Sonnenfinsternis 4.1.2011



So sah die Sonnenfinsternis in Karlsruhe aus. Trotz verhangenem Himmel bin ich auf den "Mont Klotz" in Karlsruhe gestiefelt, um zu sehen was zu sehen ist (man kann ja nie wissen). Die einzige in Mitteleuropa sichtbare teilweise Sonnenfinsternis in 2011. Um 8Uhr 20 Berührung von Sonne und Mond, 9Uhr15 die maximale Verdunkelung, um 10Uhr40 Trennung (Zeiten für Karlsruhe). Die Konjunktion fand auf 13°36 Steinbock statt. Das sabische Symbol lautet: Ein uraltes, in Granit gehauenes Flachrelief bleibt als Zeugnis einer längst vergessenen Kultur. Der Schlüssel - der Wille in unserer Kultur, ebenso wie in jeder anderen, auszugraben, was von dauerhaftem Wert ist, und alles Unwesentliche gehen zu lassen.
Eine Sonne/Mond Konjunktion ist astrologische betrachtet eine Neumondsituation. Hinzu kommt noch das Ereignis der Verdunkelung, d.h. für uns stehen beide Himmelskörper sichtbar so am Himmel zusammen, dass der Mond die Sonne bedeckt (teilweise zu 68,7 % in Karlsruhe). Verdunkelungen wurden in alten Zeiten als bedrohliches Omen gedeutet. Im antiken Griechenland sah man es als Hochzeit von Sonne und Mond an. Die Vereinigung des weiblichen und männlichen Prinzips. In unserem Fall haben sich Sonne und Mond begonnen um 8Uhr20 zu vereinigen, Höhepunkt hatten sie um 9Uhr15 und getrennt haben sie sich um 10Uhr40. Eine schöne Dauer für einen Liebesakt. Als jedoch Herakles gezeugt wurde überbringt Hermes Helios den Befehl von Zeus, zwei Tage lang den Menschen und den Göttern kein Licht zu spenden, denn offensichtlich benötigte es eine dreifache Liebesnacht, um einen so großen Helden wie Herakles zu zeugen. Die Vereinigung von Sonne und Mond ist eine Zeugungssymbolik, beide verändern in diesem Moment ihre Erscheinung - die Sonne wird zur Sichel und der Mond zu schwarzen Scheibe. Welcher Same wurde gelegt? Es ist ein Steinbocksame. Sonne und Mond auf 14° Steinbock und ein Steinbockaszendent. Bei Beginn der Vereinigung stehen sie am Aszendenten um dann in das 12. Haus zu wandern, eingerahmt von Pluto und Mars, die nächsten Begleiter, zzgl. eines Saturnquadrates. Es geht also um ernste Angelegenheiten, die vom Schicksal und vom Vergangenen (12. Haus) kommen. Es geht darum, das was von Wert ist zu erhalten und das Unwesentliche gehen zu lassen. Es fällt uns schwer das Unwesentliche gehen zu lassen. Was ist unwesentlich? Es geht auch um unsere Historie, um das Aufarbeiten unerledigter Geschichten. Die 10. Aufgabe des Herakles (Steinbock) ist es, in den Hades hinab zu steigen um den Hund Kerberos gefangen zu nehmen. Der dreiköpfige Kerberos bewacht das Tor zum Schattenreich. Wer hinabstieg wurde vom Hund freundlich und mit Schwanzwedeln begrüßt, wer wieder hinaus wollte wurde zerfleischt. Herakles bezwang den Kerberos in dem er ihn am Hals packte und würgte, bis er sich ergab. Der Hals, die Kehle des Höllenhundes - Symbol für Heuchelei und Unehrlichkeit - wird gewürgt. Die Aufgabe bedeutet für uns Heucheleien und Unehrlichkeit aufzugeben. Wir werden es dieses Jahr beobachten, die Politik bietet uns da viele Möglichkeiten. Aber auch bei uns selbst können wir schauen, wie der Kerberos in uns arbeitet oder ob wir ihn würgen.
Wer noch mehr über astrologische Betrachtung von Finsternissen wissen will, hier ist ein sehr guter Link: http://www.astro.com/astrology/in_eclipse_g.htm.
Euch alles Gute für 2011 und Grüße von Siri
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