch keine Sekunde langweilig, obwohl wir zwei Stunden lang hauptsächlich eine Frau mit Kamelen durch die Wüste gehen sehen. Ein bisschen zuviel Kamele? Nein .... es ist eine echte Heldengeschichte. Die Heldin ist "Robyn Davidson" geboren am 6.9.1950 in Miles, Queensland Australien. Diese Reise bestimmt ihr Leben, ist die Tat ihres Lebens, und Grundlage für ihre spätere Tätigkeit als Reisende und Schriftstellerin. Während des Films denke ich "Wahrscheinlich hat jeder so seine Heldengeschichte in seinem Leben, eine Schicksalstat, ein Lebensumstand, einen Antrieb zu sich selbst. Ein Schicksalsschlag, der einen ins Leben bewegt, der den Helden in uns anregt". Es müssen ja nicht diese großen spektakulären Helden-Geschichten sein, wie einen australischen Kontinent zu durchqueren. Aber auch wir durchqueren Wüsten, seelische Wüsten, tiefe Täler, trockene und quälende Zeiten, getriebene Zeiten, Krankheit, Verlust des Partners, traumatische Kindheitserlebnisse. Nicht immer gelingt uns das Happy End, aber oft dann doch. Wir müssen uns nur aufmachen, die Kamele bändigen, satteln und selber gehen. Selber gehen ist sehr sehr wichtig. "Steh auf, nimm dein Bett und geh", sagt Jesus zum dem bettlägerigen Kranken und siehe da, er stand auf und ging. Das ist der Satz, der uns die Heilung bringt. Wir können uns selber heilen. Nicht aufgeben, sich nicht hinlegen, sich aufmachen, Vertrauen ins Schicksal haben. Und immer wieder begleitet dich auch einer, hilft dir. Letztendlich sind wir dann doch nicht allein, wenn wir denn nur gehen. Und unterwegs gibt es auch großartige Erlebnisse, Sonnenuntergänge und Sternenhimmel, Glück und Zufall und Liebe. Wir alle sind Helden und das Leben ist einfach großartig. Auch ich habe meine Heldengeschichte und seitdem bin ich bei mir angekommen .. . es ist, wie auf einer Hochebene gehen, man ist oben, die meisten Täler sind durchschritten, die Luft ist klar, der Weg liegt deutlich vor und hinter einem. Vielleicht mag es dem einen oder anderen langweilig erscheinen, ist es aber nicht. Es fühlt sich einfach nur richtig an. Auch das ist der Vorteil, wenn man ein heldenhafter Oldie geworden ist. Es liebt und geht sich so leicht. 

Robyn Davidson, geboren am 6.9.1950 in Miles, Queensland, Australien
Robyn Davidson ist Jungfrau. Ihr Weg ist die Heldentat einer Jungfrau. Jungfrau die lernt, ihre Unsicherheit zu überwinden. Die lernt den Boden zu beschreiten, die sich beschränkt auf das Notwendige. Die als veränderliches Erdzeichen weiß, dass die Erde nicht fest ist. Sie weiß, wie es ist, auf Sand zu gehen, sie spürt die Bewegung der Erdplatten unter ihren Füßen. In der Jungfrau wird das Licht geboren, so heißt es. Aber zuerst meistert die Jungfrau die bewegliche Erde. Vielleicht hat Robyn Davidson deshalb ihr Leben den Nomaden gewidmet, dem Thema Heimat als nichtstationärem Zustand. Sie hat die Heimat in sich selbst gesucht. Sie wollte sich befreien von ihrem Trauma. Jungfrau als Zeichen, das dem Skorpionzeichen so ähnlich sieht, hat doch einiges mit ihm gemein. Jungfrau ist das erste Krisenzeichen im Lauf durch den Tierkreis. Die Krise in sich und mit sich selbst. Sind wir in der Lage in der Jungfrau, dies zu erkennen, zu analysieren und zu meistern bedarf es der skorpionischen Krise nicht mehr. Die erfolgt nur als Maßnahme und Druck von außen, wenn wir die Krise in der Jungfrau verdrängt haben. Das ist der Schatten der Jungfrau, Feigheit vor dem Feind. Dann brauchen wir den Stachel des Skorpions. Robyn schreibt "Ich glaube nicht, dass die Reise einen besonderen Grund hatte - oder es waren so viele, daß es unmöglich ist, über sie zu sprechen. Ich war so lange isoliert, dass ich den ganzen Masochismus wahrnehmen konnte, der meine Beziehung zu anderen Leuten bestimmte, hauptsächlich zu Männern. Ich konnte selbständig und stark werden in meinem Innern. Draußen und in der Wüste verlor ich all die Abhängigkeiten, die die meisten Frauen von uns herumtragen". Robyn ist eine echte Jungfrau-Heldin, sie hat es ganz allein geschafft.
Wir lieben Heldengeschichten, regen sie doch den Held die Heldin in uns an. Ja … es ist zu schaffen. Toller, toller Film. 


