Montag, 29. November 2010

Im Schützen

Sorry, dass ich erst jetzt wieder im Netz bin. Aber in dieser Zeit bin ich immer voll eingebunden in den Schützen. Familie und Freunde haben Geburtstag und ich bin am Geschenke besorgen und am Feiern. Zudem kommen ja alle adventlichen Tätigkeiten. Ganz ehrlich, ich bin seit meiner Geburt umzingelt von Schützen - als SonnenSchützen oder AszendentenSchützen. Selber Skorpion - frage ich mich dann ab und an, was ich da wohl zu lernen habe, weil geballte Ladung ist auch immer Aufgabe.


Seit dem 22. November ist Schützezeit. Die Zeit im Jahreskreislauf ist eine "endende" Zeit. Und im Elementekreislauf des Feuers ist Schütze ein "endendes Zeichen" (veränderlich). Die Natur hat sich nun endgültig zurückgezogen - jedenfalls in unseren Breitengraden. Die letzten Blätter werden aufgefegt und in die Natur kehrt Ruhe ein. Wir Menschen begegnen dieser Zeit mit Weihnachtsvorbereitungen. Wir freuen uns auf die Geburt des Lichtes am 21.Dezember - dann wenn die Wintersonnenwende stattfindet. Es ist eine Zeit in der wir der Dunkelheit mit Lichterschein begegnen. Und die Geburt Christi, ein Symbol der Geburt des Lichtes findet nicht aus Versehen in diesem Zeitraum statt. Aber die Rituale der Lichter sind alt, ganz alt. Und noch heute in einer Zeit in der wir durch die Elektrifizierung über Dauerlicht verfügen, zünden wir Kerzen an, basteln Adventskränze, schmücken Häuser mit Lichterketten, Tannenbäume werden aufgerichtet.

Der Schütze als Tierkreiszeichen wird dargestellt als ein Kentauer, halb Pferd, halb Mensch. Er schießt den Pfeil gen Himmel, gerichtet auf eine neue Vision, die einen neuen Kreislauf einläutet. Der Kentauer - ein Wesen, das "in sich" die Bindung an die Tiernatur und Menschennatur vereinigt - richtet den Pfeil aus, um die Vision für die Weiterentwicklung zu treffen. Das neue Ziel wird anvisiert. Jetzt finden all die Rückblicke statt - Menschen 2010, Ereignisse 2010, Jahresabschlüsse usw. Auch wir können in der Schützezeit Rückschau betreiben - wenn wir uns nicht allzu sehr vom Weihnachtsgetümmel ablenken lassen. Wir können uns fragen "was zu Ende gehen möchte?" "Welche Erfahrungen wir gemacht haben?" "Welchen Sinn wir daraus ziehen?" Erkennen wir den Sinn unserer Erfahrungen, kann ein Zyklus enden und der Bogen neu gespannt werden. Nicht umsonst nennt man die Weihnachtszeit eine "besinnliche" Zeit.


Dort - wo wir im Horoskop Schützethemen haben - sind wir besinnlich und zielorientiert, suchen die Weisheit und treten auch mal gerne in ein Fettnäpfchen, sind auch mal übergriffig (Kentauer eben) und unser Bogen ist immer gespannt:

Bei einem Schütze-Aszendenten werden wir den Pfeil unseres Lebens auf das "Höhere" ausrichten.

Die Sonne im Schützen entfaltet Großzügigkeit und den weiseren Blick auf die Welt.

Bei einem Mond im Schützen brauchen wir sinnhafte Erfahrungen und Ziele.

Ein Merkur im Schützen hört nur auf die Götterthemen, sinnmachende Themen und seine Gedankenpfeile treffen auch mal den Falschen.

Eine Venus liebt nur das, was zu Höherem bestimmt ist.

Ein Mars schießt manchmal über das Ziel hinaus - hat es aber nur gut gemeint.

Bei Saturn im Schützen wird viel geprüft auf Sinn und Unsinn.

Bei Jupiter im Schützen wähnen wir uns schon im Götterhimmel und vergessen auch mal gerne unsere Tiernatur.

