Mittwoch, 24. April 2013

Auszeit

foto©siri

Kleine Auszeit … bis nächste Woche … da bin ich astrologisch wieder voll für Euch da. 
Herzliche Grüße Siri

April und Schweigen
Öde liegt der Frühling.
Der samtdunkle Wassergraben
kriecht neben mir
ohne Spiegelbilder.
Das einzige, was leuchtet,
sind gelbe Blumen.
In meinem Schatten werde ich getragen
wie eine Geige
in einem schwarzen Kasten.
Das einzige, was ich sagen will,
glänzt außer Reichweite
wie das Silber
beim Pfandleiher. 
Tomas Tranströmer

Mittwoch, 17. April 2013

Erinnerung


Nichts ist sicher. Wir gehen auf eine Sportveranstaltung, das Wetter ist schön, wir sind gutgelaunt, alles scheint bestens zu sein. Der Colaverkäufer macht gutes Geschäft, Kinder essen ihr erstes Eis, wir feuern die tapferen Sportler an  … da explodieren, wie aus dem Nichts kommend, Bomben … mitten unter uns … ohne Bombenalarm … ohne Ankündigung … ohne Mitleid … fliegen Menschenteile um uns herum und zeigen uns, wie verletzbar wir sind. An einem ausgewählten Tag, dem Patriot´s Day, wenn Amerikaner ihre Freiheit und Unabhängigkeit feiern, werden die alten Wunden aufgerissen und erinnern uns daran, dass nichts vorbei ist, dass Krieg ist und wir überall und jederzeit mit einem Angriff rechnen können. All dies platziert sich … wie zu erwarten war … in die explosive Widderzeit hinein. 
Anschlag Boston-Marathon, 15. April 2013, 14Uhr50, Boston

Anschlag World Trade Center, 11. September 2001, 8Uhr45, NYC, Manhattan
Im Horoskop des Anschlages vom 11. September 2001 und dem Horoskop des Boston-Marathon-Anschlags suche ich die Wiederholung. Die Wiederholung liegt auf 15° Zwillinge. Im Horoskop vom 11. September stand Saturn auf 15 ° Zwillinge und diesmal ist es Jupiter. Die beiden Gesellschaftsplaneten zeigen das Thema der Erinnerung an. Die westliche Gesellschaft hat zu lernen. Wir lernen nicht, indem wir unsere Sicherheitsmaßnahmen bis zum "Gehtnichtmehr" verbessern, wir sind niemals sicher. Das sabische Symbol auf 15° Zwillinge lautet: Zwei holländische Kinder sprechen miteinander, tauschen ihr Wissen aus. Seltsam nicht war? Ein so harmlos lautendes Symbol. Die USA, und wir mit ihnen, leben unsere Freiheit und Macht. Unsere Freiheit und unsere Macht sind  aber nicht die der anderen. Die Selbstsucht des Westens ist umzuwandeln in echte Demokratie und ein weltweites Miteinander-Teilen … es geht um die Entwicklung von Frieden aus einem Verständnis füreinander und gegenseitigem Teilhaben. Das Symbol der holländischen Kinder: "Holland" als Symbol für Offenheit und Diskussionsbereitschaft … und "Kinder" sind unvoreingenommen, frisch und unschuldig … ein Kind unterscheidet noch nicht zwischen Gut und Böse, schwarz und weiß … es ist offen für jede Erfahrung. Es geht um das Miteinandersprechen, um den Austausch von Wissen, um Gegenseitigkeit und Offenheit, um Wertfreiheit und Unvoreingenommenheit. 
Merkur, Herrscher des Aszendenten, steht im Boston-Marathon-Anschlag-Horoskop auf 3° Widder im 8. Haus der Konflikte, in Konjunktion mit dem Fixstern DIFDA … dieser wird von Frank Felber in seiner Essenz wie folgt beschrieben: "Auf seine Schwächen hingewiesen werden, um diese zu korrigieren, mit negativem Karma konfrontiert werden, Selbstheilungs- und Selbstzerstörungsprozesse". Lernen wir aus unseren Fehlern … und bleiben, trotz schlimmer Verletzung, offen für den Frieden.
Herzliche Grüße Siri

Freitag, 12. April 2013

Jeder Augenblick ist ewig

foto©siri
"Jeder Augenblick ist ewig, wenn Du ihn zu nehmen weißt.
Ist ein Vers der unaufhörlich Leben, Welt und Dasein preist.
Alles wendet sich und endet und verliert sich in der Zeit.
Nur der Augenblick ist immer. Gib Dich hin und sei bereit.
Wenn Du stirbst, stirbt nur Dein Werden.
Gönn ihm keinen Blick zurück. 
In der Zeit muss alles sterben aber nichts im Augenblick."
Konstantin Wecker