Herzliche Grüße von Siri


Anna wusste, dass sie die Wüste durchqueren musste. Jenseits, auf der anderen Seite, waren Berge … purpurn und orange und grau. Die Farben des Traums waren außerordentlich schön und leuchtend … der Traum war ein Zeichen der Veränderung in Anna, in ihrem Wissen über sich selbst. In der Wüste war sie allein, und da gab es kein Wasser, und sie war von den Quellen weit entfernt. Sie wachte auf, mit dem Wissen, dass sie die Lasten von sich werfen musste, wenn sie die Wüste durchqueren wollte. 


Doris Lessing, Das goldene Notizbuch.

Mittwoch, 16. April 2014

Osterferienbreak

foto©siri
Wünsche allen, trotz verwirrender Zeiten, eine frohe Osterzeit. Christlich geprägte Menschen lernen in dieser Zeit viel über Tod und Auferstehung. Unser Dasein auf Erden bedeutet Rhythmus ... Leben und Tod, Werden und Vergehen, Krieg und Frieden. Es geht wohl darum, in Einklang zu kommen ... mit Allem. Freuen wir uns .... an Ostern feiern wir das Leben.

Über die Osterferien macht der Astro-Salon Pause. Am 30.4. geht es hier wieder weiter.

Bis dahin herzliche Grüße von Siri

Mittwoch, 9. April 2014

Widder-lich

BAP Konzert in der Stadthalle, Brahmssaal am 6.4.2014
"Kenn ich nicht, wer ist BAP?" meint der junge Schütze, als er mitbekommt, dass ich die alte schwarze Lederjacke anziehe und mich auf den Weg machen will, um ins BAP-Konzert zu gehen. Ich erkläre es ihm und er meint, "Ja Mama, gönn Dir mal was". Aufs Oldieteil abgeschoben mache ich mich also auf den Weg und siehe da, die anderen Oldies sind auch da und ein Abend voll rauschender Begeisterung und toller, gereifter rhythmischer Rockmusik beginnt. Auf Sitzplätzen *grins* (früher wären wir natürlich gestanden um ordentlich mitgrooven zu können) wie Wolfgang Niedecken schmunzelnd bemerkt, relativiert sich alles mit der Zeit. Es war toll und keine Sekunde langweilig, auch wenn ich immer noch nicht die Texte hörend verstehen kann, in ihrem unnachahmlichen Kölner Dialekt. Niedecken war sehr dem Publikum zugewandt, seine Bandmitglieder in den Vordergrund bringend, sich selbst zurücknehmend … gereift und souverän, menschlich, bescheiden, humorvoll, entspannt und voller Dankbarkeit dem Leben gegenüber. Ein Mensch, der mit dem Älterwerden und mit seinem Schicksal besser geworden ist. Ich bin begeistert. Neue Songs und auch Songs von früher, er will uns nicht enttäuschen, er ist ganz im Hier und Jetzt. Meine Gedanken gehen in die Richtung … so kommt also jemand rüber, der ganz und gar bei sich und in seiner Entfaltung angekommen ist. So gesehen ist "Oldie sein" schon eine gute Sache ... Frieden, Freude und Gelassenheit. Kraftvoll, wissen für was man steht, wer man ist und voller Dankbarkeit. Ja Dankbarkeit. Ab und zu führe ich Gespräche mit meiner Freundin Bridget, die meine dankbare Grundeinstellung manchmal etwas nervig findet, aber ich bin es einfach. Ich freue mich über so vieles, bin für so vieles dankbar … der Engel der Dankbarkeit ist einfach immer mit mir. Das macht froh und glücklich kann ich nur sagen. Ein Talent zum Glücklichsein nenne ich das.