Schütze ist uns Leitstern im Leben - weil er uns auf das Neue ausrichtet - dort machen wir uns auf die Socken, um neue und bessere Ziele zu erreichen.


Ich habe bis heute viel von den Schützen gelernt: Großzügigkeit, Philosophieren, Offenheit für das Fremde, Unternehmungslust und die Lust am Reisen, fasziniert sein vom Fremden, nur wer Ziele hat kann auch etwas erreichen, Optimismus (es wird schon gut gehen), dass Bewegung gut ist (obwohl ich hier am hartnäckigsten verweigere), dass man Ideale haben kann, dass man die Welt verbessern kann, ... und ganz besonders genieße ich ihre Toleranz mir gegenüber.


Grüße von Siri

Freitag, 19. November 2010

Tolstoi und die Jungfrau


Warum ist heute Tolstoi mein Thema? Ich habe den Film "Ein russischer Sommer" mit Helen Mirren gesehen. Der Film hat mich sehr berührt. Erzählt werden die letzten Tage von Tolstoi und seiner Frau Sophia nach 43 Jahren Ehe. Er will die Rechte an seinen Werken dem Volk vermachen und unterzeichnet dieses Testament auch, aber seine Frau wehrt sich wie verrückt gegen diesen Verlust. Schließlich hat sie ihm 13 Kinder geboren, die Texte von "Krieg und Frieden" 6 mal abgeschrieben, das Gut gemanagt und ihm den Rücken für sein Wirken freigehalten. Und nun sollen sie und ihre Kinder alles verlieren wofür sie gearbeitet hat. Sie wird verteufelt von seinen Anhängern und es geht um Liebe, um Leidenschaft, ums Festhalten und Loslassen, um Ideale, um Anhängerschaft, um Freiheit …. Großartig gespielt. Tolstoi ist in den Medien anlässlich seines 100. Todestag am 7.11.2010 überall vertreten.

Es scheint so, als wären wir wieder besonders empfänglich für die Themen des Volkes, von Gerechtigkeit, von Unterdrückung, Priviligiertheit, für Abhängigkeit von Obrigkeit, für Politik, für Adel, für Gleichberechtigung. In den Zeitungen stehen Headlines wie "der Zorn des Bürgertums auf die Politik", "Pseudodemokratie", "den Bürgern wird kein Gehör geschenkt".


Es gibt ein Horoskop von Lew Tolstoi, geboren am 9. September 1828, 22Uhr52 in Tula (siehe oben). Mir gefällt die Betonung von Jungfrau im 3. Haus und Pluto am höchsten Punkt des Horoskopes.

Jungfrau ist das Zeichen der Krise und Veredelung. Krise heisst übersetzt Entscheidung (trennen, unterscheiden). Hier kommt man in die Krise der Schuld. Jede Entscheidung ist auch eine Entscheidung gegen und für etwas, und wir machen uns immer schuldig. Lew Tolstoi war im Zwiespalt zwischen seiner Adligkeit, Herkunft, Frau und den Bauern und entschied sich ganz zuletzt, auch sein Heim und seine Frau zu verlassen. Um ihn gab es die Bewegung der Tolstoianer, die nach seiner Moral leben wollten, vegetarisch, in der Natur, gleichberechtigt und zutiefst pazifistisch. In der damaligen Zeit, muss das unglaublich verführerisch gewesen sein, kannte man doch nur Zaren, Adel und ausgebeutete Bauern.

