Mittwoch, 27. März 2013

Glaubensfragen

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Heute ist Vollmond. Viele Menschen bemerken seine Wirkung, können nicht schlafen, werden unruhig, sind spannungsgeladen. Ich bemerke Derartiges nicht, ich schlafe zu jeder Zeit bestens. Das wirft bei meinen Freunden, die zu 80% Astrologieatheisten sind, die Frage auf … "ja wie geht das denn, Du bist doch Astrologin, Du bist doch eine, die an die Wirkung der Sterne glaubt?" Da ist sie dann wieder … die Diskussion ... wieso ich an Astrologie glaube … ich bin doch sonst ein ganz vernünftiger und intelligenter Mensch. Tatsächlich glaube ich nicht, dass Sterne uns physikalisch beeinflussen … bis auf den Mond, der aufgrund seiner Nähe zu uns, reale gravitätische Wirkungen hat … aber das hat nichts mit Astrologie zu tun.
Hier nun ein schriftlicher Versuch meines Bekenntnisses für die Astrologie: Was machen Astrologen seit tausenden von Jahren? Sie beobachten den Sternenhimmel und setzen ihn in Bezug zu irdischem Geschehen. So … als wäre der Sternenhimmel eine Entsprechung, ein Abbild … wenn das und das hier geschieht … dann sieht es am Himmel so und so aus … und wird in einen Bedeutungszusammenhang gesetzt. Sternbilder wurden geschaffen … Bilder an den Himmel gesetzt … Sterne benannt … und alles eingebunden in den großen berechenbaren Rhythmus. Heute wissen wir zudem auch noch einiges über die Beschaffenheit des Universums und der Planeten unseres Sonnensystems. Aber entscheidend ist der Glaube, dass es diese Entsprechung zwischen dem irdischen Geschehen und dem himmlischen Abbild gibt ... wie oben ... so unten. Ja … das glaube ich … sonst geht das nicht mit der Astrologie. Und so lernen die astrologischen Schüler die Sprache der Astrologie, die eine Symbolsprache ist und wir zu Übersetzern werden. Wir sind sozusagen kosmische Fremdsprachenkorrespondenten. Es gibt unterschiedliche Schulen und Deutungsansätze, viele unterschiedliche Lehren … aber alle schauen sich die Sterne am Himmel an … und die meisten Deutungsinhalte haben die Mythologien der Antike als Quelle … oder auch eigene Beobachtungen von Entsprechungen. 
Wenn heutige Astronomen an den Himmel schauen, dann sehen sie Universen auf und untergehen, versuchen sie immer weiter und tiefer ins All zu blicken, versuchen sie vorzudringen, sind sie Entdecker neuer Welten, Abenteurer und moderne Wissenschaftler ... Wenn Naturliebhaber an den Sternenhimmel schauen, sind sie überwältigt von der Fülle, Größe und Weite ... Wenn aber Astrologen an den Himmel schauen, sehen sie die Jungfrau untergehen, die Fische aufgehen, sie sehen Helden, Bären, Drachen, Schlangen und Götter. Wenn wir Astrologen an den Himmel schauen, dann spricht er mit uns.

Wie alles sich zum Ganzen webt, eins in dem anderen wirkt und lebt! Wie Himmelskräfte auf- und niedersteigen und sich die goldnen Eimer reichen! (Faust I)
In der Symbolsprache der Astrologie ist uraltes Wissen über die Welt des Unsichtbaren gespeichert, jene Welt, die nach Annahme aller geistigen Lehren, hinter dem Sichtbaren steht und wirkt. Nach astrologischer Lehre gibt es zwölf Urprinzipien, aus denen die gesamte sichtbare Welt in ihrer unendlichen Vielfalt hervorgeht. Diese 12 Urprinzipien sind im Tierkreis symbolisch dargestellt … in einer festgelegten Folge … vom Widder (dem Impuls) bis zu den Fischen (der Vollendung). 
Das Geburtshoroskop spiegelt die Startbedingungen eines Menschen wieder … und wer es zu deuten versteht … kann so etwas wie einen Lebensplan entdecken. 
Das hat mich immer interessiert … woher komme ich … wohin gehe ich … gibt es einen Lebensplan? Es ist fantastisch, dass es ein Instrument gibt, das hilft, das eigene Leben und die Vorgänge auf diesem Planeten besser zu verstehen. Jetzt gibt es natürlich alle Arten von Astrologen. Die einen können dir sagen wann Du Deinen nächsten Partner triffst … die anderen können dir sagen, ob Du dieses Haus kaufen sollst … jeder hat seine Art, diese Symbolsprache zu deuten. Ich bin von der Sorte, die sehen möchte, wo der Weg langgeht  … wohin sich ein Individuum entfalten möchte … wo es vom Kurs abgekommen ist … welche Idee vom ihm existiert … damit er der werden kann, der er ist.