Wolfgang Niedecken, geboren am 30.3.1951 in Köln, Geburtszeit unbekannt
Wolfgang Niedecken ist Widder. Ein guter alter Widder. Mars und Merkur ebenfalls im Widder. Da wird so mancher Kampf gekämpft im Leben. Eigensinnig womöglich … deshalb werden wir auch mit dem Kölner Dialekt konsequent traktiert … lasset juut sin … sein Markenzeichen, und wer es verstehen will, muss halt Texte lesen. Widder sind nach vorne orientiert, können auch etwas hinter sich lassen, sind prädestiniert für das Hier und Jetzt. Und was morgen ist, dass werden wir ja dann sehen. Sie sind es gewohnt voranzugehen und befinden sich automatisch in der Führungsrolle. Sie wissen was sie wollen. Aber wie steht es mit dem Talent zum Glücklichsein? Klassisch gesehen sind Jupiter und Venus die Glückssterne. Jupiter in Niedeckens Horoskop steht in den Fischen, also stark. Und Venus im Stier, auch stark. Jupiter in lockerer Konjunktion mit dem aufsteigenden Mondknoten in Fische. Vetrauen ins Schicksal, Vertrauen in den eigenen Weg, Vertrauen in die innere Führung. Wissen um das Eingebundensein in die ganze Menschheit und ein sich daraus entwickelndes soziales Bewusstsein, dass Niedecken praktisch in sein soziales Engagement umsetzt. Und Venus im Stier zeigt seine tiefe Verbindung zur Kunst an. Er ist schon juuut geworden, der Wolfgang.
Ich hatte jedenfalls einen großartigen Abend. Und wenn der Widder wieder mal nach Karlsruhe kommt, hole ich die alte Lederjacke raus und "gönn mir mal was". Hier die aktuellen Tourdaten.

Entspannte Grüße von Siri

Widderlich (Songtext) 
übersetzt aus Kölsch "widderlich" ins Hochdeutsch "widerlich"

Wer Hass sät, der weiß, dass Gewalt daraus entsteht. Wer auf Neid setzt, der weiß, wie der Pöbel mit Fremdem umgeht in einem Ellenbogenland, wo man Sündenböcke schon einmal verbrannt. He, spart euch die Kränze, ihr könnt mich nicht blenden. Die Betroffenheitsphrasen sind zynisch, so falsch wie Krokodilstränen. Ihr seid widerlich, nicht mehr zu ertragen. Ihr seid penetrant, wahre Asoziale. Ihr seid ignorant. Was kann man von euch schon erwarten? Karrieregeil seid ihr Versager, sonst nichts. Ihr seid widerlich. Während ihr ohne Sorge Grundrechte verkrüppelt, zersägt und in Talkshows auf "dufte" macht, damit das garnicht auffällt, freut ihr euch weg, wenn unsereins schön brav den Pausenclown macht, dass die Welt nur nicht denkt, es könnte noch was passieren. Tut mir leid, keinen Schlag mehr, solange Schleimer wie ihr das Land hier regieren. Wie könnt ihr euch selbst im Spiegel ertragen? Wenn ihr in Unschuld die Hände wascht, in Kameras strahlt? Liegt euch dann nichts im Magen? Widderlich.