Herzliche Freitagsgrüße Siri

Mittwoch, 10. April 2013

Widder-Neumond 2013


Heute ist Neumond … um 11Uhr38 … stehen Sonne und Mond in Konjunktion. Mit diesem Neumond sind wir nun endgültig im Widder angekommen und es beginnt ein neuer Mond-Sonne-Kreislauf, indem sich die Widderkräfte entfalten wollen. Ebenfalls im Widder befinden sich Uranus, Mars und Venus … Merkur (noch in den Fischen) folgt am 13. April. Eine Phase, in der wir uns von der Vergangenheit losreißen wollen ... alles schreit nach Neuanfang. "Jetzt oder nie" heißt die Losung im Widder. Das Widderprinzip ist das des spontanen Impulses … unbeeindruckt von Erfahrungen, Hemmungen oder Ängsten geht es um direkte Durchsetzung. Nur ohne Zögern oder Zaudern und ohne Rücksichtnahme  kann sich die Widderkraft voll und ganz ausleben. Mit dem Kopf durch die Wand gegen alle Widerstände, voreilig und unüberlegt will dieses Prinzip alte Mauern durchbrechen. Also keine gute Zeit, um Vernunft zu erwarten. Das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" lässt eine Atmosphäre von Kampflust entstehen. In Widderzeiten können Aktionen stattfinden, die man im Nachhinein vielleicht bereuen möchte. Auf der anderen Seite ist es aber auch die Energie, die durch ihre "Nach-mir-die-Sintfluteinstellung" den Boden bereitet für Neuanfänge. Eine Anschubenergie im Stil von … "endlich passiert was" …hat auch befreiende Wirkung.
Neumond im Widder, 10. April 2013, 11Uhr38, Berlin 
Das Neumondhoroskop für Deutschland hat einen Krebsaszendenten. Der Bestimmer dieses Horoskops ist also der Mond, der sich im 10. Haus, im Haus der Öffentlichkeit und Regierung befindet. Es geht um Politik und unseren Wunsch nach Veränderung. Wir haben die Schnauze voll davon, dass alles beim Alten bleibt, keiner Konsequenzen ziehen muss, Banken weitermachen wie bisher, nichts passiert. Frau Merkel, die Meisterin im "Nichtspassiert", wird handeln müssen. Das sabische Symbol auf der Neumondkonstellation 21° Widder lautet: Ein Boxkämpfer betritt den Ring. Es geht also los. Der Kampf kann beginnen. Es geht um Freisetzung und Verherrlichung von Aggressivität in der Gesellschaft … der Stärkere soll gewinnen …  Helden werden verehrt … Sieg oder Niederlage. Es ist archaisch und absolut nicht intellektgesteuert. Jetzt sind nicht die Weisen gefragt, sondern die Kämpfer. In Nordkorea hat schon mal einer angefangen, damit wir wissen wie sich das anfühlt, wenn die Säbel rasseln. Ein bisschen Sorge darf man da schon haben. Der Kampf im Ring unterliegt allerdings gewissen Regeln. Es ist kein anarchistisches Kämpfen. Es ist ein ritualisierter Kampf, mit Kampfrichter, mit Zuschauern und Jublern, mit Schweißperlen und einer Lust am Körperlichen. Wenn wir Konflikte haben, lass sie uns im Ring austragen, lass uns vor die Tür gehen. Der Bessere, der Schnellere, der Trainiertere, der Selbstbewusstere gewinnt. Ein Boxer hört auf seine Instinkte und ist absolut aufmerksam, er weiß wann der nächste Schlag kommt, er ist vorbereitet. In gewisser Weise, ist es eine sehr ehrliche Art zu kämpfen. Im übertragenen Sinne sei uns angeraten, in dieser Widderzeit unsere Konflikte auf Boxerart zu lösen. Bereit zur Konfrontation, bereit zu Sieg und Niederlage, bereit zur Offenheit gegenüber dem Gegner, aufmerksam und vorbereitet betreten wir den Ring. Es geht um den Sinn von Sieg und Niederlage. 
Herzliche Grüße von Siri

Im Widder erglüht das Leben. 
Er trägt der Ideen Licht.
 Er muss sie hinein verweben, in das Leben wie ein Gedicht. 
Hindernisse bemerkt er kaum, geöffnet ist ihm der Erdenraum.
Er fühlt sich gesendet in die Welt, die sich so geheimnisvoll erhält. 
Und findet in allen Bezirken, die Möglichkeit zu wirken. 
Intuitiv schaut er nur, auf die kleinste Spur. 
Wo Wesen sich offenbart, in geistbestimmter Art.
Olga von Ungern-Sternberg