Und mit dem Sternbild des Lepus … dem echten Hasen … wünsche ich Euch wunderbare Ostertage mit viel Sonne und eine gute Zeit mit allen Glaubensfragen.
Herzliche Grüße von Siri

PS: Bei all dem habe ich vergessen, dass ich ja das Vollmondhoroskop deuten wollte … hier nun, für die Astrologieliebhaber:
Vollmond am 27. 3. 2013 um 10Uhr29
Die Sonne im Widder in Konjunktion mit Uranus, Mars und Venus … geballte Impulsenergie … steht in Opposition zum Mond in der Waage (das ist immer das Horoskopbild für eine Vollmondsituation) … der Friedensenergie. Eine Opposition bedeutet Spannung. Und die Achse Widder-Waage betrifft unsere Beziehungen. Beziehungen aller Art … zwischen Liebenden, zwischen Kollegen, zwischen Völkern und Nationen. Gefährlich … die massive Streitlust des Widderstelliums der Mächtigen … und das Waage-Friedensbedürfnis des Volkes. Wir wollen nicht, dass Nordkorea Bomben wirft, Zypern uns zu Sündenböcken abstempelt, der kleine Mann sein Geld abliefern soll. Der Same dieses Vollmondes liegt im letzten Neumond … ihr erinnert Euch? … Moses und die 12 Gesetzestafeln .. jetzt herrscht die Energie des Zerschlagenwollens. Und das Sabische Symbol des Vollmondes lautet: Eine Henne füttert Küken und schützt sie vor den Falken. In der Essenz geht es mit diesem Symbol um Obhut und das Annehmen von Gesetzmäßigkeiten. Dort wo das Gute wächst, wächst auch der Schatten.

Mittwoch, 20. März 2013

Auf ein Neues

foto©siri
Bei mir findet der Frühling zwar noch indoor statt, aber ganz offiziell hat der Frühling jetzt auch draußen begonnen. Mit dem Frühlingsanfang starten wir in das NEUE JAHR, jedenfalls astrologisch gesehen. Der Eintritt der Sonne in das Zeichen Widder findet zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche statt ... damit beginnt ein neuer Kreislauf der Sonne durch den Tierkreis … Punkt 12Uhr02 ging es los, da stand die Sonne auf 0°00°00 Widder. Yeaah … neue Impulse durchströmen uns, wir drängen der Sonne entgegen, der Liebe, dem Spargel, der Maibowle und der Grillsaison. Die Dinge werden vorangetrieben und überhaupt ist Widder immer eine Zeit des Aufbruchs … des Aufbruchs zu neuen Ufern, Abenteuern und Projekten. Die Vergangenheit wird der Vergangenheit übergeben … wir wollen das Neue. Was bisher schleppend lief wird jetzt stürmischer. Das Horoskop zum Sonne-in-den-Widder-Eintritt wird wie ein Jahreshoroskop gedeutet, als Vorausschau nicht nur für die Widderzeit, sondern für das ganze neue astrologische Jahr. Dieses Horoskop ist eingestellt auf Berlin und somit, mit dem Krebsaszendenten, eines für Deutschland. 