Mittwoch, 2. April 2014

Indische Palmblatterfahrungen von Denara

Hallo, liebe Leserinnen und Leser des Astro-Salons,

als regelmäßige Besucherin und selbst Bloggerin bin ich gerne bereit, hier einen Beitrag zu leisten über ein faszinierendes Phänomen der vedischen Astrologie: die indischen Naadi-Palmblattbibliotheken.


fotos©denara
Als Kind und Jugendliche blieb mir die westliche Welt und die christliche Religion viele Fragen schuldig, Deshalb war ich dankbar, als die Astrologie mir Antworten gab und ich erkennen und spüren konnte, wie Energien in unserem Leben wirken. Durch einen Uranustransit durch mein 9. Haus und meine Leidenschaft für Yoga kam ich in Berührung mit der faszinierenden  Götterwelt des Hinduismus und ich reiste Ende 2013 zum ersten Mal alleine in ein fremdes Land – nach Indien. Ich wollte wissen, was auf meinem Palmblatt steht.

Palmblattbibliotheken zu finden gestaltete sich als höchst kompliziert, zumal ich alles gerne von Deutschland aus organisiert hätte. Jedoch fand ich weder im „Lonely Planet“ (dem idealen Reiseführer für Indien) noch im Internet brauchbare Informationen. Die größte Palmblattbibliothek sei in Bangalore, doch vier Wochen vorher sollte man sich für eine Lesung anmelden. Ich wollte nicht länger als fünf Tage in dieser Großstadt bleiben. Bharati, eine Frau, die ich im Internet kennen lernte, wollte alles für mich organisieren. In Tiruvannamalai sollte mich Bathu, ein Inder, zu allen wichtigen Plätzen führen, auch zu einer Palmblattbibliothek in Bangalore. Das einzige, was dieser junge Mensch jedoch für mich erreichte: er führte mich zu einem Palmblattleser in Tiruvannamalai. Alles war höchst ärmlich, mitten in der Stadt, ein Haus in einem Hinterhof. Ich war ziemlich enttäuscht, stellte ich mir doch eine Bibliothek mit vielen gebundenen Palmblättern vor – ich aber kam in ein Arbeitszimmer; ein Schreibtisch mit der Götterwelt an den Wänden und im Regal. Die Palmblätter seien im Nebenzimmer verwahrt, wurde mir gesagt. Sri Agastya Muni war der Rishi, der die Palmblätter in Tiruvannamalai verfasste. Ich konnte immer nur einen Stapel Palmblätter sehen, der von einem wohl beleibten, etwa 35-jährigen Inder durchforstet wurde. 

Um mein Palmblatt zu finden nahm er zu Beginn drei Daumenabdrücke meiner linken Hand. Dann wollte er von mir meinen Namen und die Namen meiner Eltern und meines Ehemannes. Und dann folgten viele, viele Fragen. Zweimal verschwand er im Nebenraum bis er fündig wurde. In dritter Generation ist dieser Palmblattleser im Einsatz – und das erst seit drei Jahren, so erzählte er mir und zeigte auf sein Zertifikat. Er wirkte ziemlich unkonzentriert, chaotisch, nicht gerade höflich und er war erkältet. Er hustete und zog ständig geräuschvoll die Nase hoch. Ständig schweifte er ab und unterhielt sich mit meinem Begleiter Bathu und dem englischen Dolmetscher, die beide nur sehr gebrochen Englisch sprachen und nur die Hälfte übersetzten. Ich war mir nicht sicher, ob er nach den vielen Fragen und dem langem Suchen tatsächlich mein Palmblatt gefunden hatte. Er jedenfalls war davon nach geschätzten 30 Minuten felsenfest überzeugt.

foto©denara
Es gibt 16 Kapitel über unterschiedliche Lebensbereiche, erklärte er mir und ich entschied mich für Informationen aus Kapitel 1, 8 und 13 (über mich, meine Krankheiten und Tod und über meine früheren Leben). Nun erfuhr ich, dass mein Leben ein glückliches Leben ist und dass ich eine starke Persönlichkeit bin mit großen heilenden Fähigkeiten. Er erzählte aus der Vergangenheit und dass in den nächsten 2 Jahren Veränderungen geschehen werden, die mich finanziell belasten. Ich werde mich mehr und mehr dem spirituellen Leben widmen, Anerkennung finden, arbeiten und noch viele Reisen nach Indien und Tibet machen. In meinem früheren Leben war ich Lehrerin in Deutschland und ich habe mich um arme Waisenkinder gekümmert. Deshalb werde ich jetzt mit einem glücklichen Leben belohnt. Karma habe ich mir jedoch auch aufgeladen …… Ich werde bei guter Gesundheit bleiben bis zu meinem 78. Lebensjahr. Er nannte mir auch den genauen Todeszeitpunkt ….. Um mein Karma abzutragen, sollte ich vier heilige Orte in Indien aufsuchen. Als er das noch näher ausführen wollte, war es mir genug. Nach ca. 4 Stunden (an 2 Tagen!) bezahlte ich 900 Rupien  –  also ca. 10 Euro. Ich war ziemlich irritiert, vielleicht, weil ich nur die Hälfte verstanden habe und weil es nicht sehr professionell wirkte. Ein älterer, erfahrener Palmblattleser wäre mir lieber gewesen.