Zur Jungfrau gehört der Mythos von Demeter und Persephone: Demeter ist eine dreifache Muttergöttin. Sie ist zuständig für die Fruchtbarkeit der Erde, die Jahreszeiten und der Bauern. In der griechischen Mythologie ließ sie das Korn reifen und herrschte über das Leben aller wachsenden Dinge. Alles hat seinen Rhythmus, alles hat seine Ordnung. Sie ist ein Abbild der Kraft der Erde selbst. Sie hatte eine Tochter genannt Kore, (griech. das Mädchen) die Jungfrau. Sie war ein hübsches unschuldiges Mädchen und sie durfte die Erde geniessen wie es ihr beliebte, mit einer Ausnahme, die Mutter verbot ihr, die Narzissen zu pflücken. Aber wie das nun mal so ist, Adam und Eva konnten dem Apfel vom Baum der Erkenntnis auch nicht widerstehen. Ein Verbot impliziert ein Tunmüssen, Neugier und die Erfahrung machen wollen, den Weg der Erkenntnis gehen. Also pflückte Kore die betörenden Narzissen. Die Erde tat sich auf und Hades kam aus der Unterwelt aufgestiegen mit 2 schwarzen Rossen und holte Kore in sein Reich. Dort gab er ihr einen Granatapfel, den sie aß und sie wurde seine Gattin. Ab diesem Moment hieß sie Persephone (griech. welche die Garben schlägt). Demeter allerdings suchte verzweifelt ihre Tochter und ließ die Erde verdorren. Sie bat Zeus um Hilfe, aber der kann seinem Bruder nichts befehlen, aber durch Verhandlung konnte er erwirken, dass Persephone 3/4 des Jahres auf der Erde bei ihrer Mutter sein kann, und 1/4 im Reich des Hades bei ihrem Mann. Demeter konnte diese Lösung aber nicht verwinden. Jedes Jahr wenn ihre Tochter sie verließ, ließ sie die Erde erkalten und mit der Rückkehr der Tochter kam auch der Frühling wieder.

In der Jungfrau geht es um die irdische Natur, um Pflege und Geduld, um den rechten Zeitpunkt, ums Reifen, um Rhythmus, um Schuld und Unschuld, um Realität um Trauer, das Wissen um den Hadesanteil in uns (das, was wir nicht anschauen wollen), ums Gedeihenlassen und Wiederggehenlassen. Es geht um die Weisheit der Natur, die in der Erkenntnis lebt, das alles im Kreislauf ist und zu seiner Zeit reift. Es geht um Notwendigkeiten, um Achtsamkeit, um Geduld.

Die Krise ist, den richtigen Zeitpunkt zu finden, es reifen lassen, es gehen lassen, alte überholte Zöpfe abschneiden, naturgegebene Veränderung zulassen, sich im Rhythmus befinden. Ich denke Tolstoi hat es wirklich versucht und ist mit seinem Beispiel vorangegangen. Dass Pluto (Hades) oben am höchsten Punkt des Horoskopes steht, (der damals noch nicht entdeckt war) weist besonders schön auf die Beziehung zwischen Demeter, Kore/Persephone und Hades hin. Durch Pluto wird der dunkle Anteil in uns sichtbar, dann wenn wir nicht mehr im Einklang mit der Natur (und damit auch unsere eigene Natur) und ihren Rhythmen sind. Wenn Herrschende an ihren Prinzipien festhalten, wenn es Zeit ist, Überholtes gehen zu lassen.


Grüße von Siri



PS: Auf der Webseite http://www.aphorismen.de finden Sie 411 Zitate und Aphorismen von Lew Tolstoi.

Erstaunliche viele, die ich der Jungfrau zuordnen würde wie z.B.:

Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann. ( Der Schlüssel zur Gelassenheit - Tolstoi)


Mittwoch, 10. November 2010

Castor

Der Castor bzw. die Castoren sind unterwegs. Vollgeladen mit radioaktivem Müll. Viele Menschen demonstrieren schon seit Jahrzehnten dagegen, aber es nützt nichts. Wir vergraben im Bauch der Erde hochgefährliches Material im Glauben, "da wären wir dann vor sicher", obwohl wir doch wissen, dass nichts sicher ist auf der dünnen Kruste, auf der wir leben. Beste Beispiele liefert uns Russland, aber das scheint ja weit weg zu sein. Castor ist die Abkürzung für "cask for storage and transport of radioactive material".