Widderingress, 20. März 2013, 12Uhr02, Berlin

Mit Krebsaszendent wollen wir Fürsorgethemen entfalten … es geht um die inneren Angelegenheiten … um unsere Angelegenheiten, um die der Menschen, des Volkes, der Bedürfnisse des Volkes. Da wir uns in einem Wahljahr befinden, werden diese Themen sehr stark in den Vordergrund rücken und die Versprechen der Parteien werden sich umfassend auf die sozialen Belange der Deutschen, die Sicherung des Wohlergehens, sowie Familien- und Frauenthemen konzentrieren. Sie werden uns das Blaue vom Himmel herunter versprechen … Merkur steht in den Fischen in Konjunktion mit Neptun und Chiron, wohlwissend das dies die wunden Punkte sind … und wir werden ihnen glauben. Dies wird die Chance für die SPD sein … denn jetzt könnten sie sich auf ihre Kernkompetenz besinnen … auf soziale Gerechtigkeit. Venus steht noch in ihren letzten Zügen in den Fischen am MC und wird uns in Verbindung mit einem Traum bringen, der uns verspricht, dass alles gut wird, jedenfalls für uns in Deutschland … wenn wir denn nur richtig wählen. Das 10. Haus der Regierung ist betont mit Sonne, Mars und Uranus im Widder … könnte also gut sein, dass die Fetzen fliegen, ordentlich gestritten, neue Richtungen eingeschlagen, undiplomatisch diskutiert wird, die eine oder andere Bombe hochgeht, verbal oder in echt. Denn Mars-Uranus im Widder kann eine aggressive, provokative sehr kämpferische und umstürzlerische Energie sein. Wir dürfen da also einiges erwarten. Zudem steht Pluto im 6. Haus, dem Haus des Alltags und der Arbeit … die Arbeitswelt wird nach wie vor unter Druck geraten … zumal wir ja bekannterweise mit der Saturn-Pluto-Rezeption zu schaffen haben. Allerdings ist diese in eine Yod-Figur mit Jupiter in den Zwillingen integriert, der für Entspannung sorgen könnte. Jupiter in Zwillingen kennt viele Wege und Möglichkeiten und kann in verhärteten Situationen die Luft nicht raus-, sondern reinlassen und somit neue Gedanken, Zufälle, Ideen und Problemlösungen bringen. Hören wir auf das, was alles so gesagt wird … versuchen wir mal den Jupiter rauszuhören. Jupiter steht auf 11° Zwillinge und das sabische Symbol lautet: Neu erschlossene Länder bieten dem Pionier neue Gelegenheiten zur Erfahrung. Also ... alles was uns neue Geschäfts- und Entwicklungsfelder eröffnet, ist vielleicht vom Ton des Jupiter … es wird also Möglichkeiten geben, wir müssen sie nur hören und sehen. 
By the way … noch eine Gedankenwanderung … die Hintergrundmusik des Ganzen ist der letzte Neumond … der stand in den Fischen auf 22°, mit dem sabischen Symbol: Ein Prophet geht mit den Tafeln des neuen Gesetzes am Hang des Berges Sinai hinunter. Ein sehr biblisches Symbol. Und ich erinnere mich … eigentlich nicht bibelfest (also korrigiert mich) … dass Moses die Tafeln dem ums goldene Kalb tanzenden Volk brachte. Diese Gesetze, die 10 Gebote, sollten die Menschen von ihrem irdischen Wahn abbringen und sie auf den rechten Weg geleiten. Aber Moses musste zweimal auf den Berg gehen … denn beim ersten Mal wurden die Tafeln zerschlagen. Die Macht des goldenen Kalbs ist groß ... und wenn wir sehen, was derzeit passiert … es ist ein einziger Tanz ums goldene Kalb. Das sind die Themen des Jahres … "Können wir von dem Kalb ablassen? Können wir uns auf menschliche Werte einlassen?" Die, die da tanzen, reißen uns alle mit rein … wir können nur im einzelnen versuchen, uns zu besinnen. Und womöglich werden die "kleinen Leute", die durch den Mond im Krebs im 12. Haus repräsentiert werden, auf die Barrikaden gehen, wild werden und sich wehren mit dem Sextil zu Mars/Uranus. Wir werden ja sehen. 