Bis zu Siris Frage, ob ich über meine Palmblatterfahrung schreiben würde, habe ich mich um diese Palmblattlesung nicht mehr gekümmert. Ich war damit beschäftigt, wieder hier anzukommen. Nun aber werde ich mir die Tonbandaufzeichnung zusammen mit meiner Englischlehrerin noch einmal anhören und versuchen, die vedische Astrologie ein bisschen kennen zu lernen. Was ich bei der Lesung verstanden habe, das war zu dem Zeitpunkt in Indien für mich völlig ausreichend. Es gab nichts Bedrohliches und dennoch fragte ich mich – wollte ich das eigentlich wirklich wissen? Palmblattleser sagen, dass gesagt wird, was für die jeweilige Person zu dem Zeitpunkt notwendig ist. Auch um Menschen eine Hilfestellung zu geben, wie das Leben künftig gestaltet werden kann. So ist größere Bewusstheit möglich. Und heute, nach fast drei Monaten denke ich, dass alles, was gesagt wurde, wichtig für mich in meinem derzeitigen Entwicklungsprozess war. Ja, ich lebe noch eine Weile und es gibt anscheinend noch einiges, das in dieser Inkarnation und in diesem Körper zum Ausdruck gebracht werden will. Und - es war mein Palmblatt! Das hat mir auch das Horoskop bestätigt, das ich stundenastrologisch vor zwei Tagen befragte. 

Gott schläft im Stein,
atmet in der Pflanze,
träumt im Tier,
wacht auf im Menschen.
Indisches Sprichwort

Von Denara ... bloggt Montags hier denara-mars.blogspot.de

PS: Danke Denara für diesen eindrücklichen Bericht, es ist, als wäre man dabei gewesen.


PPS: Das System der indischen Astrologie und das Erstellen eines Palmblatthoroskopes ist komplex und unterscheidet sich von der westlichen Astrologie. Die Methoden sind spezieller und sehr konkret prognostisch, was natürlich seinen Reiz hat. Aber es gibt auch viele Parallelen und Übereinstimmungen mit der westlichen Astrologie. Wir alle, im Osten wie im Westen schauen seit tausenden Jahren an den Sternenhimmel, beobachten die Rhythmen und übersetzen dies ins irdische Geschehen. Auch wir haben Zertifikate in den Astrologenbüros hängen aber unsere Welt der Götter ist deutlich sparsamer. Es gibt gute und weniger gute Deuter, und es gibt auch welche die konkrete Prognostik betreiben. Die Welt der indischen Astrologie jedoch fasziniert uns in ihrer Fremdheit, in ihrer üppigen Mythologie und Götterwelt, mit den uralten Veden und einer Kultur, in der dies alles selbstverständlich ist. Wir tauchen ein in die Welt der Tiger und Elefanten und ich könnte mir vorstellen, dass einem in Indien die Götter einfach näher sind. Wer sich an die Palmblätter rantasten will, dem mag ich dieses Buch empfehlen "Der Schatz der sieben Rishis" von Tigo Zeyen, in das ich mich nach Denaras Erzählungen eingelesen habe. "Es wandelt niemand ungestraft unter Palmen, und die Gesinnungen ändern sich gewiss in einem Lande, wo Tiger und Elefanten zu Hause sind. Johann Wolfgang von Goethe". 


Herzliche Grüße von Siri