Mittwoch, 3. April 2013

Renoir ... der Film


An einem nasskalten Nachmittag in Karlsruhe ... im Kino … Renoir … ein wunderbarer Film über die letzte Lebensphase Auguste Renoirs. 112 Minuten abtauchen in eine lichte Welt voller Sommer, Abgeschiedenheit und Sinnlichkeit. Dieser Film ist unglaublich schön und nicht die Spur kitschig. Eine Hymne an die Malerei, an die Leidenschaft und an die Frauen. Man meint, die laue und manchmal stürmische Sommerluft der Cote d´Azur auf der eigenen Haut zu spüren … die Energie, die von Renoirs Bildern ausgeht, wird lebendig ... man ist hautnah dabei. Näheres siehe HIER. 
Der Film widmet sich Auguste Renoir, der zurückgezogen während des 1. Weltkrieges auf seinem Anwesen an der Cote d´Azur lebte und malte. Umgeben von einem Hofstaat an Frauen (Ex-Musen), die ihn pflegen und versorgen, sehen wir den alten Mann, geplagt von einer schweren Altersarthritis, den Verlust seiner Frau beklagend ... der in Depression zu versinken droht. Aber dann tritt Andrée als neue und letzte Muse und Modell in sein Leben. Beschwingt und motiviert beginnt er wieder intensiv zu malen. Auch der Sohn, Jean Renoir, ist fasziniert von Andrée. Er wird ihr Liebhaber und sie inspiriert ihn zu seiner späteren Kinokarriere. Er beginnt sich selbst zu finden und aus dem Schatten des Vaters zu treten. Zwei Sätze des alten Renoirs sind mir sehr im Gedächtnis geblieben: Zum einen sagt er in einem Vater-Sohn-Gespräch zu seinem Sohn Jean, der sich für den Krieg verpflichtet: "... im Leben muss man sich treiben lassen, nur dann kann man es in seiner ganzen Fülle erleben … Du musst wie ein Korken auf dem Wasser sein" … und der Sohn meinte "… Ach Du, mit Deiner Korkentheorie" … "Aha", denkt die Astrologin, "Renoir ist astrologisch gesehen ein Fisch". Wenn sich irgendwer im Tierkreis gut treiben lassen kann, dann sind es die Fische. Und der zweite Satz an den Sohn lautete " … im Leben dreht sich alles um das Fleisch ... das Fleisch und samtige Haut im Spiel des Lichtes" … eine große Liebeserklärung an die irdischen Genüsse der Liebe. Und da denkt dann die Astrologin an Stier, Venus und das zweite Haus. 
Beim Verlassen des Kinos, noch das Sommerblätterrauschen im Ohr, springt mich das kalte mit Baustellen aufgerissene Karlsruhe an … Leute, da hätte ich gerade umdrehen und den Film nochmals anschauen mögen. Statt dessen bin ich schnurstracks nach Hause und habe Horoskope geschaut. Hier das Ergebnis: Menschen die so auf den Punkt leben, haben auch Horoskope, die es auf den Punkt bringen. 
Auguste Renoir, 25. Februar 1841, 6:00 Uhr, Limoges (F)
Also … natürlich ist Auguste Renoir seines Zeichens Fische … klar bei der "Korkentheorie". Sonne, Merkur/Uranus in den Fischen im 1. Haus eingeschlossen. Diese entfaltet sich besonders gut in der Phase gegen Lebensende ... ähnlich wie bei Ferdinand Hodler. Neptun (Herrscher der Fische) steht am Aszendenten dominant. Ein Mensch, der sich wirklich vom Leben treiben und tragen lassen kann … neugierig auf das, wohin das Leben und Schicksal ihn bringen will. Mit Wassermann-Aszendent geht er seinen eigenen originellen Weg. Mars im Skorpion im 8. Haus bedeuten starke Triebkräfte. Venus/Mond/Pluto im Widder im 2.Haus ... mit der Venus/Mond-Konjunktion im Widder im zweiten Haus kann er sich von der stürmischen Weiblichkeit beeindrucken lassen, die ihn mit Macht und Leidenschaft (Pluto) erfasst, und somit zu seinem künstlerischem Hauptthema wird. Jupiter verbindet sich mit dieser Konstellation und dem Aszendenten und zeigt seinen außerordentlichen Erfolg noch zu Lebzeiten an. 
Jean Renoir, 15. 9. 1894, 00:05 Uhr, Paris (F)
Synastrie ... Auguste Renoir (Vater) innen ... Jean Renoir (Sohn) außen 
Der Sohn "Jean Renoir", der in den Anfangszeiten des Kinos ein außerordentlich berühmter Filmemacher wurde, wird im aktuellen Kinofilm als ein pflichtbewusster Mensch dargestellt, der seine Kriegskameraden nicht im Stich lässt, obwohl ihn die Liebe und Beziehung zu Andrée hätte binden können. Dies wird durch die Sonne in der Jungfrau gut im Horoskop abgebildet. Seine Kreativität entfaltet er mit der Empfänglichkeit des  Fischemondes, der in Konjunktion mit den Fischeanlagen des Vaters steht. Vater und Sohn sind über die Fische verbunden ... die Frucht und den Einfluss dieser Verbindung trägt der Sohn in die damalige Neuzeit des Kinos. 
Die Fische lassen mich nicht los … okay … der Fischeneumond wirkt ja noch … also darf ich.
Herzliche Grüße von Siri