Herzliche und sehr friedliche Grüße sendet Euch
Siri

Mittwoch, 13. März 2013

Science of Fische


Absolut begeisternd und humorvoll ist dieser Vortrag von Prof. Dr. Gerald Hüther, einer von Deutschlands anerkanntesten Hirnforschern. Unbedingt ansehen … danach schaut man gleich wieder anders in die Welt. Er berichtet von den Bedingungen unter denen das Gehirn wächst, und das zu jeder Zeit und in jedem Alter  … und zwar nicht, wie ursprünglich angenommen, durch saturnische Leistung, Übung und Anstrengung, sondern nur durch jupiterliche Begeisterung. Er erzählt davon, wie wir Menschen in unserer Gesellschaft zu Objekten und Ressourcen verkommen, die es zu managen gilt. Burnout des Menschen und der Welt sind die Folge der Überzeugung, dass Wachstum nur über Ausbeutung funktioniert. Unsere fixen Vorstellungen (Saturn), die wir Kraft unserer Erfahrungen gemacht haben, hindern uns daran, uns auf Begeisterung und neue Erfahrungen einzulassen. Wir werden zu Opfern unserer Vorstellungen (Saturn/Pluto) statt zu Gestaltern unserer Vorstellungen (Jupiter/Venus). Er spricht davon, dass wir eine Potenzialentfaltungskultur entwickeln sollten … Kultur statt Maßnahmen … uns begeistern … indem wir andere nicht benutzen und ihre Ressourcen ausnutzen ... bzw. unsere eigenen anbieten … sondern wir Begeisterung im anderen und in uns selbst wecken (Jupiter) … und dies geht nur mit anderen Menschen (Wassermann). Er fördert mit diesen Gedanken und Forschungsergebnissen den Wassermanngeist ... den Geist, der darum weiß, dass wir nur frei und unabhängig, menschlich sein können ... der darum weiß, dass wir eine Menschengemeinschaft bilden und nur gemeinsam weiterkommen. Natürlich ist die Astrologin wieder völlig begeistert angesprungen … schließlich hat sie Zwillinge-Jupiter im 10. Haus … ist das Horoskop nicht genau ein Potenzialentfaltungsplan? Saturn und Jupiter, die beiden Lehrer im Horoskop. Saturn, der Auskunft gibt über unsere fixen Vorstellungen. Und Jupiter (aber auch das gesamte Horoskop) der Auskunft gibt über unser Potenzial? 
Am besten schauen wir uns das Horoskop des Professors an:

Prof. Dr. Gerald Hüther, geboren am 15. Februar 1951 in Emleben, Thüringen 
Da die Geburtszeit nicht bekannt ist, habe ich den Mittagsstand genommen … kann die Häuser also nicht in die Deutung miteinbeziehen. Aber … auch so … ist das ein megainteressantes Horoskop: Saturn in der Waage mit Chiron im Quadrat. Ein stark stehender Saturn mit fixen Vorstellungen über Beziehung und Harmonie. Da werden Konflikte gemieden, um dem ICH die Harmonie zu erhalten. Man befürchtet schnell Ärger wenn man aus der Balance kommt und passt sich zu schnell an … auch in unguten Situationen. Da werden Scheinharmonien geschaffen, die einen an der eigenen Entfaltung hindern, weil man sich nicht traut anzuecken. Mit Chiron ist das ein wunder Punkt, zumal Chiron im Steinbock (Saturn herrscht über Steinbock) steht. Mit Chiron ist die Saturnkraft verwundbarer und durchschaut die saturnischen Kräfte besser, was dem Horoskopeigner hilft, diesen Saturn zu meistern. 
Auf der anderen Seite steht … ebenfalls stark … Jupiter in den Fischen. Jupiter in den Fischen ist ein Förderer im Verstehen der Gesamtzusammenhänge und der Weisheit. Jupiter ist der, der weiß, dass Weisheit nur über Erfahrung entsteht. Er fördert uns im Erfahrungenmachen.  Er lässt uns darauf vertrauen, dass das Schicksal die für uns richtigen Erfahrungen liefert, und lehrt uns, daraus zu lernen. Alles ist gut und richtig wenn wir uns auf das Schicksal einlassen und nicht stehenbleiben vor Angst (Saturn) und mangelndem Vertrauen ins Leben. Hier lehrt uns ein Gehirnforscher, dass wir nur über Begeisterung rauskommen aus dem Moloch der Ängste und Leistungen … wir nur lernen über Begeisterung … dass das Gehirn kein zu trainierender Muskel ist … sondern ein auf Vernetzung von Emotionen und Erkenntnis ausgerichtetes Organ. Nur wenn beides angesprochen wird … wachsen wir in unserer Erkenntnis. Jupiter in den Fischen weiß, dass wir alle eins sind und nur miteinander wachsen können, dass wir andere brauchen, um uns zu begeistern. 
Saturn das ICH und Jupiter das große WIR ALLE stehen oft im Konflikt. Wir bleiben gerne bei Saturn … lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach … wir wissen ja, was alles passieren kann. Vertrauen wir allerdings auf Jupiter oder übersetzt in unsere christliche Mythologie auf Gott, geht es für uns weiter. Die Gehirnforschung hat herausgefunden, dass wir NUR mit Jupiter wachsen können.
Jupiter im Horoskop von Professor Hüther steht zudem mit Venus, Mars und dem aufsteigenden Mondknoten in Konjunktion, was ihn seinen Energiekreislauf und seine persönliche Liebe und seinen Einsatz in den Dienst dieser Erkenntnisse stellen lässt. Der Mond in den Zwillingen ist angebunden … sein Bedürfnis nach Austausch und seine Neugier. Vesta im Stier im Sextil zu diesem Stellium ... das innere Feuer brennt für diese Aufgabe und hütet "das Feuer der Erkenntnis von der Begeisterung" … heißt er nicht "Hüther" ? Pluto und Neptun im Aspekt als Yod-Figur ... Neptun der alles mit allem verbindet und Pluto, der die Hinter- und Abgründe einbringt. Hier arbeitet fast der ganze Olymp zusammen.

Sodele (ist badisch und heißt "so jetzt") das war noch einmal aus dem Reich der Fische.
Herzliche Grüße Siri

PS: Crossgepostet bei www.astrologie-zeitung.de

Montag, 11. März 2013

Words of Fische

you are water
I´m water
we´re all water in different containers
that´s why it´s easy to meet
someday we´ll evaporate together

but even after the water´s gone
we´ll probably point out to the containers
and say, "that´s me there, that one".
we´re container minders

Yoko Ono
Yoko Ono, geb. 18.2.1933, 20Uhr30, Tokio
foto©siri

Yoko Ono, HALF-A-WIND SHOW, Eine Retrospektive 15. Februar bis 12. Mai 2013, Schirn Kunsthalle Frankfurt. Näheres hier: http://www.schirn.de/Yoko_Ono_3.html