Aber wir befinden uns ja hier auf einem Astroblog, und der Astrologin fällt natürlich der Mythos von "Kastor und Polydeukes" ein, das zum Sternbild der Zwillinge gehört. Ihre Mutter war Leda, Königin von Sparta, und verheiratet mit Tyndareos. Der große Göttervater Zeus näherte sich ihr in Schwanengestalt und schwängerte sie. Sie war aber bereits schwanger von ihrem Gatten, und so gebar sie 2 Eier, die jeweils Zwillinge enthielten. Aus dem irdischen Ei vom Gatten schlüpften zwei sterbliche Kinder - Kastor und seine Schwester Klytaimnestra. Aus dem anderen Ei kamen die beiden göttlichen Kinder des Zeus - Polydeukes und Helena. So waren Kastor und Polydeukes zweieiige Zwillinge, wobei jedoch Kastor sterblich und Polydeukes unsterblich, sprich göttlich, war. Sie wurden sehr berühmt als die Dioskuren, die in keinem Abenteuer voneinander getrennt wurden. Kastor war ein berühmter Soldat und Rossebändiger. Polydeukes (lat. Pollux) ein berühmter Faustkämpfer. Beide waren kampflustig … das irdische und das himmlische Ringen. Kastor kam allerdings im Kampf mit einem anderen Zwillingspaar zu Tode, was Polydeukes in großen Kummer stürzte. So bat er Zeus, ihm in den Tod, in den Hades folgen zu dürfen. Zeus erlaubte daraufhin, dass sie ihre Zeit abwechselnd im Olymp und im Hades verbringen durften. Er heftete daraufhin ihr Sternbild als "die Zwillinge" an den Himmel.

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass wir Zwillinge auch als streitlustige Energie verstehen können. Es geht um Dualität, um Trennung, um Kampf, um Tod und Unsterblichkeit. Es geht um die Unzertrennlichkeit und den Zusammenhang von Himmel und Erde.

Auf dem Bild oben wird Kastor mit einer Keule (Erdwaffe) dargestellt und Polydeukes mit Pfeil und Bogen (Himmelswaffe) sowie der Harfe (dem himmlischen Ton).


Wenn nun die Kastoren unterwegs sind (nomen est omen), dann fehlt uns hier der Polydeukes, der Anteil des Himmels, der richtige Ton, das Einverständnis des Himmels. Der Weg in die Unterwelt, der Hades ist Kastoranteil. Wenn wir demonstrieren, um hier mehr Heil zu bewirken, dann ist es der Wunsch, Schaden von den Menschen abzuwenden. Indem wir demonstrieren, teilweise auch auf heftige Art, dann ist es ein Ringen des Polydeukes und um den Segen.


Naja, Gedankenwanderungen! Aber wir wissen ja um die verborgene Wirkung der Namen. Und es ist interessant, die Zwillingeenergie auch einmal vor dem Hintergrund dieses Mythos anzuschauen.


Grüße von Siri

Freitag, 5. November 2010

Neumond im Skorpion

Morgen ist Neumond, 6.11.2010 um 5Uhr51. Auf 14° Skorpion. Das sabische Symbol lautet: Fernmeldetechniker stellen neue Verbindungen her.
Mit dem Neumond beginnt wieder ein neuer 4-wöchiger Zyklus, der seinen Höhepunkt im Vollmond findet. Mit den Mondzyklen sind wir mit unserer Wunschwelt verbunden, die nun einen Wandel wünscht (Skorpion). Vielleicht beginnt es , dass wir jetzt neue Wege der Kommunikation suchen, um Probleme zu lösen, um Wandlung herbeizuführen.
Gestern war ich in Stuttgart und habe zufällig vor dem Rathaus Kundgebungen für Stuttgart21 gehört. Es war erschreckend, kein Schritt vorwärts, jeder sehr auf seiner Position beharrend, "wir halten mit aller Macht am Friedenskonzept fest".
Mit aller Macht Frieden geht nicht. Die Leute (sprich Befürworter) wollen wirklich sagen, "es ist erst Frieden, wenn wir unser S21-Projekt durch haben und jetzt seht das gefälligst mal ein". Buhhrufe .... Ich fühlte mich in die 70er Jahre versetzt und eine Aufregung machte sich breit. Der letzte Neumond in der Waage hatte das sabische Symbol "Kreisförmige Wege". Da geht es halt im Kreis. Aber jetzt mit dem Skorpion-Neumond morgen könnten sich ja neue Wege der Kommunikation auftun und etwas bewegen.
Für uns persönlich gilt das Symbol auch. Womöglich kommen wir ja jetzt aus eingefahrenen Situationen heraus ... auf jeden Fall wünschen wir uns das.

Grüße von Siri