Herzliche Grüße am Montag
Siri

Mittwoch, 6. März 2013

Arts of Fische

Ferdinand Hodler, Die Dents du Midi von Champéry aus, 1916

Schon wieder Kunst? Ja … das muss sein … wir befinden uns ja noch im Reich der Fische (adfäh derzeit in den Fischen). Künstler zeigen naturgemäß viel von sich, und das astrologisch zu interpretieren, ist einfach grandios … zumal, wenn man vor den Kunstwerken steht und denkt … "der hat garantiert was in den Fischen" und man die astrologischen Archetypen findet, wie kostbare Perlen auf einem Samttableau. Ich schaue nämlich erst hinterher in Horoskope, um mich nicht schon im Vorfeld der Kunstbetrachtungen beeinflussen zu lassen. In Basel findet derzeit eine beeindruckende Ausstellung zum Spätwerk des Schweizer Künstlers "Ferdinand Hodler" statt … Fondation Beyeler, vom 27.1. bis 26.5.2013. Näheres siehe HIER. Die Fondation selbst ist ein wunderbarer Ort der Erbauung … lichtvoll … herrliche Zwischen-Ausblicke auf die umgebende Natur, die dem Auge immer wieder Erholung bieten, bevor man sich das nächste Kunstwerk anschaut … weiße Ledersofas … Bücher … Bilder … Skulpturen … ein Tempel für Kunstliebhaber. So haben auch Hodlers Bilder den Platz und die Präsentation, die sie verdienen. Das Spätwerk (die letzten 5 Jahre vor seinem Tod) zeigt hauptsächlich seine Auseinandersetzung mit drei Themen: mit den Landschaften des Genfer Sees … mit sich selbst … und mit dem Tod. Der Tod begleitete ihn früh. Als er 12 Jahre alt war, starb der Vater an Tuberkulose, danach die Mutter und alle fünf Geschwister. Er schreibt "Den Tod zu einem Teil des Bewusstseins werden zu lassen, sei die Voraussetzung für wirklich große Kunst" ... und so malte er auch den ergreifenden Sterbezyklus seiner Geliebten Valentine Godé-Darel … minuziöse Studien ihres Gesichts auf dem Kopfkissen in den unterschiedlichen Stadien des Verfalls. Ein nüchterner Blick und doch eine Sterbebegleitung die versucht, das Geliebte in seiner Vergänglichkeit festzuhalten … und sich dem Leiden mit offenen Augen zu stellen. 
Mich persönlich haben seine Landschaften begeistert. "Planetarische Landschaften", nannte Hodler diesen Zyklus "… man meint am Rand der Erde zu stehen und mit der Unendlichkeit zu kommunizieren". Spätestens jetzt kann man sich der Fischethematik nicht mehr entziehen. Seine Bilder in der "flaumenleichten Zeit der dunklen Frühe" (Eduard Mörike) gemalt … zeigen Farben in allen Nuancen des Übergangs … Blau, Blau, Blau, Gold, Orange und Rosarot mit der Bergkette des Mont Blanc im Hintergrund … und man kann sich dieser Farbmagie nicht mehr entziehen. Und zum allgegenwärtigen überirdischen Blau sagt er … "Blau ist die einzige Farbe, die der Mensch in seiner größten Ausdehnung ertragen kann" … und wir sehen das Meer, die Seen, den Himmel und das All und sind im Reich der Fische. 
Ferdinand Hodler, geb. 14. 3. 1853 in Bern ... gestorben 19.5.1918 in Genf
Hier nun das Horoskop von Ferdinand Hodler … von dem ich bis dahin nur wusste, dass er starke Symbolbilder des Wilhelm Tell und von Holzfällern gemalt hatte. Gegen Ende seines Lebens befreite er den eingeschlossenen Fisch und hat sich im Blau des Ganzen aufgehalten … verbunden mit Himmel, Erde und dem Tod.
Wir sehen … wie in der aktuellen Zeitqualität, Neptun in den Fischen … die persönlichen Planeten Sonne, Mond und Mars ebenfalls in den Fischen … eingeschlossen im 1. Haus, des Ichs … die Kunst war sein Weg der Selbstentfaltung über den Weg des Aszendenten Wassermann … ein Weg der Unabhängigkeit. Die hauptsächliche Besetzung des 1. Quadranten zeigt die starke Auseinandersetzung mit sich und die Befreiung der Fische erst gegen Lebensende. Pluto und Uranus im 2. Haus belegen die heftigen Verlust- und Unsicherheitserfahrungen … in seinem Leben war nichts sicher.
Mit herzlichen Grüßen 
und meinem Lieblingsfoto vom Artwatcher in der Fondation (der allerdings Monet watched)  
verbleibe ich Eure Siri 
Der Artwatcher foto©siri